So lief das Spiel:

Drei Tage nach dem verpatzten Ligaauftakt bei Aufsteiger RC Lens war PSG zu Beginn der Partie um schnelle Wiedergutmachung bemüht und verbuchte nach zwei Minuten durch Marco Verratti die erste gute Chance des Spiels. Nach Hereingabe von Neuzugang Alessandro Florenzi scheiterte Verratti jedoch am stark reagierenden Gästekeeper Steve Mandanda (2).

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Mit zunehmender Spieldauer ließen sich beide Teams immer wieder auf hitzige Zweikämpfe ein und vernachlässigten das eigene Spiel fast vollends.

Umso überraschender fiel nach gut einer halben Stunde der Führungstreffer für Olympique. Ein simpler Freistoß von Dimitri Payet aus dem Halbfeld landete am langen Pfosten beim freistehenden Florian Thauvin, der aus wenigen Metern per Direktabnahme mit der Innenseite vollendete (31.).

Nach dem Seitenwechsel agierte Paris entschlossener, Pablo Sarabia (57.) und Neymar (60.) fanden aber in Torwart Mandanda ihren Meister. In der 70. Minute verpasste erneut Neymar mit der Fußspitze den Ausgleich nur knapp und verlängerte einen Sarabia-Pass knapp neben den Kasten (70.). Es sollte das letzte echte sportliche Highlight einer turbulenten Partie gewesen sein.

Der unrühmliche Höhepunkt eines von beiden Seiten extrem aggressiv geführten Duells folgte in der Nachspielzeit. Nach einem hitzigen Zweikampf zwischen Leandro Paredes und Dario Benedetto gerieten beide Akteure aneinander und lösten eine heftige Rudelbildung aus, in dem sich der ganze Pariser Frust entlud.

Laywin Kurzawa lieferte sich einen handfesten Schlagabtausch mit Jordan Amavi, Neymar verpasste Álvaro González im Tumult einen Klapser auf den Hinterkopf. Die Konsequenz: Alle drei Spieler mussten mit Rot vom Feld. Auch Paredes und Benedetto wurden jeweils mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen und machten den Fünferpack an Platzverweisen perfekt (90.+8).

Die Stimmen:

Florian Thauvin (Torschütze Olympique Marseille): "Dieser Sieg tut uns sehr gut. Gegen Teams wie Paris hat man wenig Ballbesitz und muss seine wenigen Chancen nutzen."

André Villas-Boas (Trainer Olympique Marseille): "Das war ein wichtiger, ein historischer Sieg. Wir hatten zwar nur wenige gute Phasen mit dem Ball, aber wir haben es trotzdem geschafft, zu gewinnen."

Der Tweet zum Spiel: Pariser Fehlstart perfekt

Das fiel auf: Zielscheibe Payet

Nachdem sich Marseilles Payet via Social Media über die PSG-Niederlage im Champions-League-Finale gefreut hatte, wurde der Franzose zur Zielschiebe der PSG-Spieler. Immer wieder wurde der frühere Nationalspieler gezielt von den Beinen geholt und musste mehrfach von den Ärzten auf dem Feld behandelt werden.

Die Statistik: 17

Insgesamt 17 Karten wurden in der Partie zwischen PSG und Olympique Marseille gezeigt. Das ist Rekord für ein Ligue-1-Spiel im 21. Jahrhundert.

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(SID)

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