Vor dem anstehenden Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain setzte Pep Guardiola ein Zeichen und bot seine prominenteste Elf auf: Zack Steffen erhielt wie immer im Pokal den Vorzug, Stammkeeper Ederson nahm auf der Bank Platz. Ansonsten spielten Aymeric Laporte, Joao Cancelo, Fernandinho, Kevin De Bruyne und Raheem Sterling für John Stones (gesperrt), Oleksandr Zinchenko, Rodri, Bernardo Silva und Gabriel Jesus.
Bei den Spurs konnte man wieder auf Kapitän und Torjäger Harry Kane setzen. Außerdem spielte Harry Winks im Mittelfeld. Tanguy Ndombélé und Gareth Bale nahmen im Vergleich zum 2:1 gegen Southampton auf der Bank Platz.
Vor 8.000 Zuschauern - beide Vereine erhielten jeweils 2.000 Tickets - gab City von Anfang an den Ton an und schnürte Tottenham im letzten Drittel ein. Phil Foden hatte die erste gute Möglichkeit (7.), ehe Toby Alderweireld goldrichtig stand und einen Schuss von Sterling vor der Linie klären konnte (14.).
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Manchester bestimmte den Rhythmus, presste früh und agierte immer wieder mit vertikalen Bällen. So erspielte sich der Sieger der vergangenen drei Jahre reihenweise gute Möglichkeiten, ohne jedoch einen Schuss direkt aufs Tor zu bringen. Alderweireld fälschte eine Direktabnahme von Foden an den Pfosten ab (26.), Sterling (30.) und Mahrez (35./37.) verfehlten ihr Ziel hauchdünn.
Tottenham kam wesentlich aktiver aus der Kabine, stand höher und brachte mehr Bewegung ins Spiel. Giovanni Lo Celso gab einen ersten Warnschuss ab, den Steffen mit einer starken Parade entschärfen konnte (47.). City war in dieser Phase bemüht, die Intensität hochzuhalten, um so die Spurs gar nicht erst richtig ins Spiel kommen zu lassen.
In der Folgezeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Tottenham immer wieder längere Ballbesitzphasen hatte. City ließ die Spielfreudigkeit der ersten Hälfte vermissen und legte und Fokus vermehrt auf Umschaltaktionen. Eine davon schloss Mahrez vielversprechend ab, doch Hugo Lloris fischte den Ball aus der linken Ecke (73.).
Ansonsten stand Tottenham defensiv nun viel sicherer und stellte die Passwege auf Foden und Sterling besser zu. So kamen die beiden Engländer viel weniger zu Geltung im zweiten Durchgang. Ein Standard besorgte schließlich den einzigen Treffer der Partie: Laporte stieg am höchsten und köpfte unhaltbar in die Ecke (82.). In den Schlussminuten drückte Manchester gar auf den zweiten Treffer, während von den Spurs unterm Strich zu wenig kam.
Für Manchester geht es am Mittwoch in der Champions League gegen Paris weiter. In der Liga geht es dann am Samstag zu Crystal Palace (13:30 Uhr). Die Spurs empfangen am Sonntagabend (20:15 Uhr) das bereits als Absteiger feststehende Sheffield United.

Stimmen zum Spiel:

Fernandinho (Manchester City): "Ich bin sehr stolz und glücklich. Es ist immer toll, nach Wembley zu kommen und um den Titel zu spielen. Es ist unglaublich, wieder vor Fans zu spielen. Sie haben uns über 90 Minuten unterstützt. Nun versuchen wir ins Champions-League-Finale zu kommen. Paris hat schnelle Spieler, aber ich bin mir sicher, dass wir weiterkommen."
Aymeric Laporte (Manchester City): "Wir sind das Team, das alles gewinnen will. Somit kämpfen wir bis zum Ende. Wir mussten fokussiert bleiben und kämpfen, als wäre es das letzte Spiel. Wir wollen dieses Jahr Großes erreichen."

Das fiel auf: Kane kann das Spiel nicht beeinflussen

Als sich Harry Kane gegen Everton verletzte, saß der Schock bei den Spurs tief. Dem Superstar drohte erneut eine lange Pause. Auf den letzten Drücker wurde der Torjäger, der zusammen mit Son für 79 Prozent aller Ligatore verantwortlich war, fit und gab grünes Licht für das Finale. Doch Kane war die fehlende Fitness anzumerken. Dem Spurs-Kapitän fehlte die nötige Spritzigkeit, auch die Einzelaktionen waren selten von Erfolg gekrönt. Gegen Ende agierte Kane quasi aus dem Stand, seine Mitspieler mussten für ihn laufen. Unterm Strich muss man sich die Frage stellen, ob es gut war, Kane bis zum Ende auf dem Platz zu lassen.

Tweet zum Spiel:

Ein ungewohntes Bild: 8.000 Zuschauer wurden zum Finale des EFL zugelassen. Je 2.000 Fans kamen von den Spurs und den Citizens. Die Anhänger trieben ihre Spieler über 90 Minuten an. Auch die Spieler freuten sich über die Rückkehr ihrer Fans. Die City-Akteure feierten nach Schlusspfiff minutenlang mit den Zuschauern.

Statistik: 4

Mit dem vierten Triumph in Folge schreibt Manchester City Geschichte. Nun sind die Sky Blues mit insgesamt acht Erfolgen im EFL Cup der Rekordhalter mit Liverpool. Doch nicht nur City feierte einen historischen Erfolg. Für Pep Guardiola war es der vierte Sieg in diesem Wettbewerb in Serie, dieses Kunststück schaffte noch nie ein Manager zuvor. Mit vier Erfolgen zieht er nun auch mit einem gewissen José Mourinho gleich. Auf der anderen Seite geht das Warten auf einen Titel bei den Spurs weiter. Die Nordlondoner verloren nun vier Finals in Folge, allen voran das CL-Finale 2019 gegen Liverpool. Bei den Spurs wartet man nun seit 2008 auf eine Trophäe.
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