Kader-Check PSG: Mit Thomas Tuchel greift Paris Saint-Germain nach den Sternen

Thomas Tuchel soll Paris Saint-Germain nichts anderes bescheren als den Henkelpott in der Champions League. Der PSG-Kader kann sich schon jetzt sehen lassen und wird mit Sicherheit bis zum Ende der Transferfrist noch weiter verbessert. Wichtiges Signal: Kylian Mbappé, Neymar und Edinson Cavani bleiben definitiv bei PSG. Eurosport.de macht den Kader-Check.

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Bisherige Zugänge:

Kylian Mbappé (AS Monaco, 135 Millionen Euro), Gianluigi Buffon (Juventus Turin, ablösefrei), Jesé (Stoke City, Leih-Ende), Goncalo Guedes (FC Valencia, Leih-Ende), Jean-Christophe Bahebeck (FC Utrecht, Leih-Ende), Grzegorz Krychowiak (West Brom, Leih-Ende).

Bisherige Abgänge:

Javier Pastore (24,7 Millionen Euro, AS Rom), Yuri Berchiche (24 Millionen, Athletic Bilbao), Odsonne Edouard (10,3 Millionen, Celtic Glasgow), Jonathan Ikoné (5 Millionen, OSC Lille), Hatem Ben Arfa (Vertrag ausgelaufen, vereinslos), Thiago Motta (Karriereende)

Was PSG noch braucht:

Nun ja, Geld braucht Paris Saint-Germain zumindest nicht. Das ist beim Protz-Club mit katarischem Besitzer durchaus noch verfügbar. Vielmehr wird eine schnelle Auffassungsgabe der Spieler benötigt - Thomas Tuchel ist neu und ein spezieller Coach, der läuferisch und mental viel von seinen Akteuren abverlangt.
Die größte Herausforderung obliegt wohl daran, neben der richtigen Taktik auch den entsprechenden Teamgeist zu entwickeln. Tuchel wird seinen Spielern glaubhaft vermitteln müssen, dass in einer langen Saison jeder gebraucht wird. Die Frage wird sein, ob Spieler wie Julian Draxler, Angel di Maria oder Adrien Rabiot das auch annehmen.
Generell ist die Offensive mit Edinson Cavani, Kylian Mbappé und Neymar herausragend ausgestattet und bedarf keiner Anpassung mehr. Wechselgerüchte um Cavani wischte Tuchel zuletzt weg: "Er hat mir gegenüber keine Anzeichen gegeben, dass er PSG verlassen möchte."
Die Defensive wirkt indes nicht stabil. Priorität bei der Suche nach Verstärkungen hat die Position des Linksverteidigers. Mit Layvin Kurzawa ist derzeit nur ein echter Linksverteidiger im Kader. Auch ein starker Innenverteidiger als Ergänzung für Marquinhos und Presnel Kimpembe wäre ratsam, wenn am Ende der Saison der ersehnte Henkelpott in der Vitrine stehen soll.

Welche Spieler sind im Gespräch?

Das Gerücht um Jérôme Boateng vom FC Bayern München hält sich hartnäckig und ist sogar mehr als nur ein Gerücht. "Ich weiß, dass seine Berater mit PSG in Kontakt sind", verriet FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der den 29-Jährigen, der schon seit geraumer Zeit von einem erneuten Wechsel ins Ausland träumt, bei einer hohen Ablöse durchaus ziehen lassen würde.
Auch ein neuer Linksverteidiger könnte aus der Bundesliga nach Paris kommen. Alex Sandro (Juventus Turin) ist mit geschätzten 80 Millionen Euro Ablöse wohl selbst PSG zu teuer, sodass Tuchel mit seinen Empfehlungen auftrumpfen kann. Philipp Max (FC Augsburg), Wendell (Bayer Leverkusen) oder Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund) wären zwar auch keine Schnäppchen, aber eher stemmbar.
Ein Thema für sich ist Julian Weigl. Schon von Beginn an soll der 22-Jährige, den Tuchel bestens aus Dortmund kennt, auf dessen Wunschzettel gestanden haben. Wahrscheinlich wird der BVB den Mittelfeld-Strategen aber nur gehen lassen, wenn gleichwertiger Ersatz vorhanden ist - und noch hakt der Transfer von Axel Witsel an der Ablöse.

Eurosport-Meinung:

Bekommt Tuchel, wovon auszugehen ist, noch seine gewünschten Verstärkungen, ist der Kader purer Luxus. Stand jetzt sieht die erste Elf wohl so aus: Buffon - Alves, Marquinhos, Kimpembe, Kurzawa - Verratti - Lo Celso, Rabiot - Mbappé, Cavani, Neymar. Schon aktuell: wow!
So hoch die Qualität der Spieler ist, der Druck, einen großen Titel zu gewinnen, ist es auch. Viel wird auf das Geschick von Tuchel ankommen - nicht nur taktisch auf dem Rasen, sondern auch daneben muss er beweisen, dass er aus der BVB-Zeit, wo er zuletzt über den "Dissens" mit Boss Hans-Joachim Watzke gestolpert ist, gelernt hat.
Mbappé und Neymar - in Bestform unschlagbar - müssen zudem bei Laune gehalten werden, sich entfalten können und gemeinsam statt gegeneinander kämpfen. Gold wert könnte dabei der Einfluss von Torwart-Oldie Gigi Buffon sein, er steht wie kein Zweiter für Durchhaltevermögen und Siegermentalität.
PSG will endlich nach den Sternen greifen - mit Tuchel und diesem Kader kann der Verein in dieser Saison tatsächlich wie eine Rakete dorthin abgehen.
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