Medien: MLS-Klub Chicago Fire legt Bastian Schweinsteiger einen Topvertrag vor

Bastian Schweinsteiger muss nur noch zustimmen, dann steht einem Wechsel von Englands Rekordmeister Manchester United in die Major League Soccer nichts mehr im Wege. Das jedenfalls berichtet das Fußball-Portal "goal.com". Demzufolge gebe es ein konkretes Interesse von MLS-Klub Chicago Fire, den Weltmeister unter Vertrag zu nehmen.

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Bastian Schweinsteiger würde ganz oben einsteigen, finanziell gesehen. Chicago, so will "goal.com" erfahren haben, habe dem 32-Jährigen einen Dreijahresvertrag mit einem Saisongehalt von 5,2 Millionen Euro angeboten. Damit würde Schweinsteiger zu den absoluten Topverdienern der MLS-Historie gehören.

"Schweinsteiger könnte Leader sein"

Sportlich müsste er aber klein anfangen, Chicago Fire hat gerade erst eine Katastrophen-Saison hinter sich. Das Team von Trainer Veljko Paunović wurde in der Eastern Conference Letzter, große Erfolge wie der Gewinn des MLS Cups (1998) sowie zwei Final-Teilnahmen (2000, 2003) sind lange her. Paunović, so heißt es, habe sich im November mit Schweinsteiger in Manchester getroffen, um ihm den Wechsel schmackhaft zu machen.
Einer wie der ehemalige DFB-Kapitän wäre nicht nur für den kriselnden Ex-Meister ein Gewinn, sondern für die gesamte Liga. "Sollte Bastian seine einzigartige Karriere fortsetzen, würden wir es begrüßen, wenn er über die MLS nachdenkt", hatte Liga-Commissioner Don Gaber im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de betont. Der Mittelfeldspieler könne "Leader für die vielen jungen Talente" sein.
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Arne Friedrich geht sogar noch einen Schritt weiter, rät Schweinsteiger explizit zu Chicago. "Fire ist der Verein, für den ich ein Jahr lang gespielt habe. Mit den Verantwortlichen stehe ich noch immer in engem Kontakt. Das wäre natürlich toll, wenn es so kommen würde. Gerade auch, weil Chicago nach meiner Zeit die Playoffs nicht mehr erreicht hat", erklärte der 37-Jährige im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de. Friedrich lief 2012 und 2013 für Chicago auf.
Schweinsteiger selbst hatte die USA als "eine Option" bezeichnet, konkret wollte er sich zur MLS bislang nicht äußern. Ganz aufgegeben hat der ehemalige Bayern-Star die Hoffnung nicht, dass er bei Manchester United doch noch zum Zuge kommt. "Mein Ziel ist es, für United zu spielen, dafür gebe ich in jedem Training alles und hoffe auf meine Chance." Die ist allerdings gering, Teammanager José Mourinho plant nicht mit Schweinsteiger, verbannte ihn zeitweise sogar komplett aus der ersten Mannschaft.

"Wenn die Mannschaft mich braucht..."

Eine Demütigung für den Weltmeister, der inzwischen zumindest wieder im Team ist. "Es läuft gut, ich trainiere mit der ersten Mannschaft mit, es macht mir sehr viel Spaß. Wenn die Mannschaft mich braucht, bin ich da, um ihr zu helfen", sagte Schweinsteiger vor einer Woche. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Bislang hat es der Deutsche in dieser Saison noch keine Einsatzminute für die "Red Devils" vorzuweisen. In der Europa League, wo United gestern ein überzeugendes 4:0 gegen Feyenoord Rotterdam einfuhr, ist er nicht einmal spielberechtigt.
Die Option Major League Soccer wird zunehmend attraktiver für Schweinsteiger. Und er wäre nicht der erste Superstar, der den Weg aus der Premier League über den großen Teich antritt, um dort seine Karriere zu beenden. Vielleicht sollte er mal bei Steven Gerrard anrufen...
TV-Tipp: Eurosport überträgt die Conference-Finals der Major League Soccer zwischen Toronto und Montréal (1. Dezember ab 1:00 Uhr MEZ) sowie den Colorado Rapids und Seattle (27. November ab 22:00 Uhr MEZ) LIVE im TV bei Eurosport 1, im Eurosport Player sowie im Livestream auf Eurosport.de.
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