Marc-André ter Stegen feiert Comeback im Tor des FC Barcelona: Nur ein laues Lüftchen oder eine neue echte Chance?

Marc-André ter Stegen stand beim Pokalspiel des FC Barcelona gegen CD Guadalajara (2:0) erstmals seit knapp sieben Monaten wieder im Tor der Katalanen. Ein unverhofftes Comeback, hatte Barça-Trainer Hansi Flick den deutschen Keeper zu Saisonbeginn doch zur Nummer drei degradiert. Offenbar war Flick aber gar nicht Urheber der Idee. Bekommt ter Stegen dennoch eine neue, echte Chance?

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Quelle: Eurosport

Hinten raus wurde es doch nochmal ernst für Marc-André ter Stegen. Der freche Drittligist CD Guadalajara überspielte die letzte Verteidigungslinie des FC Barcelona und hatte "die" Chance zum Ausgleich.
Stürmer Salifo Mendes zündete aus 20 Metern Torentfernung eine Fackel, der Ball drehte sich gefährlich vom Zentrum des Tores nach außen. Ter Stegen riss die Arme hoch und parierte das Geschoss gekonnt mit beiden Fäusten.
Da waren 79 Minuten gespielt, wenig später machte Marcus Rashford mit dem Treffer zum 2:0 den Deckel drauf. Glanzlos erreichte Barça die nächste Runde der Copa Del Rey, das Gesprächsthema war aber ter Stegen.
Fast sieben Monate nach seinem letzten Einsatz durfte der 33-Jährige wieder das Tor der Katalanen hüten. In Spanien gab es unterschiedliche Medienberichte über die ungewöhnliche Maßnahme von Hansi Flick.

Medienbericht: Szczęsny setzte sich für ter Stegen ein

Einerseits wurde ter Stegens Comeback quasi als Flicks "Abschiedsgeschenk" an den Keeper interpretiert, andere Medien schrieben von einer Entscheidung, die nicht Flick, sondern Wojciech Szczęsny, etatmäßige Nummer zwei bei Barça, getroffen habe.
Demnach habe der Pole als erste Alternative für den geschonten Stammtorhüter Joan Garcia auf seinen Einsatz verzichtet, um ter Stegen zum Comeback zu verhelfen. Eine feine Geste - wenn dem tatsächlich so sein sollte.
Wer am Ende auch immer seine Hände im Spiel hatte - die Rückkehr von ter Stegen in den Kasten war eine Überraschung und sorgte bei der Klubführung angeblich für Irritationen.
Laut der klubnahen Zeitung "El Mundo Deportivo" habe man sich im Kreis der Bosse über die Entscheidung gewundert, da ausgemacht sei, ter Stegen im Januar abzugeben.

Flick sagt erneut "nein" zu ter Stegen

Davon war bei Flick aber keine Rede. "Ich respektiere Marc sehr, ich habe mit ihm darüber gesprochen, er ist auch eine Bereicherung für die Mannschaft. Es ist seine Entscheidung, ob er bleibt oder geht", hatte der Coach am Tag vor dem Pokalspiel gesagt.
Zugleich bezeichnete Flick ter Stegen als "fantastischen Torhüter und tollen Menschen". Eine Aussage, die für helle Aufregung in Katalonien sorgte. Flick lobt den zu Saisonbeginn unsanft aussortierten Keeper und lässt ihn - entgegen früherer Statements - auch noch spielen.
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Finden wohl nicht mehr zueinander: Marc-André ter Stegen und Hansi Flick

Fotocredit: Getty Images

Bekommt ter Stegen also wahrhaftig eine neue, echte Chance beim FC Barcelona? Flicks Antwort ist "nein." "Für mich ist Marc der Kapitän. Es war eine gute Gelegenheit für ihn, er hat dem Verein viel gegeben. Wir haben mit dem Trainerstab gesprochen und entschieden, dass er spielt. Nur für dieses Spiel", verkündete Flick nach der Partie in Guadalajara.
Weitere "Umfaller" von Flick in der Causa ter Stegen sind nicht zu erwarten, da sich der Coach andernfalls unglaubwürdig machen würde.

Frankreich, England, Türkei? Das sind angebliche ter-Stegen-Optionen

Doch noch immer gibt es eine klare Tendenz, wie es mit dem Nationaltorhüter auf Halde ab Januar weitergeht. Laut einem Bericht der "Sportbild" hat ter Stegen mittlerweile eingesehen, dass sein Kampf um den Platz im Barça-Tor vergeblich ist. Will er bei der WM 2026 im deutschen Tor stehen, muss er regelmäßig spielen. Das geht nur außerhalb Barcelonas.
Immer wieder wurde zuletzt vom Interesse mehrerer europäischer Klubs berichtet - darunter waren oder sind die AS Monaco, Tottenham Hotspur, Manchester United und Besiktas Istanbul.
Eine heiße Spur hat sich noch nicht ergeben. Dies könnte sich aber bald ändern, da die Klubs erst dann mit Spielern, deren Verträge über 30. Juni 2026 hinaus laufen, verhandeln dürfen. Ter Stegen ist noch bis 2028 an Barcelona gebunden.
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Quelle: Perform


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