Paris St. Germain, das wieder auf die Star-Achse um Lionel Messi, Kylian Mbappé und Neymar zählen konnte, hatte Glück, dass es nicht schon früh 1:0 für Olympique Marseille stand. Mattéo Guendouzi bekam nach einem Foul einen Freistoß zugesprochen. Der 22-Jährige flankte präzise in den Strafraum. Der Ball fand den Kopf von Arkadiusz Milik, doch der Pole konnte das Spielgerät nicht im Tor unterbringen (3.).
Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. An der linken Spielfeldseite eroberte Nuno Mendes den Ball von Pol Lirola und köpfte ihn zu Ángel Di María. Der Argentinier spielte einen schönen Lupfer auf seinen Teamkollegen Neymar, der die Kugel mitnahm und aus ungefähr 15 Metern abzog. Sein Versuch wäre wohl am langen Pfosten vorbeigesegelt, doch Luan Peres jagte den Ball bei einem Klärungsversuch unglücklich in die eigenen Maschen. Nach Absprache mit dem VAR entschied der Unparteiische jedoch zu Recht auf eine Abseitsstellung von Neymar und nahm das Tor zurück (14.).
Das war nicht der einzige aberkannte Treffer dieser Begegnung. Boubacar Kamara spielte aus zentraler Position einen flachen Pass über ein Drittel des Feldes auf die rechte Seite zu Lirola, der das Leder mitnahm und an der Strafraumgrenze auf den Elfmeterpunkt hereingab. Dort fand er Milik, der die Kugel in die linke untere Ecke bugsierte. Doch auch hier lautete die Entscheidung: Abseits (21.).
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Es war ein Abend der ungültigen Aktionen. Cengiz Ünder bekam von der Mittellinie ein Zuspiel direkt in den Lauf und der PSG-Keeper Navas blieb im Kasten. Der 24-jährige Türke sprintete mit dem Ball auf das Tor zu, doch Hakimi konnte ihn im Duell noch entscheidend stören und die Kugel ins Toraus abfälschen. Ein Treffer hätte jedoch sowieso nicht gezählt, weil der Schütze im Passmoment minimal zu weit vorne stand (41.).

Hakimi fliegt vom Feld

Nach ungefähr einer gespielten Stunde folgte eine womöglich spielentscheidende Situation. Achraf Hakimi brachte Ünder per Schubser zu Fall. Erneut griff der Videoschiedsrichter ein und der Unparteiische entschied auf Notbremse, folglich griff er zur Roten Karte. Der Marokkaner hatte Glück im Unglück, dass das Foul noch vor dem Strafraum passierte und es somit nur einen Freistoß gab, den Dimitri Payet vergab (59.).
Seitdem häuften sich die Chancen von Olympique Marseille, während sich die der Gäste aus Paris reduzierten. Payet flankte beispielsweise von der linken Strafraumkante in den Fünfer, doch der Abschluss per Kopf von Valentin Rongier flog am langen Pfosten vorbei ins Aus (66.).
Der Vizemeister gab nicht auf, aber lauerte vorrangig auf Konter. Letztlich blieben die Chancen Marseilles ungenutzt und die Mannschaft von Mauricio Pochettino kann mit einem Punkt zufrieden sein.

Die Stimmen:

Mattéo Guendouzi (Olympique Marseille): „Insgesamt hatten wir ein gutes Spiel, wir hatten viele Situationen. Wir haben einen Punkt geholt, wir wollten die drei Punkte, wir haben sie verdient, wir waren überlegen.“
Marquinhos (Paris St. Germain): „Es ist schwierig, wenn man einen Spieler weniger hat. Jeder hat alles gegeben, um gut zu verteidigen. Wir haben versucht, ein Tor zu erzielen, aber es war schwierig.“

Der Tweet zum Spiel:

Die Fans von Olympique Marseille sorgten mit Pyrotechnik und Choreografien für eine beeindruckende Kulisse.

Das fiel auf: Super-Trio phasenweise aus dem Spiel genommen

Die Hausherren schafften es die Stars Neymar, Mbappé und Messi in Schach zu halten. Besonders der Argentinier wirkte blass und konnte nur in vereinzelten Situationen mit seiner Schusstechnik glänzen. Olympique bleibt somit das zweite Spiel in Folge ohne Gegentreffer.

Die Statistik: 8

So oft schnappte im heutigen Spiel die Abseitsfalle zu. Zwei dieser Situationen endeten sogar mit einem vermeintlichen Tor, welches berechtigterweise nicht zählen durfte. Die Spieler haben an ihrem Zeitgefühl zu arbeiten, dann sehen wir in der nächsten Begegnung mehr Treffer!
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