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Hartes FIFA-Urteil: Transfersperre für Real Madrid und Atletico
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Publiziert 14/01/2016 um 13:36 GMT+1 Uhr
Der Internationale Fußball-Verband (FIFA) hat in einer offiziellen Meldung mitgeteilt, dass Real Madrid und Atletico mit einer Transfersperre belegt werden. Beide Vereine haben im Zusammenhang mit den internationalen Transfers und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren gegen die Regeln verstoßen. Real und Atletico wurden von der FIFA für die nächsten beiden Transferperioden ausgeschlossen.
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Wie die FIFA in einer offiziellen Pressemitteilung erklärte, wurden beide Vereine für schuldig befunden, mehrere Bestimmungen über die internationale Erstzulassung von Spielern unter 18 Jahren sowie andere relevanten Vorgaben im Hinblick auf die Anmeldung und Teilnahme bestimmter Akteure verletzt zu haben.
Das ausgesprochene Verbot beinhaltet nicht die Abgabe von Spielern. Zudem müssen beide Vereine Geldstrafen in Höhe von umgerechnet 825.000 Euro (Atlético) und 330.000 Euro (Real) zahlen, ebenso müssen sie "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren".
Der spanische Ligaverband stellte sich in einem Statement hinter die beiden Großklubs und nannte die Sanktion "unverhältnismäßig gemessen am Verhalten der Vereine und den Umständen". Ferner fügte die Liga an, dass die FIFA mit der Sperre "keineswegs die Kleinen" schütze.
Beide Vereine gehen in Berufung
Die Transfersperre gilt nicht für die laufende Registrierungsperiode. Aber die Sperre bezieht sich auf den gesamten Verein - ausgenommen die Beach-Abteilung, Futsal sowie Frauen.
Real und Atlético wiesen die Vorwürfe am Donnerstagnachmittag in schriftlichen Erklärungen vehement zurück und kündigten an, gegen die Entscheidung der FIFA in Berufung zu gehen.
Theoretisch könnten die Klubs auch im aktuellen Transferfenster noch "vorsorgen" und bis zum 1. Februar um 23.59 Uhr den Kader aufblähen, da das Urteil erst "nach dem Beginn der jetzigen Periode verkündet wurde und diese somit nicht betrifft", erklärte die FIFA. Aufgrund des Financial Fair Plays (FFP) ist eine ausufernde Shopping-Tour in den kommenden Tage eher unwahrscheinlich.
Minderjährige Spieler bei Real registriert
Bereits im vergangenen November hatte sich die Strafe gegen Real angedeutet, als die Ermittlungen des Fußball-Weltverbandes wegen angeblicher Verstöße gegen die Transferrichtlinien in den Medien thematisiert wurden. Die FIFA erklärte damals, dass sämtliche Verfahren "vertraulich" seien.
Selbstverständlich können Real und Atlético die Sanktionen anfechten und in letzter Instanz vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einlegen. Das Beispiel FC Barcelona aber zeigt, dass die Chancen auf einen Erfolg gen Null tendieren dürften.
Zwischen 2007 und 2014 (Atlético) sowie zwischen 2005 und 2014 (Real) sollen Real und Atletico mehrere minderjährige Spieler registriert gewesen sein. Von den Vereinen gab es zunächst keine Reaktionen.
Wie die spanische Zeitung "El Mundo Deportivo" bereits vor zwei Monaten berichtete, wurden 50 Transfers der "Königlichen" von Jugendspielern im Vorjahr untersucht. Bereits im Juni wurde demnach das Urteil wegen eines Verstoßes gegen Artikel 19 des FIFA-Reglements gefällt, das lediglich noch nicht ausgesprochen worden sei.
Nach Sperre: Barca mit 77 Neuzugängen
Im Sommer 2014 wurde gegen Reals Erzrivalen FC Barcelona in vergleichbarem Kontext ein Verbot über zwei Transferperioden verhängt. Mit Arda Turan und Aleix Vidal verpflichteten die Katalanen im vergangenen Sommer zwar zwei neue Spieler, diese sind aber erst seit Jahresbeginn spielberechtigt.
Am Tag nach der Transfersperre gegen Barcelona vermeldeten die Katalanen sage und schreibe 77 Neuzugänge. Barca durfte wegen vorherigen Verpflichtungen von Minderjährigen während zwei Transferphasen keine neuen Spieler holen und einsetzen.
Zu den Neuzugängen gehören auch Turan und Vidal, die Barca für etwa 50 Millionen geholt hatte, die aber nur mittrainierten und in Testspielen eingesetzt wurden. Bei den 75 anderen Akteuren handelt es sich um Spieler der zweiten Mannschaft sowie der Jugendteams. Sie alle durften bisher nicht für Barcelona auflaufen.
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