FC Barcelona macht ernst: Mit Rodri zurück zum Henkelpott der Champions League - doch ein Transfer fehlt noch

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Rodri, Karim Adeyemi, Anthony Gordon: Der FC Barcelona hat im Sommer kräftig investiert und seinem Kader neue Qualitäten verpasst. Doch mit Robert Lewandowski und Ferran Torres gingen auch zwei langjährige Leistungsträger. Vor allem die Sturmspitze ist noch immer verwaist. Macht der Königstransfer Barça tatsächlich besser - oder bleibt trotz Millionen-Investitionen eine entscheidende Baustelle?

Adeyemi über Barça-Wechsel: "Flick ist der Grund"

Quelle: Perform

In einer lässigen schwarzen Jeans und einem lockeren weißen Shirt trat Rodri aus dem Flughafengebäude und weckte Träume von einer goldenen Zukunft beim FC Barcelona. "Die Champions League? Wir wollen alles gewinnen!", sagte der spanische Weltmeister-Kapitän.
Noch war sein Vertrag bei den Katalanen da nicht unterschrieben, die Transfer-Saga um den Ballon-d'Or-Gewinner von 2024 war dennoch beendet: Der spanische Meister hat das Rennen um den wohl besten Sechser der Welt gewonnen und den Erzrivalen Real Madrid mit seinem Königstransfer ausgestochen.
Ein klares Zeichen: Der FC Barcelona hat in diesem Sommer ordentlich aufgerüstet. Rodri ist dabei der Königstransfer: 76,5 Millionen Euro lassen sich die Katalanen die Dienste Welt- und Europameisters einem Bericht von "The Athletic" nach kosten, dazu kamen mit Karim Adeyemi und Anthony Gordon zwei weitere namhafte Offensivspieler. Auf dem Papier verspricht das einiges.
Doch die Rechnung ist nicht ganz so einfach, denn mit Robert Lewandowski und Ferran Torres verlor Barça auch zwei langjährige Stützen in der Offensive. Vor allem der Abgang des polnischen Mittelstürmers hinterlässt eine Lücke, die bislang nicht geschlossen wurde. Rodri macht jede Mannschaft besser - ein fehlendes Sturmzentrum kann er aber nicht kompensieren.
Es stellt sich dennoch die Frage: Ist Barça wirklich stärker geworden?

FC Barcelona: Das ist neu

Die Offensive bekommt ein neues Gesicht. Mit Robert Lewandowski und Ferran Torres sind zwei wichtige Bestandteile der vergangenen Saison weg - der Pole wechselte zu Chicago Fire, WM-Finaltorschütze Torres ging zum Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain. Dafür stehen mit Karim Adeyemi und Anthony Gordon zwei neue Offensivkräfte bereit.
Die Konstanten bleiben Lamine Yamal und Raphinha. Beide dürften zunächst die besten Karten auf einen Stammplatz haben. Dahinter beginnt der Konkurrenzkampf: Gordon und Adeyemi sind die Herausforderer - und bringen Qualitäten mit, die Barcelonas Angriff noch variabler machen (können).
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Anthony Gordon (r.) im Testspiel für seinen neuen Klub FC Barcelona gegen den FC Basel

Fotocredit: Getty Images

Vor allem Adeyemi könnte für Hansi Flick zum X-Faktor werden. Der 24-Jährige ist nicht auf den Flügel festgelegt, sondern kann auch im Sturmzentrum spielen. In seiner Zeit bei Red Bull Salzburg agierte er sogar häufiger als Mittelstürmer. Sollte Barça auf der Suche nach einem neuen Neuner weiter leer ausgehen, könnte Adeyemi nach Jahren auf dem Flügel wieder in die Sturmspitze wandern.
Nach dem guten Auftritt des Deutschen im Testspiel gegen den FC Basel (5:2) schrieb die "Marca": "Adeyemi spricht eine Warnung aus.” Er habe "besonders herausgeragt". Laut "Sport" sei der Ex-Dortmunder gar der "Star des Abends" gewesen.
Dass die Katalanen im Sturmzentrum noch einmal nachlegen wollen, gilt aber als wahrscheinlich.

FC Barcelona: Die neue Hoffnung

Rodri. Mehr Königstransfer geht kaum. Weltmeister 2026, Europameister 2024, Ballon-d'Or-Gewinner 2024 - und nun der neue Taktgeber des FC Barcelona. Der Spanier soll, sofern der Medizincheck bestanden wird, im Zentrum genau das liefern, was Barça auf dieser Position braucht: Kontrolle, Ruhe und die Fähigkeit, ein Spiel aus der Tiefe heraus zu diktieren.
"Ich bin sehr froh, angekommen zu sein. Die letzten Tage waren intensiv, aber ich bin froh, dass alles geregelt ist", sagte Rodri am Montagabend: "Natürlich ist es ein Traum, für den FC Barcelona zu spielen." Am Dienstagmorgen stand laut spanischen Medien der obligatorische Medizincheck an, eine offizielle Verkündung der Schlüsselpersonalie sollte nach Informationen der Nachrichtenagentur "AFP" aber erst "in den kommenden Tagen" folgen.
Für Rodri spricht dabei nicht nur seine individuelle Klasse. Sein Spiel passt nahezu perfekt zu dem Fußball, den Barça und die spanische Nationalmannschaft verkörpern. Bei der WM 2026 wurde der Mittelfeldspieler folgerichtig zum besten Spieler des Turniers gewählt. In Barcelona trifft er nun auf ein System, das ihm bestens vertraut ist - und auf etliche Mitspieler aus der Selección.
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Bald auch beim FC Barcelona Teamkollegen: Rodri (l.) und Lamine Yamal

