Kylian Mbappé wird PSG im Sommer verlassen - warum sein Abgang für Paris Saint-Germain auch eine Chance ist

Kylian Mbappé wird Paris Saint-Germain im Sommer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verlassen - und damit für eine Zäsur sorgen. Für PSG bedeutet der Verlust seines Superstars einen Aufbruch in eine ungewisse Zukunft - schließlich scheint Katar nicht mehr gewillt, aberwitzige Millionensummen in neue Spieler zu investieren. Für den Klub ergibt sich daraus aber auch eine Chance.

Kylian Mbappé

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Luis Enrique sorgte am vergangenen Sonntag für Wirbel. Der spanische Trainer von Paris Saint-Germain wechselte Mbappé im Spiel gegen Rennes beim Stand von 0:1 in der 65. Minute aus.
"Wir müssen uns daran gewöhnen, nicht mit Kylian zu spielen. Früher oder später wird das ohnehin passieren", sagte der 53-Jährige im Anschluss an die Partie und drohte dem Superstar mit einem Bankplatz.
Ein heikles Unterfangen, liegt der 25-Jährige in der ewigen Torschützenliste der Ligue 1 doch mit 185 Toren schon auf Platz sieben. Auch in der aktuellen Spielzeit führt Mbappé die Torjägerliste mit 21 Treffern souverän an.
Doch Enrique weiß, was die Stunde geschlagen hat. Auch wenn der Wechsel in die spanische Hauptstadt noch nicht offiziell ist: Der Superstar wird PSG im Sommer verlassen. Seine Mannschaft muss sich daher neu aufstellen.
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Gegen Rennes ausgewechselt: Kylian Mbappé.

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Rafael Leão ist Top-Kandidat

Der mit Geld aus Katar unterstützte Klub will, so Transfer-Experte Fabrizio Romano, den "Markt attackieren" und einen hochkarätigen Nachfolger für den scheidenden Mbappé verpflichten.
Die Top-Kandidaten sind Gerüchten zufolge Victor Osimhen, an dem im Sommer bereits der FC Bayern interessiert war, und laut "ESPN" und "Sport-Bild" Rafael Leão von AC Mailand.
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Rafael Leao (AC Mailand)

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Letzterer war bereits im Wintertransferfenster 2022 ein Wunschkandidat, der Portugiese verblieb allerdings in Italien. Erst im letzten Sommer verlängerte Leão seinen Vertrag bis ins Jahr 2028. Das Arbeitspapier weist eine Ausstiegsklausel auf: Für 175 Millionen Euro könnte der 23-malige Nationalspieler Milan verlassen.
Damit würde der Stürmer nur fünf Millionen Euro weniger kosten, als Mbappé im Jahr 2018 bei seinem Wechsel von AS Monaco an die Seine.

Osimhen: Premier League oder Paris

Osimhen steht laut "The Athletic" ganz oben auf der Liste. Einem Medienbericht zufolge sei PSG bereit, den Italienern ein Angebot von bis zu 150 Millionen Euro für die Dienste des 25-Jährigen zu bezahlen.
Laut "Gazzetta dello Sport" träume der Offensivmann allerdings von einem Wechsel in die Premier League.
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Neapel-Stürmer Victor Osimhen.

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Kolo Muani und Co. müssen sich beweisen

Neben prominenter Verstärkung besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass PSG in der kommenden Saison vermehrt auf vorhandene Kräfte und Jugendspieler aus den eigenen Reihen setzt.
Dazu gehört auch Randal Kolo Muani, den die Pariser im Sommer für wahnwitzige 95 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt loseisten. Für seinen Heimatverein kommt der Franzose in bislang 27 Pflichtspielen auf neun Treffer. Hinter Mbappé fungiert er meist als Ersatzspieler.
Der Wechsel seines Mannschaftskollegen könnte ihm die Chance geben, sich ins Rampenlicht zu spielen. Ähnlich sieht es bei Bradley Barcola aus. Der Linksaußen ist eine der großen Hoffnungen des französischen Fußballs, im Sommer kam er aus Lyon in die Hauptstadt.
Trotz 400 Millionen Euro Ausgaben in den letzten beiden Transferperioden scheint sich der Fokus bei PSG verändert zu haben. Die Zeiten, in denen ausschließlich auf Stars wie Zlatan Ibrahimovic, Lionel Messi, Neymar oder eben Mbappé gesetzt wurde, sind vorbei.
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Randal Kolo Muani

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Paris setzt auf die Jugend

Tatsächlich hat Miteigentümer "QSI" in den vergangenen Jahren die eigene Akademie gestärkt. In der Fußballszene ist es ohnehin ein offenes Geheimnis, dass die Kataris nach der WM 2022 im eigenen Land das Projekt PSG als "erfüllt" ansehen, keine riesigen Investitionen mehr tätigen wollen.
Da trifft es sich gut, auf die Akademie zu schauen - die Früchte davon trägt der Verein bereits jetzt. Bestes Beispiel ist Warren Zaïre-Emery, der das "neue Gesicht" des Projekts und einen "Wendepunkt" in der Ära des Investors werden soll, sagt Eurosport-Experte Vincent Bregevin.
"Zaïre-Emery ist ein Phänomen. Er hat sich zu PSG bekannt, will seine gesamte Karriere hier verbringen. Er stellt nimmt sich nicht wichtiger als die Mannschaft – ganz anders als Ibra, Neymar oder Mbappé."
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Pariser Hoffnung: Warren Zaïre-Emery

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Um dem Team eine "andere Identität" und dem Verein ein verbessertes Image zu geben, könnte man eine jüngere Elf um den 17-Jährigen herum bilden und beispielsweise den aktuell bei RB Leipzig unter Vertrag stehenden Xavi Simons zurückholen.

Mbappés Abschied ist eine Chance

Somit birgt der Abgang von Mbappé durchaus eine Chance für den Verein aus der französischen Hauptstadt. Trainer Enrique hat den Abnabelungsprozess bereits eingeleitet und gibt frischen Kräften die Möglichkeit, sich zu beweisen.
Einer davon ist Sommer-Neuzugang Gonçalo Ramos, der den Superstar am vergangenen Wochenende gegen Rennes ersetzte. In der Nachspielzeit rettete er seinem Team per Strafstoß immerhin noch das 1:1.
Es geht also auch ohne Mbappé ...
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Fast 6 Jahre Warten: Der Real-Flirt mit Mbappé

Quelle: Perform

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