Für David Alaba war es der erste Titel im Trikot von Real Madrid. Der Ex-Bayern-Star posierte mit einem breiten Grinsen und Teamkollege Toni Kroos im Arm mit dem Supercopa-Pokal.
Doch nicht nur für Alaba soll dieser Erfolg erst der Anfang sein. Denn die Madrilenen haben nach der titellosen Saison im Vorjahr einiges vor. Alle Statistiken deuten aktuell darauf hin, dass eine erfolgreiche Spielzeit möglich ist.
Seit der Saison 2013/14, ebenfalls mit Coach Carlo Ancelotti an der Seitenlinie, hatte Real Madrid zu diesem Zeitpunkt einer Saison keine bessere Siegquote vorzuweisen. Damals holten die Spanier ihren zehnten Titel in der Champions League bzw. im Europapokal der Landesmeister.
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Die Saison ging als "La Décima" in die bereits glorreiche Geschichte des Spitzenklubs ein. Nun könnte ein neues Erfolgskapitel geschrieben werden.

Real Madrid vor allem in der Defensive stark

Denn aktuell steht Ancelotti mit seinem Team bei 23 Siegen in 30 Saisonspielen, die Sieg-Quote liegt somit bei beeindruckenden 76,7 Prozent. Noch besser waren die Königlichen zuletzt nur in der Spielzeit 2011/12 (79,3 Prozent).
Auch andere Zahlen machen Eindruck: So kassierte Real lediglich 0,8 Gegentore pro Begegnung. Damit stehen die Madrilenen im Moment sogar besser da als zum selben Zeitpunkt im Décima-Jahr (0,86). Einen großen Anteil daran hat laut Adrian Garcia von Eurosport Spanien auch Neuzugang Alaba.
"Alaba ist ein Topverteidiger, der Teamkollege Eder Militao besser macht. Real hat das Duo Raphael Varane und Sergio Ramos ausgetauscht und hat jetzt stattdessen Alaba/Militao, was sehr gut ist", erklärte der spanische Fußball-Experte.
Zudem sei Keeper Thibaut Courtois schon seit einiger Zeit in absoluter Topform. Zu sehen war diese Spitzenklasse des Belgiers auch im Finale gegen Bilbao. Courtois klärte im Finale spektakulär einen Elfmeter mit dem Fuß, was in den sozialen Medien wahre Begeisterungsstürme auslöste.

Thibaut Courtois klärt spektakulär im Supercopa-Finale

Fotocredit: Getty Images

Carlo Ancelotti brachte Ruhe ins Team

Ein weiterer Aspekt, der für Garcia in die bisherigen Saisonerfolge hineinspielt, ist Trainer Ancelotti. Der Italiener habe in seiner zweiten Madrider Amtszeit - von 2013 bis 2015 war er dort bereits Trainer - "Ruhe in die Mannschaft gebracht, dazu auch einen offensiveren Stil. Es gibt weniger Pässe und mehr Gegenangriffe. Es wird einfach etwas vertikaler gespielt", so der spanische Journalist.
Das spiegelt sich in den Offensiv-Statistiken wider. Die Königlichen erzielten bis zum jetzigen Zeitpunkt 2,2 Tore pro Spiel, was im Vergleich zu den Erfolgsjahren zwischen 2014 und 2018 zwar weniger ist. Doch in der Saison 2020/21 trafen die Spanier nur 1,5 Mal pro Begegnung. Pro Spiel gewann Real bisher zudem starke 2,43 Punkte. Eine bessere Quote hatte Ancelotti bei keiner seiner Stationen, auch nicht bei seinem ersten Real-Job (2,36).
Wichtig ist aus Sicht von Garcia zudem das Mittelfeld um Luka Modric und Kroos sowie Torjäger Karim Benzema, der in dieser Saison bereits 24 Tore schoss. In der spanischen Liga und im Pokal sei daher der Titel möglich, prophezeit der Eurosport-Redakteur.

Barça und Atlético schwächeln in der Liga

Doch in der Champions League könnte es schwieriger werden. Dort sei es "eine Lotterie. Sie haben keine Mannschaft auf Top-Level, zumindest im Vergleich zum FC Bayern, Manchester City oder dem FC Chelsea." Zumal bereits im Achtelfinale mit Paris Saint-Germain ein schwieriger Gegner wartet.
In Spanien spielt den Königlichen zudem die Schwäche ihrer Dauerkonkurrenten FC Barcelona und Atlético Madrid in die Karten. In La Liga liegt Real im Moment an der Spitze (49 Punkte). Dahinter rangiert in Lauerstellung der FC Sevilla (44 Punkte, aber ein Spiel weniger). Barça (32) und Atlético (33) sind dagegen schon abgeschlagen.
Auch wenn es bis zu den Titeln in der Liga, der Champions League oder im Pokal noch ein weiter Weg ist. Ancelotti scheint aktuell die richtigen Knöpfe zu drücken, um die Mannschaft wieder an alte Erfolgszeiten heranzuführen. Sollten im Sommer dann auch noch Kylian Mbappé und/oder Erling Haaland nach Madrid wechseln, wird der Kader offensiv auf ein neues Niveau gehoben, das zuletzt zu Zeiten von Cristiano Ronaldo erreicht wurde. Weitere Titel sollen dann die Folge sein.
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