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Julian Draxler bei Paris Saint-Germain: Unai Emery angetan, Ángel Di María staunt, Gegner lobt
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Publiziert 16/01/2017 um 21:23 GMT+1 Uhr
Julian Draxler erwischt einen fabelhaften Start bei Paris Saint-Germain. Zwei Tore in zwei Pflichtspielen, zuletzt der Siegtreffer bei seinem Ligue-1-Debüt - und viel Lob. "Weltklasse" findet ihn der gegnerische Trainer, während PSG-Coach Unai Emery eine Quasi-Stammplatzgarantie verteilt. Mitspieler, Fans und Medien sind verzückt. Unser französischer Eurosport-Kollege mit Hintergründen aus Paris.
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Fotocredit: Eurosport
Der Eifer französischer Fans in allen Ehren, aber da haben sie wohl die Kompetenzen ihres Deutschland-Imports unterschätzt.
"Julian kann sich schon unterhalten, er hat in der Schule fünf Jahre Französisch gelernt", sagt der Wahl-Franzose Kevin Trapp über den Wahl-Franzosen Julian Draxler, neuerdings Teamkollege bei Paris Saint-Germain. Als der 45-Millionen-Einkauf des VfL Wolfsburg am Wochenende in der Ligue 1 debütierte, baumelte ein Transparent von der Tribüne, auf dem in deutscher Sprache gepinselt war:
Es sollte das Shirt des Matchwinners sein. Gegen Stade Rennes spielte Draxler von Beginn an, in der 39. Minute schoss er das Tor des Tages - sein zweiter Treffer im zweiten Pflichtspiel, zuvor traf er bei seiner Paris-Premiere im Pokal gegen Bastia (7:0).
Besser geht's nimmer.
Draxler verdrängt Di María auf die Bank
"Die Fans waren ziemlich enthusiastisch, als Draxler unterschrieb" sagt unser französischer Eurosport-Kollege Vincent Bregevin.
Der hochdekorierte Argentinier Di María, früher bei Real Madrid und Manchester United, wurde von Draxler auf die Bank verdrängt. Speziell vor der Pause drehte der 23-Jährige gegen Rennes auf, nominell auf Linksaußen positioniert und immer wieder dynamisch gen Mitte ziehend; den Pariser Vortrag würzte er mit Tempo, Technik und knackigen Pässen.
Nach 73 Minuten war Dienstschluss, Trainer Unai Emery begründete das mit Fitnessrückständen nach einer kleineren Blessur. Rennes-Coach Christian Gourcuff aber staunte:
Dank Draxler sind die Pariser Titelchancen deutlich gestiegen, Luvien Favres Überraschungsteam aus Nizza patzte im Heimspiel gegen Metz (0:0). Dadurch verkürzte der Serienmeister den Rückstand auf Dante, Mario Balotelli & Co. in der Tabelle auf drei Punkte.
Auch die Presse war angetan. "Positiv" wertet Journalist Bregevin die Resonanz, die Pariser seien in der Hinrunde ja recht enttäuschend aufgetreten, vor allem mangelte es ihnen an Kreativität.
Das empfanden die Kameraden nach frischen ersten Eindrücken genauso. "Bei jeder Ballannahme sieht man, dass er den Unterschied machen kann", berichtete Thiago Motta und rühmte Draxler als "ideale Verstärkung". Auffällig gleich, wie harmonisch dessen Kombinationen mit Mittelfelddirigent Marco Verratti klappten.
"Sehr vielversprechend", nickt Bregevin, "er hatte einen wirklich engen Draht zu Verratti, auch das Tor wurde vom Italiener eingeleitet. Er war aktiv, indem er versuchte, seine Teamkollegen einzusetzen. Zugleich schien er sich auf der linken Außenbahn wohlzufühlen, seine Qualitäten passen sehr gut zum PSG-Stil."
PSG-Trainer Emery: "Mit Draxler sind wir stärker"
Indes sprach Emery das größte anzunehmende Lob aus. "Mit Draxler sind wir stärker", konstatierte der Coach, der ankündigte, dass Di María und Lucas nun um "die Position auf dem rechten Flügel" konkurrieren. Ein Freibrief für Draxler, nach zwei Einsätzen - da schau her.
Zuletzt ließ Emery im 4-3-3 agieren, dabei favorisiert er des 4-2-3-1. Seit der Ära von Lauren Blanc (2013 bis 2016) seien die PSG-Profis ans 4-3-3 gewöhnt, sagt Journalist Bregevin, "nach der Niederlage in Toulouse Ende September 2016 drängten sie darauf, zu diesem System zurückzukehren. Im Grunde musste Emery sein 4-2-3-1 nach Javier Pastores Verletzung aufgeben. Er probierte es noch ein paar Mal mit Hatem Ben Arfa, aber das funktionierte nicht wirklich, weil Ben Arfa defensiv zu schwach ist."
Nicht auszuschließen, dass Emery mit der Variante Draxler ein 4-2-3-1 wählt: "Aber es ist momentan nicht das wahrscheinlichste Szenario. Gegen Rennes optierte er zum 4-3-3, das könnte ein Indikator sein."
Draxler wird's vernommen haben - auf Deutsch oder Französisch, das ist ja nicht so entscheidend.
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