Fotocredit: Getty Images

Pedri, Dani Olmo und Rodri: Diese Kombination könnte künftig nicht nur im Nationaltrikot für Furore sorgen, sondern auch im Barça-Trikot. Währenddessen schickte Erzrivale Real Madrid bekanntlich keinen einzigen Spieler zur WM in die USA, Kanada und Mexiko.
Rodri ist dabei nicht nur ein Abräumer. Er kann das Tempo bestimmen, Linien mit seinem Passspiel überspielen und seinem Team Struktur geben. Gerade für Hansi Flick dürfte das ein Geschenk sein. Denn vorne hat Barça mit Lamine Yamal, Raphinha, Anthony Gordon und Karim Adeyemi jede Menge Tempo und Kreativität. Rodri soll dahinter den Taktstock schwingen.
Gelingt es Flick, diese Puzzleteile zusammenzubringen, könnte Barcelona im Zentrum noch dominanter werden. Und Rodri wäre nicht nur der Star im Mittelfeld – sondern der Spieler, der aus vielen starken Einzelteilen eine noch stärkere Mannschaft macht.

FC Barcelona: Das Fragezeichen

Karim Adeyemi. Das Potenzial des 24-Jährigen ist unbestritten. Seine Geschwindigkeit ist beeindruckend, sein Antritt kann Spiele im Alleingang aufreißen. Genau das zeigte er beim 5:2 gegen Basel mit Tor und Vorlage. "Ich habe vor keinem Spieler Angst. Ich weiß, dass ich eine Chance auf einen Einsatz habe, wenn ich mein Bestes gebe", sagte Adeyemi kurz nach dem Transfer im Interview mit "Mundo Deportivo".
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Karim Adeyemi will sich beim FC Barcelona gegen Lamine Yamal und Co. durchsetzen

Fotocredit: Getty Images

Doch der Wechsel nach Barcelona ist auch seine große Bewährungsprobe. In Dortmund blieb Adeyemi trotz herausragender Anlagen häufig die Konstanz schuldig. Dazu kamen immer wieder Nebenkriegsschauplätze, die für Unruhe sorgten und ihn in ein fragwürdiges Licht stellten - Stichwort Mystery-Box.
In Barcelona wird man sich solche Eskapaden kaum gefallen lassen. Und auch sportlich wird ihm nichts geschenkt: Mit Lamine Yamal, Raphinha und 70-Millionen-Neuzugang Anthony Gordon ist die Konkurrenz gewaltig. Adeyemi muss also nicht nur schnell sein, sondern schnell erwachsen werden und seinem Spiel die nötige Konstanz hinzufügen.

FC Barcelona: Hier ist noch Bedarf

Im Sturmzentrum. Dort klafft nach dem Abgang von Robert Lewandowski und dem (bislang) gescheiterten Versuch, Julián Álvarez von Atlético Madrid loszueisen, eine ziemlich prominente Lücke.
Flick verfügt über ein Offensivarsenal, um das ihn viele Trainer beneiden dürften. Einen klassischen Neuner, der regelmäßig 25 bis 30 Tore garantiert, sucht man allerdings vergeblich. Namen gab es in den vergangenen Wochen reichlich - von Nick Woltemade bis Niclas Tresoldi.
Nun wird ein neuer Name mit Barça in Verbindung gebracht: Viktor Gyökeres. Der 28-jährige Schwede soll laut spanischen Berichten als mögliche Verstärkung ins Visier geraten sein.
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Viktor Gyökeres feiert ein Tor gegen den FC Fulham

Fotocredit: Getty Images

Noch ist das nicht mehr als eine Spur, zumal Arsenal den Stürmer kaum freiwillig ziehen lassen dürfte. Fest steht: Barça muss in der Sturmspitze nachlegen. Die Zeit drängt.

FC Barcelona: Das kommt auf Hansi Flick zu

Gestiegene Ansprüche. Hansi Flick hat sich seinen Vertrauensvorschuss verdient. Zwei Meistertitel in Folge und eine Copa del Rey (2024/25) in seiner zweijährigen Zeit bei Barça sprechen für sich – entsprechend verlängerte der Klub den Vertrag des Trainers im Mai vorzeitig bis 2028. Und auch auf dem Transfermarkt bekam Flick die Möglichkeit, seinen Kader nach eigenen Vorstellungen umzubauen. Ganz fertig ist das Puzzle allerdings noch nicht: Ein Mittelstürmer fehlt weiterhin.
Mit der Zeit steigen bei einem Trainer aber auch die Erwartungen. Barça will nicht nur national dominieren, sondern in Europa wieder ganz nach oben. Seit dem Champions-League-Triumph 2015 wartet der Klub auf den Henkelpott, lediglich zwei Halbfinal-Teilnahmen stehen seitdem zu Buche. Viel zu wenig für die Katalanen.
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Seit 1. Juli 2024 Trainer des FC Barcelona: Hansi Flick

Fotocredit: Getty Images

Als zweifacher Meister geht Barcelona nun mit entsprechendem Anspruch in die neue Saison. Rodri und Co. sollen dabei helfen, den nächsten Schritt zu machen und unterstreichen diesen Anspruch. Flick hat sich mit seinen Erfolgen Zeit und Vertrauen erarbeitet – jetzt soll er daraus eine Mannschaft formen, die nicht nur in Spanien, sondern auch in der Champions League um den Titel mitspielt.
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Nach Schwächeanfall: Bayerns "Team Day" findet ohne Musiala statt

Quelle: SNTV


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