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Unmoralisches Angebot für Real-Superstar Gareth Bale
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Publiziert 22/03/2016 um 12:09 GMT+1 Uhr
Vor drei Wochen noch galt Gareth Bale als Abschusskandidat bei Real Madrid. Zu verletzungsanfällig und dafür zu teuer - war die einhellige Meinung der spanischen Medien. Und jetzt? Soll der Waliser mit einem unmoralischen Angebot langfristig an den spanischen Rekordmeister gebunden werden - obwohl Bales Vertrag ohnehin noch bis 2019 läuft.
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Wochenlang wurde selbst in seriösen spanischen Blättern kolportiert, Gareth Bale soll im Sommer endgültig verkauft werden. Die Verletzungsanfälligkeit des Superstars frustriere Real gewaltig, seit seinem Wechsel in die spanische Hauptstadt habe er nur 63 Prozent aller Spielminuten bestritten, schrieb beispielsweise "AS“ Ende Februar.
Noch besorgniserregender fällt die Bilanz in der aktuellen Saison aus, in der Bale wegen anhaltender Verletzungsprobleme sogar weniger als die Hälfte der möglichen Spielzeit absolviert hat. Zuletzt verpasste er den gesamten Februar wegen einer Wadenverletzung.
Verletzungsanfällig und teuer
Keine brillianten Quoten für einen Spieler, der – statistisch gesehen - nicht unentbehrlich ist und vor allem mega-teuer.
Real zahlte Bales früherem Verein Tottenham Hotspur rund 100 Millionen Euro Ablösesumme. Dazu kommt ein Jahresgehalt von rund 18 Millionen Euro – macht schlappe 750 000 Euro. PRO Spiel.
Zudem gilt sein Verhältnis zu Cristiano Ronaldo als nicht unproblematisch, und Bale selbst befeuerte die Gerüchte über einen Wechsel zurück auf die Insel mit diversen Aussagen.
Und dann kam Zidane
Das alles scheint den neuen Real-Coach Zinédine Zidane allerdings nur bedingt interessieren. Im Gegenteil: Der Franzose ist ein Fan von Bale – und die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. Gleich in seinem ersten Spiel unter Zidane gelang dem 26-Jährigen am 9. Januar ein Hattrick. Insgesamt hat er unter "Zizou" in sechs Begegnungen sechs Tore erzielt, darunter den historischen Treffer am vergangenen Sonntag beim 4:0 gegen den FC Sevilla, mit dem er der erfolgreichste britische Fußballer in der Geschichte der Priméra Divison wurde: 43 Tore in 76 Spielen.
Auf einmal haben alle den Turbodribbler wieder lieb. Mit einem unmoralischen Angebot soll Bale jetzt plötzlich langfristig an den spanischen Rekordmeister gebunden werden. Und das, obwohl sein Vertrag noch drei Jahre läuft.
Derzeit kassiert der Nationalspieler 385 000 Euro pro Woche. Diese Bezüge sollen laut des "Telegraph" angehoben werden. Auf mehr als eine halbe Million. Ebenfalls pro Woche. Hochgerechnet wären das mindestens 26 Millionen Euro im Jahr.
So schnell wird man vom vermeintlichen Missverständnis zum absoluten Wunschspieler.
P.S. Er fühle sich sehr wohl in Madrid, sagte Bale unlängst wieder. Unter Zidane sowieso. Der Angreifer ist lang genug im Geschäft, um zu wissen, dass Langlebigkeit bei Real ohnehin eine heikle Größe ist.
Fortsetzung folgt.
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