3 Dinge, die bei Manchester United - FC Arsenal auffielen: Gefühlte Niederlage für "Red Devils"

Manchester United kann Eifer und Courage gegen den FC Arsenal nicht in einen Sieg ummünzen: nur 1:1 (0:0) am 12. Spieltag der Premier League. Mesut Özil spielt dabei schwach wie selten in dieser Saison, United dafür auch ohne Stars richtig gut. Dennoch holt Arsenal einen Punkt, weil Olivier Giroud mit dem einzigen Schuss aufs United-Tor trifft. Drei Dinge, die uns auffielen.

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1. Stars außen vor

Beginnen wir mit Dingen, die nicht respektive kaum auffielen, namentlich Bastian Schweinsteiger und Wayne Rooney. Unter der Woche tat der Ex-DFB-Kapitän kund, weiterhin auf seine Chance zu hoffen - für einen Platz im Kader reichte es gegen den FC Arsenal aber erneut nicht.
Anders Rooney, von dem Fotos in offenbar stark alkoholisiertem Zustand auftauchten. Das war selbst für die trinkfreudigen Engländer zu viel, obwohl der 31-Jährige von Jürgen Klopp ("All die Legenden haben gesoffen wie die Teufel") oder Pep Guardiola ("Ich war auch manchmal betrunken") recht vehement verteidigt wurde.
Gegen Arsenal fehlte Zlatan Ibrahimovic gesperrt, dennoch saß Rooney draußen. Konsequenz der Undiszipliniertheit? Möglich. Manchesters Coach José Mourinho meinte:
Der Franzose mühte sich, ohne Impulse zu liefern, und nach 63 Minuten wurde Rooney eingewechselt. Ein paar gescheite Verlagerungen, ansonsten war's eine karge Rehabilitation.

2. Wie Bayern vs. Atlético - nur anders

Vor dieser Premier-League-Partie des 12. Spieltags rangierte Arsenal bloß zwei Punkte hinter der Tabellenspitze, die Mannschaft von Trainer Arsène Wenger spielt eine überzeugende Runde und dominierte auch im Old Trafford - oberflächlich betrachtet.
60 Prozent Ballbesitz verbuchten die Gäste in der ersten Hälfte und 55 am Ende, es wirkte federführend, aber Arsenal schob sich Bälle halt in jenen Arealen zu, die Manchester gewährte: überall, nur nicht im entscheidenden Drittel.
Genau dann bringt Kontrolle nichts, 78 Prozent Passquote verzerren das Bild. "Wir waren nicht griffig und fließend genug", monierte Wenger.
Es erinnerte an Duelle des FC Bayern München bei Atlético Madrid, mit Arsenal in der Bayern-Rolle als Scheinriese. Personifiziert wurde die Malaise durch Mesut Özil, der schwach spielte wie selten.
Den Londonern mangelte es an Struktur und Lösungen im Kreativbereich, folgerichtig war Oliver Girouds Tor schmeichelhaft. Der Angreifer traf in der 89. Minute zum 1:1, mit dem ersten und einzigen Arsenal-Schuss auf den Kasten von David De Gea...

3. Wengers Gruselserie hält

United war durch Juan Mata nach ansehnlicher Vorarbeit von Ander Herrera in Führung gegangen (69.), Mourinhos Elf lieferte kein Chancenfeuerwerk, dafür Eifer und Courage. Die Vorzüge: exzellente Raumaufteilung, Lauf- und Kampfbereitschaft, Aggressivität, Intensität, Willen. Das gefiel Mourinho:
Seine "Red Devils" waren leidenschaftlicher unterwegs, und sie präsentierten einen Plan. Mit Ball ging's flott in Richtung Abschluss, es wurden 12:5 Torschüsse notiert. Als "sehr unglücklich" empfand Mourinho das Remis, damit lag er richtig.
Es ist eine gefühlte Niederlage für United, das lediglich 2004/05 weniger Zähler (18) aus den ersten zwölf Liga-Spielen sammelte als diesmal (19).
Indes erlitt Arsenal einen Rückschlag im Titelkampf, dürfte den Punkt allerdings eher als Bonus verbuchen. Trotzdem setzte sich eine nahezu ungeheure Serie fort: Noch nie konnte Wenger ein Liga-Duell mit Mourinho gewinnen (fünf Pleiten, sieben Unentschieden).
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