Manchester United hat weiter großes Interesse an Thomas Müller vom FC Bayern

Der FC Bayern hat Thomas Müller für unverkäuflich erklärt. Mehrmals und nachdrücklich. Manchester United aber, der Klub von Louis van Gaal und Bastian Schweinsteiger, lässt sich nicht abwimmeln im Werben um den Weltmeister. Die "Red Devils" sollen Müller mit der Verdopplung seines Gehalts locken, weniger Auswechslungen wären im Preis wohl inbegriffen. Bayerns Machtworte interessieren United nicht.

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Sie haben wirklich alles probiert beim FC Bayern: Dementis, Bekenntnisse, Angebote, zuletzt gar ein symbolischer Akt.
Über Thomas Müller sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in der "Sport-Bild", dass er das Gefühl habe, "dass Thomas den FC Bayern nie verlassen wird. Und wenn er eines Tages aufhört, möchten wir ihn gerne in den Verein einbinden." Immerhin fühle sich Müller ja "total wohl" in München, "ich glaube nicht, dass sich unsere Fans Sorgen machen müssen".
Bei der China-Tour hatte Rummenigge noch schwerere Geschütze aufgefahren: "Manche Spieler haben kein Preisetikett. Dazu gehört Thomas Müller. Wir wären von allen guten Geistern verlassen, wenn wir ihn verkaufen würden!"
Nach dem Wechsel von Bastian Schweinsteiger zu Manchester United beharrte Rummenigge auf dem Standpunkt des Klubs: "Wir werden keinen Spieler mehr zu United abgeben."
Und vor dem Bundesligastart gegen den HSV (Freitag ab 20:30 Uhr im Liveticker auf eurosport.de) feuert der 59-Jährige nun die nächste Patrone: "Für Thomas Müller gibt es keinen Preis. Wir sind komplett resistent. Es soll mir mal jemand erklären, warum wir ihn abgeben sollten."
Gehaltsverdopplung in Manchester?
Dem FC Bayern ist sicherlich viel vorzuwerfen, aber nicht, das Revier in der Personalie Müller nicht nachhaltig abgesteckt zu haben. Es hilft trotzdem: nichts. Wenn es um den 25-jährigen Weltmeister geht, lässt sich Manchester United nicht abwimmeln, wie eine lästige Fliege.
Seit zwei Monaten beschäftige sich der englische Rekordmeister "intensiv" mit Müller, berichtet der "kicker" und bezieht sich auf "gesicherte" Quellen von der Insel. Dass Bayern einen Transfer kategorisch abgelehnt hatte, interessiert da scheinbar nur am Rande. United soll weiter Interesse haben - und mit einem gewaltigen Finanzrahmen aufwarten.
In München verdient Müller offenbar bis zu zwölf Millionen Euro brutto. In Manchester sollen es über zehn Millionen sein, netto natürlich. Der Vertrag bis 2020 liege in der Schublade von Louis van Gaal, der Müller 2009 bei Bayern zum Durchbruch verhalf.
Die Sache mit den Auswechslungen
Damals, als Shootingstar, kultivierte van Gaal einen Ausspruch: "Müller spielt immer". So kam es. Inzwischen, unter Pep Guardiola, ist der unkonventionelle Offensive meist die erste Wahl für eine Auswechslung; 22 Mal traf es ihn im Vorjahr, häufiger als jeden anderen Bayern. Das hat Müller nicht gefallen, und das hat er Guardiola mitunter gezeigt. "Müller musst du immer auf dem Platz lassen, man sollte ihn nie auswechseln", sagt "Sky"-Experte Stefan Effenberg.
Förderer van Gaal warb schon 2014 um einen seiner Lieblingsschüler, der jedoch bis 2019 verlängerte. In diesem Jahr soll der niederländische Coach bei Müller vorsprechen lassen haben, die Erfolgsaussichten aber dürften äußerst gering sein. Bayern ist kein Verkäuferverein. Das zumindest pflegen die Oberen an der Säbener Straße herauszustreichen.
"Müller wird Schweinsteigers Rolle übernehmen"
Kürzlich wurde Müller zum dritten Kapitän ernannt, hinter Philipp Lahm und Manuel Neuer. Der Urbayer soll Schweinsteigers Fehlen also auch offiziell kompensieren, Sportvortand Matthias Sammer hat das extra betont, "damit man das auch weiß. Thomas wird Schweinsteigers Rolle übernehmen und dementsprechend Einfluss geltend machen."
Indes hat Rummenigge noch einen Hinweis an seinen Ex-Trainer in petto: "Müller ist unverkäuflich. Da kann Louis van Gaal noch so stur sein."
Ein Machtwort der Bayern? Kann man so werten. Dass sich United damit abfindet? Kann man schwer glauben.
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