Atlético Madrid in Jahr eins nach Antoine Griezmann: Wechsel-Theater um Julián Álvarez gefährdet Titelträume der Rojiblancos

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Die vergangene Saison endete für Atlético Madrid mit einer herben Enttäuschung. Im Finale der Copa del Rey unterlagen die Rojiblancos Real Sociedad im Elfmeterschießen. Die Sehnsucht der Anhänger auf den ersten Titel seit 2021 geht somit in die nächste Runde. Ist Atléti 2026/2027 endlich wieder reif für Pokale? Das hängt stark vom Ausgang der Seifenoper um Starstürmer Julián Álvarez ab.

Kein Álvarez-Wechsel: Simeone zieht Vergleich mit Griezmann

Quelle: Perform

Atlético Madrid legte bei der WM 2026 noch eins drauf. Zum dritten Mal in Folge stellten die Rojiblancos die meisten Profis im WM-Finale. 2018 in Russland und 2022 in Katar waren vier Spieler von Atléti dabei, am 19. Juli in New York sogar zehn (!) inklusive Neuzugang Alejandro Grimaldo.
Mit Marcos Llorente, Marc Pubill, Alex Baena und Grimaldo stehen vier Weltmeister im Kader für die Saison 2026/27. Während Nico González und Thiago Almada den Verein verlassen haben, tummeln sich mit Juan Musso, Giuliano Simeone, Nahuel Molina und JJulián Álvarez zusätzlich vier Vize-Weltmeister im Aufgebot.
Auf den ersten Blick verfügt Atlético also über genügend Qualität, um die über fünf Jahre andauernde titellose Zeit endlich zu beenden. Doch der WM-Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Nach der 1:3-Pleite im Test gegen Manchester City beklagte Trainer Diego Simeone die Umstände in der Saisonvorbereitung.
"Ich bin ein bisschen besorgt. Wir haben bald das erste Pflichtspiel und eigentlich keine Zeit, mal mit allen Spielern zu trainieren und Automatismen einzustudieren", sagte der Argentinier. Zusätzlich erschwert wird die Vorbereitung durch das Wechsel-Hickhack um Starstürmer Álvarez.

Atlético Madrid: Das ist neu

Atlético hat erneut in den Kader investiert und dabei vor allem an Profilen gearbeitet, die Simeones Team mehr Spielkontrolle und Kreativität geben sollen.
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Atlético-Neuzugang Morten Hjulmand stoppt ManCitys Phil Foden

Fotocredit: Getty Images

Mit Morten Hjulmand kam von Sporting Portugal für 40 Millionen Euro Ablöse ein defensiver Mittelfeldspieler, der Energie und Struktur verbindet, während Grimaldo auf der linken Seite für deutlich mehr offensive Qualität sorgen soll.
Auch Kang-in Lee (40 Mio. Euro von PSG) steht für den Versuch, die Mannschaft technisch noch variabler zu machen. Gleichzeitig endet mit dem Abgang von Antoine Griezmann (ablösefrei zu Olando City SC) endgültig eine Ära.

Atlético Madrid: Das Fragezeichen

Die Zukunft von Julián Álvarez. Atléticos Stürmer Nummer eins, der in den letzten zwei Jahren 49 Pflichtspieltore für Atlético erzielte, wurde zunächst vom verhassten Stadtrivalen Real Madrid umworben. Die Königlichen kassierten eine deutliche Absage - doch das ligainterne Werben um den 26-Jährigen hörte damit nicht auf.
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Wie oft noch? Julian Alvarez trifft für Atlético Madrid

Fotocredit: Getty Images

Der FC Barcelona hat Álvarez als Nachfolger von Robert Lewandowski auserkoren und damit beim 26-Jährigen einen wunden Punkt getroffen. Wie die Zeitung "El Mundo Deportivo" berichtet, soll Álvarez nach seiner Rückkehr aus dem WM-Urlaub am Montag das Gespräch mit Simeone und Klubchef Miguel Ángel Gil Marín gesucht haben mit dem Ziel, die Freigabe zu erhalten.
Doch daraus wurde nichts. Simeone düste für einen Kurzurlaub nach Ibiza, auch Gil Marín war nicht zu sprechen. Daraufhin sei Álvarez laut dem Bericht regelrecht "explodiert" und habe seinen Mitspielern mitgeteilt, dass sie in der kommenden Saison "nicht mit ihm rechnen" sollten. Auch der Satz "Ich bin raus" soll gefallen sein. Inzwischen wird sogar über einen möglichen Trainingsstreik spekuliert.
Bislang lehnt Atlético jegliche Verhandlungsbereitschaft ab und verweist auf die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 500 Millionen Euro. Barça soll 120 Millionen geboten haben. Der Ausgang der Seifenoper ist total offen. Sollte sich Álvarez' Wechselwunsch durchsetzen, wäre das ein harter Schlag für die Rojiblancos - unabhängig von der Höhe der Ablösesumme.

Atlético Madrid: Die neue Hoffnung

Die Entwicklung des Mittelfelds. Spieler wie Pablo Barrios, Álex Baena oder Johnny Cardoso bringen Dynamik, Spielintelligenz und Kreativität mit, ohne die defensive Stabilität zu vernachlässigen.
Atlético ist dadurch deutlich weniger berechenbar als noch vor einigen Jahren, als sich das Offensivspiel oft auf Umschaltmomente beschränkte. Heute kann die Mannschaft Spiele kontrollieren, Ballbesitzphasen gestalten und gleichzeitig ihre typische Aggressivität gegen den Ball aufrechterhalten.
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Johnny Cardoso

Fotocredit: Getty Images

Die Neuzugänge Hjulmand und Lee passen ideal in dieses Konzept und bieten Simeone zusätzliche Alternativen. Atlético hat vielleicht nicht den spektakulärsten Kader Europas, aber einen der belastbarsten. Und gerade in den entscheidenden Monaten einer Saison ist das oft mehr wert als jeder große Name.

Atlético Madrid: Hier ist noch Bedarf

Der Kader wirkt insgesamt ausgewogen, doch nach dem Griezmann-Abgang fehlt weiterhin ein Spieler, der konstant Chancen kreiert und Spiele mit einem Moment Genialität entscheidet. Álvarez ist eher Vollstrecker und Antreiber als klassischer Spielmacher und vielleicht bald kein Rojiblanco mehr.
Ein offensiver Unterschiedsspieler würde Atlético gut zu Gesicht stehen. Auch die Flügelpositionen könnten noch mehr Geschwindigkeit vertragen. Laut "L‘Équipe" ist der vielseitige Angreifer Matias Fernandez-Pardo (21) von OSC Lille ins Visier der Madrilenen geraten. Kostenpunkt ca. 35 Millionen Euro inklusive Boni.

Atlético Madrid: Das kommt auf Diego Simeone zu

Der Chefcoach, seit 2011 ununterbrochen als Verantwortlicher an der Seitenlinie der Rojiblancos, steht vor der spannendsten Aufgabe seit Jahren: Atlético ist stark genug für Titel, wie der Einzug ins Halbfinale der Champions League und das Erreichen des Pokalfinals in der letzten Saison zeigte.
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Diego Simeone

Fotocredit: Getty Images

Diesen Eindruck muss Allético nun bestätigen, zumal der Verein hohe Ansprüche hat und die Fans nach Titeln lechzen. Simeones Herausforderung: die berühmte Defensiv-DNA bewahren und gleichzeitig offensiv den nächsten Schritt gehen und mit Dominanz und Konstanz mit dem Ball gegen tief stehende Gegner auf den Platz zu bringen.
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Quelle: Perform


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