Kylian Mbappé von Real Madrid bricht sein Schweigen nach Vergewaltigungsvorwurf und stellt sich allen Fragen
Publiziert 09/12/2024 um 09:28 GMT+1 Uhr
Kylian Mbappé hat sein Schweigen in seinem ersten Interview nach elf Monaten gebrochen und sich den drängenden Fragen der letzten Wochen gestellt: Der 25-Jährige erklärte sich beim französischen TV-Sender "Canal +" u.a. zu seiner mäßigen Form, dem Vergewaltigungsvorwurf aus Schweden und seiner Nichtnominierung für die französische Nationalmannschaft unter Nationaltrainer Didier Deschamps.
Kylian Mbappé von Real Madrid
Fotocredit: Getty Images
Pausenlos wurde über Kylian Mbappé gesprochen - nun hat der Franzose selbst Stellung genommen. Im Programm "Clique" stand er ausführlich Rede und Antwort.
Dabei wurde der Superstar von Real Madrid auch mit kritischen Fragen zu den brisanten Themen rund um seine Leistungen und Auftritte in den letzten Wochen konfrontiert. Zwar in einem freundschaftlichen Gespräch - aber Stellung beziehen musste der einstige PSG-Profi dennoch.
Kylpian Mbappé über
... die Kritik an seinen mäßigen sportlichen Leistungen für Real Madrid:
"Für manche Nachrichten habe ich keine Worte. Die Leute sehen uns als Roboter."
"Es ist nicht der beste Saisonstart, aber wir bereiten uns auf die Titel vor, die zählen. Wir sind nicht auf dem Level, das wir erwartet haben. Aber bei Real warten wir auf die zweite Saisonhälfte. Dann wirst du bewertet."
"Seitdem ich 14 Jahre alt bin, sagt mir jeder, dass ich ein großer Spieler werde. Aber wenn du groß bist, fühlst du dich manchmal klein. Die Öffentlichkeit im Fußball ist sehr wechselhaft."
... Sorgen um seine mentale Gesundheit:
"Es gab Momente, in denen ich müde war, aber ich hatte keine Depression. An bestimmten Punkten hatte ich eine Erschöpfung. Ich hatte keine Ruhepausen, ich hatte sportliche Enttäuschungen."
"Bei der EM habe ich mir die Nase gebrochen, ich war müde. Ich wollte bleiben, weil du alles für die französische Nationalmannschaft gibst. Aber es war anstrengend."
... seine Nichtnominierung für die französische Nationalmannschaft im Oktober und November:
"Sie (die Nationalmannschaft) fehlt mir, ich war lange nicht mehr dort. An meiner Liebe zu ihr hat sich nichts geändert, es gibt nichts Wichtigeres. Im September habe ich den Trainer gebeten, nicht nominiert zu werden. Ich war gerade in Madrid angekommen. Ich hatte einen sehr kurzen Urlaub. Der Trainer hat darauf bestanden, dass ich komme, aber es ist nicht gut verlaufen." (Der Stürmer traf damals weder gegen Italien (1:3) noch gegen Belgien (2:0). Schon im Oktober fehlte Mbappé im Aufgebot der Bleus.)
"Im Oktober war ich verletzt. Da hat das (medizinische) Personal entschieden, ich war nicht in die Entscheidung einbezogen."
... "Dann kam der November. Aber das kann ich nicht erzählen, das bleibt unter uns. Das ist eine Entscheidung des Coaches, ich stelle mich hinter ihn. Ich respektiere seine Entscheidung. Er ist der Boss. Ich wollte kommen, aber ich kann nicht sagen, warum ich nicht berufen wurde."
... den Vergewaltigungsvorwurf bei einem Ausflug nach Schweden während der Länderspielpause im Oktober:
"Ich war überrascht. Ich bin übrigens immer noch überrascht. Solche Sachen kommen auf, ohne dass du sie kommen siehst. Ich habe nichts bekommen, keine (gerichtliche) Vorladung. Ich habe das Gleiche gelesen wie alle. Die schwedische Regierung hat nichts gesagt, also fühle ich mich nicht betroffen."
"Das war nicht mal ein (ganzer) Abend. Ich hatte fünf Tage frei, habe mich dazu entschieden, auszugehen. Ich wollte weg, der Trainer hat mir gesagt, geh zu einem weniger bekannten Ort. Ich bin noch immer in Kontakt mit der Person, die ich in Schweden getroffen habe, sie ist aber nicht diejenige, die Anzeige erstattet hat. Ich habe keine Ahnung, wer die Klägerin ist. Meine Absicht war immer: Nach Madrid zurückzukehren, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren und zu sehen, wie es endet."
... das Vorbild Mbappé?
"Die Kinder sollen nicht davon träumen, ich zu werden. Wenn man träumt, darf man sich keine Grenze setzen. Ich habe nicht geträumt, irgendjemand zu werden. Ich habe davon träumt, ein großer Spieler zu werden:"
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Quelle: Perform
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