Real Madrid: Carlo Ancelotti kontert Kritik an seinem Führungsstil - Trainer-Legende bleibt trotz Druck gelassen

Carlo Ancelotti hat auf die jüngste Kritik an seinem Führungsstil reagiert. Nach dem Aus im Viertelfinale der UEFA Champions League gegen den FC Arsenal (0:3, 1:2) wurde dem italienischen Trainer vorgeworfen, dass er mit seinen Schützlingen selbst in schwierigen Zeiten zu sanft umgeht. "Ich bin nicht in der Lage, die Peitsche zu benutzen. Dann holt einen anderen Trainer", sagte Ancelotti.

Carlo Ancelotti hat auf die jüngste Kritik reagiert

Fotocredit: Getty Images

Für den 65-Jährigen sei dies "nicht der richtige Weg", wie er auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim Madrider Vorstadtklub FC Getafe (1:0) betonte.
Während seiner Trainer-Laufbahn, in der er immerhin fünfmal die Champions League gewann, achtete er stets mit großer Sorgfalt auf die zwischenmenschlichen Verhältnisse in seinem Verein.
"Ich versuche, meine Beziehungen zu den Menschen so zu gestalten, wie ich bin", sagte er: "In einer Beziehung geht es darum, dass man zeigt, wie man wirklich ist. Glauben Sie, ich war in dieser Saison noch nie wütend? Ich war schon oft wütend."
Die menschliche Komponente dürfe laut Ancelotti auf diesem Niveau aber nie verloren gehen. "Für mich geht es darum, mit Menschen auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten, und dafür muss man respektiert werden. Das ist mir gelungen, auch in schwierigen Zeiten. Ein Fußballer ist nicht nur ein Fußballer, sondern auch ein Mensch", so der Italiener.

Ancelotti bei Real Madrid vor dem Aus

Spanischen Medienberichten zufolge soll der Coach der Königlichen nach dem Finale der Copa del Rey gegen den FC Barcelona am kommenden Samstag (21:00 Uhr) entlassen werden. Hinsichtlich seiner Zukunft gab sich Ancelotti aber einmal mehr gelassen.
"Mir geht es sehr gut. Der Klub ist sich bewusst, dass es eine schwierigere Saison war", so der ehemalige Trainer des FC Bayern: "Gemeinsam versuchen wir, mit den Schwierigkeiten umzugehen."
Mit der Erwartungshaltung kommt Ancelotti sehr gut zurecht. "Es ist normal, dass Druck und Stress steigen. Aber der Stress ist Benzin für mich", kommentierte er: "Mich stört er nicht, er gibt mir mehr Energie, um mehr über die Dinge nachzudenken. Solange ich morgens aufstehe, läuft alles gut."
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Quelle: Perform


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