Journalistin wehrt sich gegen Angriff von Real-Präsident Florentino Pérez: "Ich bin diese Frau, von der er spricht"
VonNiklas Bien
Publiziert 13/05/2026 um 15:27 GMT+2 Uhr
Real-Präsident Florentino Pérez hat am Dienstag mit seiner 64-minütigen Wutrede für Aufsehen gesorgt. Der 79-Jährige witterte eine Verschwörung gegen den Verein und seine Person und ging deswegen hart mit der Presse ins Gericht. Unter anderem eine Journalistin der Zeitung "ABC" bekam den Zorn von Peréz zu spüren. Nun hat sich die Betroffene María José Fuenteálamo bei "X" zu Wort gemeldet.
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Quelle: Perform
Es war ein spezieller Auftritt von Pérez, Präsident von Fußball-Gigant Real Madrid. Nach einer offenkundig verkorksten Saison musste der Klub-Boss seinem Ärger Luft machen.
Dabei lieferte sich Pérez einen heftigen Schlagabtausch mit "ABC"-Reporter Ruben Canizares.
In seiner Wut schoss der 79-Jährige gegen Canizares' Kollegin María José Fuenteálamo. "Ihr legt euch jeden Tag mit Madrid an. Schau dir mal an, welche zwei Artikel sie heute schreiben", sagte Pérez und kam danach - indirekt - auf Fuenteálamo zu sprechen.
"Einer davon stammt von einer Frau, von der ich nicht weiß, ob sie überhaupt etwas von Fußball versteht", ätzte der Bauunternehmer.
Journalistin wehrt sich gegen Pérez
Die Journalistin, die bei der Pressekonferenz am Dienstag gar nicht vor Ort war und entsprechend unverhofft ins Kreuzfeuer geriet, ließ diesen Angriff nicht auf sich sitzen.
"Ich bin diese Frau, von der Florentino spricht. Das ist meine Kolumne. Urteilen Sie selbst", schrieb Fuenteálamo auf "X" und verlinkte ihren Artikel mit dem Titel "Real Madrid und die Stumpfsinnigkeit des Verlierers", in dem sie den Umgang der Königlichen mit den neuesten Niederlagen behandelt.
Fuenteálamo ist indes keine Sportjournalistin, wie sie selbst klarstellte. Entsprechend erstaunt sei sie gewesen, dass ausgerechnet ihr der Angriff galt.
"Ja, verehrter Präsident, all das bin ich. Eine Frau - und was soll es schon ausmachen, was ich über Fußball weiß. Denn das hat nichts mit Fußball zu tun. Und jetzt bin ich diejenige, die zweifelt, ob Sie das wissen - oder nicht!", schrieb die Journalistin, der es in ihrem Artikel nicht um eine sportliche Analyse ging, sondern darum, was das Verhalten der Real-Akteure außerhalb des Stadions bewirke.
Die Attacke des Real-Präsidenten auf Fuenteálamo war nur einer von vielen skurrilen Momenten des Rundumschlags. Unter anderem brachte Pérez den Vorwurf der Schiedsrichtermanipulation durch den FC Barcelona an.
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Quelle: Eurosport
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