Der Klub wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP keine Stellungnahme abgeben. Ein Sprecher sagte, er habe "keine Ahnung" wann eine Bestätigung erfolgen werde.
Thomas Tuchel hatte PSG im Sommer ins Finale der Champions League geführt (0:1 gegen den FC Bayern München). Ex-Mainz- und -BVB-Trainer Tuchel, der Paris 2018 nach einem "Sabbatical" übernommen hatte, holte zudem zweimal die französische Meisterschaft (2018/19, 2019/20), sowie 2020 auch den französischen Pokal und Ligapokal.
Die Gruppenphase der Champions League hatte PSG vor RB Leipzig und Manchester United als Erster abgeschlossen, in der Ligue 1 rangiert der Hauptstadtklub und Serienmeister zum Jahresende nach 17 von 38 Spieltagen einen Punkt hinter Olympique Lyon und OSC Lille jedoch nur auf Platz drei. Gegen die beiden Widersacher hatte PSG in der Hinrunde nicht gewinnen können (0:1, 0:0).
Ligue 1
Trotz klarem Sieg: PSG zum Jahresende nur Tabellendritter
23/12/2020 AM 22:11
Noch am Mittwoch hatte sich Tuchel nachdenklich und zugleich kritisch über sein Trainerdasein bei PSG geäußert. "Ich weiß nicht, ob es immer höher, höher, höher sein muss. Ich mag Fußball einfach. Und in einem Klub wie hier ist es nicht immer nur Fußball", sagte der 47-Jährige im Interview mit "Sport1".
An manchen Tagen denke er sich, "es könnte doch so einfach sein. Es war doch nur eine Auswechslung. Wieso ist das jetzt hier zwei Wochen das Thema? Ich denke mir da schon: Ich will doch nur Trainer sein."

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Tuchel kritisierte Erwartungshaltung

Er glaube, er könne das, "wofür ich Trainer geworden bin und wofür ich es immer noch bin, überall finden. [...] Aber wenn du die Champions-League-Hymne hörst, du Dinge im Training siehst, die dich einfach begeistern, weil das so viel Qualität ist, dann wird man natürlich auch ein Stück weit süchtig."
Generell vermisst der frühere Dortmund- und Mainz-Coach bei PSG die Anerkennung für seine Arbeit. "Es hat ein Spiel gefehlt zum Champions-League-Sieg. Und wir hatten nie so das Gefühl, dass wir die Leute jetzt auch mal überzeugt haben und sie unsere Leistung anerkennen. Es macht einen auch manchmal ein bisschen traurig oder sauer", äußerte Tuchel:
"Hier ist auf jeden Fall eine extreme Erwartungshaltung im Klub und im Umfeld. Da hat man schon das Gefühl, dass die Wertschätzung dafür - gerade in der Liga - nicht so da ist, wie sie es zum Beispiel bei Bayern München ist. Das fehlt ein bisschen."

PSG-Bosse haben offenbar genug

Diese Aussagen sollen laut "L'Equipe" bei der Vereinsführung der Pariser um Boss Nasser Al-Khelaifi sehr schlecht angekommen sein. Zuletzt war auch immer wieder von Zerwürfnissen zwischen Tuchel und Sportdirektor Leonardo die Rede.
Der Brasilianer hatte Tuchel erst vor kurzem für dessen öffentliche Forderung nach Neuzugängen gerügt: "Die Aussage hat uns nicht gefallen. Dem Klub gefiel es nicht, und mir persönlich gefiel es auch nicht. (...) Wenn er bleiben möchte, muss er die Sportpolitik und die internen Regeln respektieren."
Nun soll offenbar Mauricio Pochettino (48) übernehmen. Der Ex-Coach von Tottenham Hotspur, der die Spurs 2019 ins Champions-League-Finale geführt hatte, war von 2001 bis 2003 als Spieler für PSG aktiv.
Tuchels Vertrag in der französischen Hauptstadt wäre am Saisonende ausgelaufen. Laut "Bild" soll Tuchel nun prinzipiell Interesse an einem Job in der Premier League haben. Der FC Arsenal und Manchester United gelten als mögliche Klubs. Langfristig ist der Fußballlehrer aber sicher auch eine Option auf die Nachfolge von Joachim Löw als deutscher Bundestrainer.
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(mit SID)

Den muss man erstmal so machen: Traumtor aus der eigenen Hälfte

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