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La Liga - Florentino Pérez stürzt Real Madrid mit umstrittener Pressekonferenz ins Chaos: "Striptease der Arroganz"
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Publiziert 14/05/2026 um 13:26 GMT+2 Uhr
Ein pöbelnder Präsident, prügelnde Spieler und ein Starcoach in der Warteschleife - bei Real Madrid herrschen anarchische Zustände. Vor dem Hintergrund einer titellosen Saison warf Real-Präsident Florentino Pérez mit Korruptionsvorwürfen gegen die Liga und den schärfsten Rivalen FC Barcelona um sich, beleidigte Journalistinnen und drogte an, den Posten als Präsident nicht räumen zu wollen.
Flick würdigt Perez-Vorwürfe "keine Antwort"
Quelle: Perform
Für die einen war es Donald Trump auf Spanisch, andere fühlten sich an die legendäre "Menschenrechte"-PK von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge beim FC Bayern erinnert. In 64 bizarren Minuten voller Attacken und Tiraden gegen die "Feinde von Real Madrid" hat Präsident Florentino Pérez das ganze Chaos bei den Königlichen offengelegt - und den größten Fußballklub der Welt in seinen Grundfesten erschüttert.
"Sie werden mich schon erschießen müssen, um mich hier rauszukriegen", polterte der Real-Boss am Dienstagabend, als er inmitten der größten sportlichen Krise seit Jahren überraschend Neuwahlen ausrief. Die Zeitung "El País" schrieb, Pérez habe "einen Striptease seiner Arroganz, seines Größenwahns und seines Machismo" aufgeführt, "El Mundo" kommentierte nach einem Auftritt für die "Liebhaber der Komik", der Patron habe "seine Maske fallenlassen".
Pérez sprach von einer "Schmutzkampagne" gegen seine Person und Real, von einer "Verschwörung" der Medien. Er knöpfte sich einzelne Reporter im Saal vor, sprach einer Journalistin aufgrund ihres Geschlechts die Fachkompetenz ab, vergriff sich gegenüber einer anderen ("das Mädchen") im Ton, spielte die Schlägerei der Profis Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni herunter und, klar, attackierte seinen Lieblingsfeind, den Erzrivalen FC Barcelona.
Der spanische Meister gab eiligst eine Mitteilung heraus, wonach er sich rechtliche Schritte vorbehalte. Pérez hatte mit Bezug auf den "Fall Negreira" um die mögliche Beeinflussung von Schiedsrichtern durch Barcelona ("Der größte Korruptionsskandal in der Geschichte des Fußballs") behauptet, Real seien sieben Meisterschaften gestohlen worden.
Titellose Saison für Real
In einem kaum weniger spektakulären Auftritt in der viel gesehenen Sendung "El Chiringuito" des spanischen TV-Kanals "La Sexta" wiederholte er am Mittwochabend seine Vorwürfe. Auf den offenen, versöhnlichen Brief seines möglichen Gegenkandidaten, des milliardenschweren Unternehmers Enrique Riquelme, reagierte der 79-Jährige herablassend: "Ich kenne diesen Herrn nicht."
Liga-Boss Javier Tebas kommentierte am Donnerstagmorgen bei "X", Pérez habe "seinen wahren Charakter, sein wahres Wesen offenbart". Pérez' Vorwurf der Tatenlosigkeit im "Fall Negreira" gegenüber der Liga sei eine Lüge.
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Flick würdigt Perez-Vorwürfe "keine Antwort"
Quelle: Perform
All diese Auseinandersetzungen spielen sich vor dem Hintergrund einer Saison ohne Titel ab, in der nach Xabi Alonso mit Álvaro Arbeloa der nächste Real-Trainer vor dem Aus steht. Pérez, heißt es, wolle Starcoach José Mourinho von Benfica Lissabon zurückholen.
Nadal weist Gerüchte zurück
Am Dienstag wich er Fragen dazu aus, am Mittwoch meinte er, eine Rückkehr stehe aktuell "nicht zur Debatte". Dieses nur vermeintliche Dementi würzte er mit der Aussage, er möge nicht nur "Mou", sondern "alle Trainer", aber er stelle den Coach bei Real ja nicht ein.
Zeitgleich wies Tennisidol Rafael Nadal Berichte zurück, die ihn mit der möglichen Riquelme-Kandidatur in Verbindung bringen. Der 37 Jahre alte Geschäftsmann, Mitgliedsnummer 43.858, stellte derweil klar, dass er "sämtliche" Voraussetzungen für den Wahlkampf erfülle.
Dazu zählt eine Garantie über 15 Prozent des Klubumsatzes - 187 Millionen Euro. Ein Klacks für den "Sonnenkönig", wie Riquelme in Anspielung auf sein Unternehmen genannt wird, das im Bereich erneuerbare Energien weltweit führend ist.
Aber was heißt das schon? Schließlich ist "Papa Pérez" der "beste Präsident in der Geschichte von Real Madrid". Sagte: Pérez.
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(SID)
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Enrique nach Titelgewinn: "Schwierigste Meisterschaft"
Quelle: Perform
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