Für zehn Wechsel in der Startformation im Vergleich zum 2:2-Unentschieden gegen Tottenham Hotspur entschied sich Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und setzte damit auf eine klassische B-Elf. Etwas ernster ging Leicester die Pokalpartie an, unter anderem Torjäger Jamie Vardy kehrte in das Aufgebot von Brendan Rogers zurück.
Der Engländer sorgte direkt für Furore: Bereits in der 9. Minute bediente James Maddison den einlaufenden Vardy auf der rechten Seite, der Stürmer verwandelte mit einem satten Schuss ins lange untere Eck. Wenige Minuten später musste Liverpools Ersatzkeeper Caoimhin Kelleher erneut hinter sich greifen, weil die unerfahrene Defensive der Reds wackelte. Diesmal schickte Kiernan Dewsburry-Hall seinen Offensiv-Partner Patson Daka über links. Der 23-Järhige bewahrte kühlen Kopf und legte quer auf Vardy, den Ricardo Pereira nicht am zweiten Treffer hindern konnte (13.).
Zwar gelang Liverpool zeitnah das Anschlusstor durch Alex Oxlade-Chamberlain, der eine Vorlage von Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino annahm und von der Strafraumgrenze aus traf (19.), doch noch vor dem Seitenwechsel schlug Leicester erneut zu. Maddison erhöhte per Traumtor aus über 20 Metern auf den 3:1 (33.).
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Im zweiten Durchgang dominierten dann die Reds, die Foxes wurden immer harmloser. Klopp brachte zum zweiten Durchgang drei frische Spieler in die Partie. Einer von ihnen: Diogo Jota. In Minute 68 belohnte der Portugiese schließlich das wütende Auftreten seiner Mannschaft und erzielte mit einem präzisen Schuss ins lange Eck den Anschlusstreffer. Doch das war den Reds nicht genug - und der Fußballgott meinte es gut mit Liverpool.
Der ebenfalls eingewechselte Milner chippte die Kugel in der fünften Minute der Nachspielzeit aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, wo sich Takumi Minamino das Spielgerät mit einen starken ersten Brust-Kontakt zurechtlegte, um es dann mit dem rechten Fuß aus 14 Metern zentraler Position ins rechte Eck zu jagen - Elfmeterschießen.
Der Shootout begann mit je drei eiskalt verwandelten Strafstößen. Tielemans, Maddison und Albrighton trafen für die Foxes, Milner, Firmino und Oxlade-Chamberlain netzten für die Reds - dann hielt Kelleher den Versuch von Luke Thomas. Nachdem Keita auch den vierten Liverpooler Elfer verwandelt hatte und sich auch Iheanacho keine Blöße gab, bot sich Minamino erneut die Chance, Anfield zum Toben zu bringen. Dieses Mal scheiterte er jedoch an seinen Nerven und setzte den Ball über den Kasten. Allerdings scheiterte auch Ryan Bertrand im Anschluss ebenfalls, Jota nutzte den zweiten Patzer in Folge und schoss Liverpool ins Halbfinale.

Die Stimmen:

Caoimhin Kelleher (FC Liverpool): "Der Trainer sagte in der Kabine, dass die Zuschauer aufstehen werden und alles möglich sein wird, wenn wir das nächste Tor schießen würden. Wir glauben immer bis zum Schluss und das hat sich heute gelohnt."
Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Ich liebe die Mannschaft. Ich habe es auch davor getan, aber ich habe mich erneut verliebt."

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Der Tweet zum Spiel:

Lehrstunde für Leicester, deren Fans nach der Führung bereits provokante Gesänge anstimmten. Den Gegner zu unterschätzen ist nie gut, Liverpool bewies das heute erneut.

Das fiel auf: Klopp beweist Motivationskünste

Nach einer ersten Hälfte zum Vergessen und einem 1:3-Pausenrückstand sah Liverpool schon wie der Verlierer aus. Doch Motivationskünstler Klopp schaffte es in der Halbzeit, seine Mannschaft bei der Ehre zu packen, wechselte drei Mal zum zweiten Durchgang und entfachte so das altbekannte Feuer in Anfield. Ein Sieg des Trainers.

Die Statistik: 15

Liverpools Dominanz lässt sich auch an der Anzahl der Eckbälle ablesen. Während die Reds 15 Stück verbuchen konnten, stehen auf dem Konto von Leicester nur zwei.
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