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Thomas Tuchel verabschiedet sich von Paris Saint-Germain
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Publiziert 27/12/2020 um 12:27 GMT+1 Uhr
Die Zeit von Thomas Tuchel als Trainer der Weltauswahl von Paris St. Germain ist vorbei. Während sich Superstar Kylian Mbappe bereits verabschiedete, schob der Klub die offizielle Bestätigung der Entlassung hinaus. Trotz großer nationaler Erfolge blieb dem Coach mit PSG der Titel in der Champions League verwehrt. Nachfolger soll Mauricio Pochettino werden.
Thomas Tuchel
Fotocredit: Getty Images
Thomas Tuchel sagte höflich "Merci" und verschwand mit einem Abschiedsgruß in die Weihnachtsfeiertage. "Au revoir!", auf Wiedersehen! Gemeint waren nach dem Pflichtsieg gegen Racing Straßburg (4:0) die Teilnehmer der Pressekonferenz. Doch die Liste der Adressaten, die sich vom deutschen Trainer von Paris St. Germain angesprochen fühlen durften, stellte sich im Nachgang als deutlich länger heraus.
Ein Wiedersehen im Parc des Princes wird es nicht geben. Die Wege von Tuchel, seiner Mannschaft, den Fans und der Stadt trennen sich - seine Zeit an der Seine endet. Die offizielle Bestätigung der Entlassung blieb über Weihnachten zwar aus und war auch am Sonntag noch nicht verkündet.
Weltmeister Kylian Mbappe nahm die Stellungnahme des Vereins aber bereits vorweg. "So ist leider das Gesetz des Fußballs, aber niemand wird Ihre Zeit hier vergessen", schrieb der 22 Jahre alte Torjäger auf seinem "Instagram"-Account: "Sie haben ein gutes Kapitel in der Geschichte des Klubs geschrieben, und ich danke Ihnen."
Bereits an Heiligabend hatten "L'Équipe", der Radiosender "RMC" und die "Bild"-Zeitung von der Entlassung des 47-jährigen Tuchel berichtet. Sein Nachfolger hat demnach Stallgeruch. Der Argentinier Mauricio Pochettino, bis 2019 als Teammanager für Tottenham Hotspur in der Premier League tätig und zwischen 2001 und 2003 Spieler in Paris, soll Tuchel beerben.
Ende einer lehrreichen Zeit für Tuchel
Für Tuchel findet nach gut zweieinhalb Jahren eine intensive Zeit ihr Ende. Lehrreich war sie, nicht nur, weil er längst fließend, wenngleich nicht akzentfrei Französisch spricht. Der frühere Mainzer und Dortmunder Bundesliga-Coach Tuchel arbeitete mit Weltstars wie Mbappe oder Neymar in einem Umfeld, in dem nationale Titel nur das Beiwerk für die einzige Trophäe von Rang sind: Den Silber-Pokal der Champions League.
Den großen Traum konnte Tuchel dem Klub um den schwerreichen Präsidenten Nasser Al-Khelaifi nicht erfüllen, auch wenn er in der abgelaufenen Saison denkbar knapp scheiterte. Im Finale verlor Paris gegen Bayern München (0:1). Es sollte Tuchels letzte Chance sein.
Ruhige Zeiten gab es für Tuchel in Paris selten, daran änderten auch seine Erfolge nichts. Zweimal wurde Paris seit seinem Amtsantritt Meister, triumphierte dazu in diesem Jahr im Pokal und im Ligapokal. Dennoch kam es regelmäßig zu Spekulationen um einen bevorstehenden Rauswurf.
Die fehlende Anerkennung seiner Arbeit störte Tuchel, das machte er zuletzt deutlich. "Es hat ein Spiel gefehlt zum Champions-League-Sieg. Und wir hatten nie so das Gefühl, dass wir die Leute jetzt auch mal überzeugt haben und sie unsere Leistung anerkennen. Es macht einen auch manchmal ein bisschen traurig oder sauer", sagte Tuchel im Sport1-Interview: "Hier ist auf jeden Fall eine extreme Erwartungshaltung im Klub und im Umfeld. Da hat man schon das Gefühl, dass die Wertschätzung dafür – gerade in der Liga – nicht so da ist."
Herumärgern muss er sich damit künftig nicht mehr.
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(SID)
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Da war Tuchel noch Trainer: PSG fertigt Straßburg ab
Quelle: Perform
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