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Claudio Ranieri bei Leicester City entlassen: José Mourinho, Jürgen Klopp & Gary Lineker mit Kritik
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Publiziert 24/02/2017 um 09:52 GMT+1 Uhr
Die Entlassung von Meistertrainer Claudio Ranieri bei Leicester City ruft prominente Reaktionen hervor. José Mourinho stützt Ranieri, indem er ein gemeinsames Bild auf Instagram postet und die Zustände im Fußball kritisiert. Ähnlich geht's Jürgen Klopp, der sogar den ganz großen Bogen spannt: "Brexit, Trump, Ranieri." Indes greift Gary Lineker die Leicester-Verantwortlichen an.
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Als amtierender Meistertrainer der Premier League in der darauffolgenden Saison geschasst werden: Claudio Ranieri ist bei Leicester City vom Gipfel gestürzt. Und José Mourinho kennt dieses Gefühl, das ihn im Dezember 2015 mit dem FC Chelsea ereilte.
Es passt also, dass Mourinho seinem Schicksalsbruder Ranieri zur Seite springt. Auf Instagram postet der Coach von Manchester United ein gemeinsames Bild und frankiert es mit diesen Worten:
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In Sensationsmanier stürmte Ranieri mit Leicester zum Titel. In dieser Spielzeit stürzten die "Foxes" böse ab, Tabellenplatz 17, ein Pünktchen vor der Abstiegszone. Am Donnerstagabend wurde Ranieri im Anschluss ans 1:2 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Sevilla und 297 Tage nach der Meisterschaft entlassen.
Jürgen Klopp vom FC Liverpool, am Montag nächster Leicester-Gegner in der Liga, bewertet die Geschehnisse im großen Rahmen:
Noch vor zwei Wochen bekannte sich Leicester zum Italiener, der Anfang Januar als Welttrainer des Jahres geehrt worden war. Laut "Mirror“ aber klagten seitdem einige Profis bei den Klubbossen. Als "schwierigste Entscheidung, die wir in den letzten Jahren getroffen haben" bezeichnete Vizepräsident Aiyawatt Srivaddhanaprabha die Maßnahme. "Aber wir sind verpflichtet, die Langzeitentwicklung des Klubs über alle persönlichen Gefühle zu stellen."
Bissige Presse: "Hauptstadt der Undankbaren!"
Leicester-Idol Gary Lineker reagiert mit scharfer Kritik. "Nach allem, was Claudio Ranieri für Leicester City getan hat, ist es inakzeptabel, ihn jetzt zu entlassen, unverzeihlich und herzzerreißend traurig", twittert der 56-Jährige, der 95 Tore in 194 Einsätzen für den Verein erzielte.
Die internationale Presse kommentiert ebenfalls bissig. "Ein abscheuliches Verbrechen, das zeigt, dass der Fußball seine Seele verloren hat", schreibt der "Independent", während im "Guardian" zu lesen ist: "Ranieris Herrschaft endet auf grausame und brutale Weise."
Die italienische "Gazzetta dello Sport" befindet: "Leicester beschmutzt das Märchen, das die ganze Welt verzaubert hatte." Und "Il Giornale" macht Leicester kurzerhand zur "Hauptstadt der Undankbaren! Null Geduld, null Dankbarkeit. König Claudio zahlt den Preis für die Fehler der gesamten Mannschaft."
Macht's wieder Hiddink?
Tatsächlich spielt das Team weit unter Möglichkeiten. Nach fünf Liga-Pleiten in Folge droht Leicester wie dem 1. FC Nürnberg 1969 und Manchester City 1938 ein Abstieg als Titelverteidiger. Vorläufig leiten Ranieris bisherige Assistenten Craig Shakespeare und Mike Stowell das Training.
Als Nachfolger werden derweil Roberto Mancini und Guus Hiddink gehandelt, was eine durchaus pikante Note hat: Der Niederländer folgte in der vergangenen Saison bei Chelsea auf einen gewissen Mourinho…
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