Barça-Star Ronald Araújo bricht Schweigen nach Auszeit beim FC Barcelona und spricht über psychische Gesundheit

Ronald Araújo nahm sich nach seiner Gelb-Roten Karte für den FC Barcelona beim FC Chelsea in der Champions League am 25. November 2025 eine Auszeit. Am 11. Januar 2026 kehrte der 26-Jährige zurück in den Barça-Kader von Trainer Hansi Flick und traf zuletzt in der Copa del Rey gegen Albacete (2:1). Im Interview mit der spanischen "Mundo Deportivo" hat er nun die Gründe für sein Fehlen geschildert.

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Quelle: Perform

"Ich litt seit anderthalb Jahren unter Angstzuständen, die sich zu einer Depression entwickelten, und spielte trotzdem weiter", erklärte Araújo.
Nach der etwa sechswöchigen Auszeit gehe es ihm mittlerweile "sehr gut": "Ich habe mich sehr verändert, weil ich in dieser Zeit viel gelernt habe."
Der Uruguayer sehe die Dinge nun "aus einer anderen Perspektive" - auch dank professioneller psychologischer Hilfe: "Die Auszeit hatte ihren Sinn, denn letztendlich konnte ich mit Fachleuten daran arbeiten, auch familiär und spirituell. Das war genau das, was ich brauchte."
Mittlerweile fühle er sich "wie ein völlig anderer Mensch", verriet er der "Mundo Deportivo".

Araújos negatives Schlüsselerlebnis gegen den FC Chelsea

Nach der 0:3-Niederlage Barças beim FC Chelsea Ende November in der Königsklasse war Araújo für seine Gelb-Rote Karte in den sozialen Medien stark angefeindet worden.
Der Uruguayer sagte dazu: "An diesem Tag wurde mir klar, dass es so weit war, dass ich mit Fachleuten und dem Verein sprechen musste, damit sie mir helfen konnten."
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Ronald Araujo jubelte zuletzt wieder für den FC Barcelona

Fotocredit: Getty Images

Nach der Partie entschloss er sich dazu, für einige Zeit nicht bei Barça mitzutrainieren und reiste stattdessen laut diversen Berichten nach Israel.
"In diesem Moment machte es bei mir klick und ich sagte mir: 'Es ist etwas los, ich muss meine Hand heben und um Hilfe bitten.' Ich gehöre zu den Menschen, die alles für sich behalten, aber man muss auch verstehen, dass es Fachleute gibt, die einem helfen können, die einem Werkzeuge an die Hand geben, um mit bestimmten Situationen umzugehen."

Araújo: "Wir sind mehr als nur Fußballer"

Der Platzverweis und die negativen Reaktionen darauf seien jedoch nicht der einzige Grund für die Auszeit gewesen: "Es war eine Ansammlung von Dingen. Ich war schon seit langer Zeit nicht mehr in Form, vielleicht seit mehr als anderthalb Jahren fühlte ich mich nicht gut. Man versucht, stark zu sein", schilderte der Abwehrspieler: "Ich fühlte mich nicht gut. Nicht nur sportlich, sondern auch familiär und persönlich."
Araújo resümierte abschließend: "Letztendlich sind wir mehr als nur Fußballer. Es geht nicht nur um Geld und Ruhm. Man leidet auch unter den Dingen, die auf dem Spielfeld passieren. Wir haben das Glück, das tun zu können, was wir tun, ja, aber da ist auch der Mensch, da sind die Gefühle. Ich bin den Menschen dankbar, denn ich habe in der Zeit, in der ich mich entschlossen habe aufzuhören, viel Unterstützung erfahren, und das hilft. Man muss verstehen, dass wir mehr als nur Fußballer sind, wir sind Menschen."
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Quelle: Perform


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