Ousmane Dembélé sticht Lamine Yamal auch bei FIFA-Weltfußballer-Wahl aus - Aitana Bonmatí zum dritten Mal ausgezeichnet

Krönung in Katar: Offensivstar Ousmane Dembélé von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ist der Weltfußballer des Jahres 2025. Der Franzose wurde von der FIFA bei der Gala des Weltverbands am Dienstag in Katars Hauptstadt Doha ausgezeichnet. Dembélé folgt auf den Brasilianer Vinícius Júnior, der die Wahl im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Im September bekam er bereits den Ballon d'Or.

Dembélé zeigt Demut nach FIFA-Ehrung

Quelle: Perform

Die FIFA kann es tatsächlich auch ohne Pomp und Friedenspreise: In einer ungewöhnlich kurzen und einfach gehaltenen Zeremonie ist Ousmane Dembélé von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain wenig überraschend zum Weltfußballer 2025 gekürt worden.
FIFA-Präsident Gianni Infantino, vor nicht mal zwei Wochen noch Mittelpunkt einer exaltierten WM-Gruppenauslosung, überreichte dem Franzosen in Katars Hauptstadt Doha die Auszeichnung "The Best" - und brachte in seinen bemerkenswert wenigen Worten doch noch eine Spitze unter:
Dembélé nämlich sei damit der "offiziell" beste Spieler des Jahres, betonte der Schweizer - ein klarer Seitenhieb gegen die mindestens genauso prestigeträchtige Auszeichnung Ballon d'Or, mit welcher Dembélé im September ausgezeichnet worden war.
Damals hatte der 28-Jährige noch Tränen der Rührung vergossen, am Dienstag bei der improvisiert wirkenden, 45-minütigen Show des Weltverbandes sagte er recht abgeklärt: "Das war ein fantastisches Jahr für mich - für mich persönlich und mit der Mannschaft. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wiederkommen kann." Er setzte sich gegen seinen Landsmann Kylian Mbappé von Real Madrid und Jungstar Lamine Yamal (FC Barcelona) durch.

Dembélé und PSG vor Finale

Dembélé hat in Katar - dem Land, das seinem Klub PSG mit Milliarden erst den Aufstieg zur Nummer eins in Europas Fußball ermöglicht hatte - noch etwas vor: Am Mittwoch findet in Doha das Endspiel um den FIFA-Interkontinental-Pokal gegen CR Flamengo aus Rio de Janeiro statt.
Womöglich auch deswegen erschien Dembélés Trainer Luis Enrique nicht bei der Show in einem Nobelhotel. Sein Assistent Rafael Pol bahnte sich in Trainingsanzug und weißen Sneakern den Weg durch den verdunkelten Saal auf die Bühne und nahm stellvertretend die Trophäe für den besten Coach entgegen.
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Weltfußballer-Wahl: Dembélé und Bonmatí von der FIFA ausgezeichnet

Quelle: SNTV

Bonmatí, Wiegman und Donnarumma ausgezeichnet

Als Weltfußballerin wurde die derzeit verletzte Spanierin Aitana Bonmatí zum dritten Mal in Folge ausgezeichnet. Zur Welttrainerin wurde sogar zum fünften Mal Sarina Wiegman gekürt, die Niederländerin hatte Englands Frauen im Sommer zur erfolgreichen EM-Titelverteidigung geführt.
Die Wahl bei den Torhütern gewann der Italiener Gianluigi Donnarumma, der inzwischen von Paris zu Manchester City gewechselt ist - Manuel Neuer (Bayern München) hatte das Nachsehen. Beste Torhüterin ist die Engländerin Hannah Hampton, die sich unter anderem gegen Ann-Katrin Berger durchsetzte.

Lothar Matthäus bleibt einziger Deutscher

Abstimmen durften die Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie ausgewählte Medienvertreter und Fans.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist nach wie vor der einzige Deutsche, der in der Geschichte der Abstimmung zum Weltfußballer gewählt wurde (1991). Bei den Frauen dagegen gab es in Birgit Prinz, Nadine Angerer und Nadine Keßler bereits mehrere deutsche Preisträgerinnen.

France Football und FIFA im Dauerstreit

Der 28 Jahre alte Dembélé, Ex-Profi von Borussia Dortmund, hatte im September bereits den Ballon d'Or gewonnen. Seit Jahren verwirren die konkurrierenden Auszeichnungen die Fans.
Von 2010 bis 2015 ehrte die Fachzeitschrift "France Football" die Besten gemeinsam mit der FIFA, seitdem kämpfen beide Parteien um die Vormachtstellung.

Jahn Regensburg erhält "Fair Play Award 2025"

Der deutsche Fußball ging in Katar nicht gänzlich leer aus: Der Mannschaftsarzt des Drittligisten Jahn Regensburg wurde mit dem "Fair Play Award 2025" ausgezeichnet.
Andreas Harlass-Neuking erhielt den Preis, weil er vor dem Zweitliga-Gastspiel der Regensburger beim 1. FC Magdeburg im April einen Fan im Heimblock reanimiert hatte.
(SID)
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Alonso bei Real zwischen Verantwortung und Stolz

Quelle: Perform


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