Poker in Paris - Pochettino, Galtier oder doch Heilsbringer Zidane: Welches Spiel spielt PSG?

Mauricio Pochettino und Paris Saint-Germain gehen getrennte Wege. Das vermelden seit Wochen nicht nur französische Medien. Eine Bestätigung gibt es allerdings immer noch nicht. Offenbar feilschen der Verein und der Trainer weiter um die Abfindung. Als Nachfolger ist Christophe Galtier in der Pole Position. Die Klubbesitzer von PSG hätten lieber einen echten Startrainer - doch der hat andere Pläne.

Mauricio Pochettino trainiert Paris Saint-Germain seit Januar 2021

Fotocredit: Getty Images

"Trennung fix! Pochettino verlässt Paris." "Nach nur 18 Monaten: PSG trennt sich von Pochettino." "Poc out!" Nur drei von unzähligen Schlagzeilen internationaler Medien in den letzten Wochen.
Wie kreativ oder rein informativ die Headlines auch gewesen sein mögen - sie haben alle eins gemeinsam: Sie sind nicht verbrieft. Es fehlt nach wie vor schlicht und ergreifend die Bestätigung von Paris Saint-Germain, dass man tatsächlich ohne Trainer Mauricio Pochettino in die Saison 2022/23 gehen wird.
Laut der Zeitung "L'Equipe" ist es nur noch eine Frage von wenigen Tagen, bis die Meldung rausgeht. Aber auch das liest man seit einigen Wochen.
Man mag es angesichts der Finanzkraft von PSG nicht für möglich halten, aber es geht dabei wohl ums Geld. Genauer gesagt um etwa 20 Millionen Euro Abfindung, die Pochettino zustehen. Für den Trainerstab des Argentiniers kämen noch ein paar Milliönchen oben drauf.

Pochettino will nicht weitermachen, akzeptiert aber auch keine Abstriche

Immer noch nur Peanuts für PSG. Kylian Mbappé soll für seine Vertragsverlängerung bis 2025 einen Bonus in Höhe von 300 Millionen Euro kassiert haben.
Es geht PSG in diesem Fall wohl eher ums Prinzip. Außer dem (sowieso fest eingeplanten) Meistertitel habe Pochettino nichts geliefert, warum sollte er dafür noch im großen Stil abkassieren?
Angeblich wollen die PSG-Verantwortlichen um Präsident Nasser Al-Khelaifi die Summe deshalb nach unten drücken, was aber ohne Zustimmung von Pochettino nicht möglich ist. Die spanische Zeitung "AS" meldet, dass Pochettino keine Abstriche machen will. Lust weiterzumachen habe er laut "AS" in diesem "hysterischen Klub" aber auch nicht mehr.
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Das Gesicht spricht Bände: Marucio Pochettino (M.) bei der Meiserfeier von PSG

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Christophe Galtier Favorit auf die Nachfolge

Die Situation ist verfahren, aber immerhin tut sich offenbar etwas. "Pochettino und PSG haben sich hinsichtlich der Summe angenähert", sagt Maxime Dupuis von Eurosport Frankreich. PSG wolle die Angelegenheit nun schnellstmöglich über die Bühne bringen, da sie die weitere Personalplanung behindere.
Am 4. Juli startet die Mannschaft mit der Vorbereitung auf die neue Saison und zwei Wochen vorher ist immer noch nicht geklärt, wer denn nun der Chef ist.
Vieles spricht für Christophe Galtier. Lilles Meistertrainer von 2021 ist noch bis 2024 an OGC Nizza gebunden und müsste aus seinem Vertrag herausgekauft werden. Im vergangenen Sommer hatte der Klub von der Côte d’Azur drei Millionen Euro Ablöse für Galtier an Lille überwiesen.
"L'Équipe" berichtet, dass Nizza und PSG sich nach zähen Verhandlungen auf eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro geeinigt hätten.

Klubbesitzer bevorzugten Zinédine Zidane

Für Galtier machte sich insbesondere der neue Kaderplaner von PSG, Luis Campos, stark. "Beide haben in Lille zusammengearbeitet und können sehr gut miteinander", sagt Dupuis. Für Galtier sei es sehr wichtig, dass er mit dem Sportdirektor auf einer Wellenlänge liegt, da er sich voll auf die Arbeit mit der Mannschaft konzentrieren will und nicht auf Spielertransfers.
Doch die Verhandlungen hakten zwischenzeitlich, weil Nizza zudem mögliche Verstärkungen aus der Jugendakademie von PSG als Zugabe ins Spiel gebracht hat.
Vielleicht lag es aber auch an den Interessen der Klubbesitzer aus Katar. Die wollten nämlich lieber den ganz großen Namen auf der Trainerbank: Zinedine Zidane.
Der Volksheld der Franzosen ist seit seinem Rücktritt bei Real Madrid Ende Mai 2021 ohne Job und wurde in den letzten Monaten mit PSG und Manchester United in Verbindung gebracht. United angelte sich Erik ten Hag, womit der Weg für PSG eigentlich frei gewesen wäre.

Zidane will wieder als Trainer arbeiten - aber nicht in Paris

Bei "Téléfoot" sagte Zidane, dass er sich nicht mehr lange auf die faule Haut legen möchte: "Ich werden demnächst 50 Jahre alt und glücklich. Das ist das Wichtigste. Aber ich will wieder als Trainer arbeiten. Ich habe immer noch diese Leidenschaft, diese Flamme, die in mir lodert."
In Paris wird Zizou das Feuer allerdings nicht aufs Neue entfachen. Laut dem TV-Sender "RMC Sport" und der "AS" ist ein letzter Versuch der Klubchefs, Zidane von einem Engagement zu überzeugen, gescheitert. Zidane hat offenbar einen anderen, ganz konkreten Plan: Er möchte nach der WM 2022 in Katar Nachfolger von Didier Deschamps werden und die französische Nationalmannschaft trainieren.
Es läuft wohl alles auf Christophe Galtier hinaus. Doch egal, wie die Sache ausgeht: PSG bekleckert sich nicht Ruhm. Mitunter bissige Schlagzeilen sind den Parisern in jedem Fall sicher.
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Pérez kritisiert PSG-Verbindung zu Katar: "So etwas noch nie gesehen"

Quelle: Perform

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