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PSG: Triple als Trostpflaster
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Publiziert 17/05/2015 um 15:47 GMT+2 Uhr
Um 22:51 Uhr spielten die Fans von Paris St. Germain in der Stadt der Liebe verrückt: Mit Hupkonzerten, Autokorsos und bengalischen Feuern zelebrierten die PSG-Anhänger den dritten Meisterschafts-Triumph des Starensembles in der Ligue 1 in Folge an der Seine - auch wenn der Titel durch ein 2:1 (2:1) bei HSC Montpellier unter Dach und Fach gebracht wurde.
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Fotocredit: Eurosport
"Es ist eine großartige Nacht. Ich bin stolz auf die Spieler, den Trainer und die Anhänger, die immer in den Schlüsselsituation hinter uns gestanden haben", verkündete der katarische Klub-Präsident Nasser al-Khelaifi. Der fünfte Titel der Vereinsgeschichte wurde am vorletzten Spieltag perfekt gemacht. PSG hat vor der letzten Partie acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Olympique Lyon (1:1 gegen Girondins Bordeaux).
Allerdings ist der nationale Titel nur ein schwacher Trost für den mit mehreren 100 Millionen Euro aus Katar subventionierten Hauptstadtklub. Im Viertelfinale der Champions League hatten Ibrahimovic und Co. neidlos die haushohe Überlegenheit des FC Barcelona mit den Superstars Lionel Messi, Neymar und Luis Suarez anerkennen müssen - ebenso wie im Halbfinale Bayern München. Angetreten war der Pariser Klub aber mit dem Anspruch, die Königsklasse für sich zu entscheiden.
"Wahre Anerkennung nur durch Europa"
Dementsprechend fielen auch die Kommentar der Medien aus. "Das Drama von Paris St. Germain ist der Glaube, dass Geld alles löst. So ist der dritte Titel in Folge eine Selbstverständlichkeit. Seit der angekündigten Tyrannei durch Katar zieht Paris den französischen Fußball nach oben. Aber die wahre Anerkennung erfolgt nur durch Europa", kommentierte "L'Equipe".
"Le Parisien" ergänzte: "Die finanzielle Macht hat die Konkurrenz eliminiert. Paris herrscht über den französischen Fußball." Le Journal de Dimanche konstatierte: "Und jetzt drei in Folge! Das war keine Überraschung. Das ist auch ein Sieg von Trainer Laurent Blanc."
Ibrahimovic fehlt bei der Entscheidung
Auch ohne den an der Wade verletzten Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic hatte PSG zunächst leichtes Spiel und lag früh nach Treffern durch Blaise Matuidi (17.) sowie Ezequiel Lavezzi (26.) 2:0 in Führung. Anthony Mounier (40.) machte es noch einmal spannend. Am Ende brachten die Asse aus Paris den Dreier beim Tabellensiebten aber über die Runden.
Kapitän Thiago Silva gab zu bedenken, dass seinem Team der Erfolg in der Ligue 1 keineswegs in den Schoß gefallen sei: "Wir Spieler wissen, wie hart es war. Die Leute glauben, es ist einfach, aber wir haben eine Menge dafür investieren müssen." Der italienische Keeper Salvatore Sirigu betonte: "Es war keine einfache Saison, wir wurden zeitweise heftig kritisiert. Aber wir haben große mentale Stärke gezeigt, deshalb ist der Titel auch so verdient."
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