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Manchester United: Fünf gute Gründe für den Aufschwung unter José Mourinho
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Publiziert 23/02/2017 um 15:42 GMT+1 Uhr
Manchester United hat sich unter José Mourinho gemacht: In der Europa League ist das Achtelfinale gebucht, in der Premier League der Anschluss an die Champions-League-Plätze hergestellt - und am Sonntag wartet bereits der erste Titel der Saison. Eurosport.co.uk-Experte Alex Chick erklärt fünf gute Gründe für den Aufschwung, aber auch, wo weitere Stolpersteine liegen könnten.
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Wer wissen will, wie es um José Mourinho bestellt ist, der analysiert am besten seine Pressekonferenzen. Da geht's schließlich gerne mal hoch her, wenn Mourinho und/oder sein aktuelles Team in trouble sind. Und der Portugiese zeigt sein ganzes Portfolio.
Am Donnerstag in Saint-Étienne war jedoch alles ganz locker. Seichte Fragen nach dem 1:0 im Rückspiel der Europa League, entspannter Mou. Und ein lustiger Abschluss. Einen "guten Rückflug" wünschte Mourinho den Jungs von der Presse nach getaner Arbeit:
Oder soll ich euch mitnehmen? Ach ne, kein Platz mehr frei…
Gelächter allenthalben.
Top-Ergebnisse...
Es könnte wahrlich schlechter laufen bei Manchester United momentan. Nur eins der letzten 20 Spiele verloren, 15 gewonnen, dabei nur neun Gegentore gefangen - international haben nur Juventus Turin, der FC Chelsea, der AS Rom und der FC Bayern München in den letzten Monaten eine ähnliche Erfolgsbilanz vorzuweisen.
Zlatan Ibrahimovic sind mit mittlerweile 24 Saisontoren seine 35 Jahre nicht anzumerken; die Kritik an Paul Pogba (105 Millionen! Für den?!) ist mittlerweile auch verstummt; beide haben unter Mourinho die meisten Einsatzminuten.
Ander Herrera, Antonio Valencia, Daley Blind, Chris Smalling und Juan Mata bilden mittlerweile ein solides Grundgerüst.
...und schon der erste Titel?
Schön auch, dass sich United am Sonntag bereits den ersten Titel der Saison abholen kann: im League-Cup-Finale gegen den FC Southampton (17:30 Uhr im Liveticker) geht's um die 2,9 Kilo schwere Trophäe, die bei ManUtd bisher nur Sir Alex Ferguson holten konnte, vier Mal insgesamt, zuletzt 2010.
Dass Henrich Mchitarjan (Oberschenkel) und Michael Carrick (Wade), zwei Stützen des Erfolgs, sich in Saint-Étienne trotz des klaren 3:0 im Hinspiel verletzten und wohl am Sonntag fehlen werden, wollte sich Mourinho nicht ankreiden lassen.
"Du kannst dich auch verletzten, wenn du nur zur Haustür rausgehst", sagte er.
Was aber ist das Geheimnis des jüngsten Erfolgs? Wir haben Alex Chick von Eurosport.co.uk gefragt - ihm sind folgende fünf Punkte aufgefallen.
1. Rooney raus, Mchitarjan rein
Fast zwei Saisons lang war offensichtlich, dass Wayne Rooney United ein Stück weit einbremst, wenn er spielt - umso ernüchternder war für viele Fans zu Saisonbeginn, dass Mourinho Rooney dem Neuzugang Mchitarjan vorzog. Das hat sich nun geändert - Micky überzeugt, Rooney verabschiedet sich spätestens zum Sasisonende. Wenn da nicht Mchitarjans erneute Verletzung wäre...
2. Drei-Mann-Mittelfeld
Mit der Umstellung auf drei zentrale Mittelfeldspieler verschaffte Mourinho Paul Pogba den nötigen Freiraum. Defensiv derart abgesichert, spielt Pogba deutlich effizienter (mittlerweile zwölf Torbeteiligungen). Ander Herrera spielt eine exzellente Saison, Michael Carrick ist die Verlässlichkeit in Person - und sogar Marouane Fellaini spielte bei seinen letzten Einsätzen durchaus brauchbar.
3. Mehr Martial, weniger Rashford
Marcus Rashford ist als Talent der United-Schule ein Publikumsliebling, spielte auf links zuletzt aber wenig überzeugend; und in der Mitte ist für ihn wegen Zlatan kein Platz. Martial dagegen hat im Vergleich zu Beginn der Saison einen ordentlichen Sprung gemacht. Er spielt deutlich kreativer und entschlossener auf dem Flügel als es Rashford derzeit zeigen kann.
4. Niedrige Erwartungen
United spielte unter Mourinhos Vorgängern David Moyes und Louis van Gaal derart gruselig, dass sich das Selbstverständnis der ManUtd-Fans verändert hat. Während Arsenal-Fans wohl Ausschlag kriegen, würden die Gunners wieder nur Vierter werden, würde es für Mourinho wohl als Erfolg angerechnet werden. Das lässt die Mannschaft zurzeit befreit aufspielen.
5. Moderater Spielplan
United wartet diese Saison noch auf einen Sieg gegen einen der großen Rivalen, da gab's nämlich (außer im League Cup gegen ManCity) noch wenig zu holen. Dafür hat sich Mourinhos Team zuletzt gegen die vermeintlich Kleinen sehr effizient gezeigt und fast alle geschlagen. Seit dem 1:1 gegen Liverpool vor einem Monat hießen die Gegner: Stoke, Hull, Wigan, Hull, Leicester, Watford, Saint-Étienne, Blackburn, Saint-Étienne - und als nächstes Southampton. Der Premier-League-Spielplan hat es allerdings mit Chelsea, Arsenal und Tottenham unter den letzten sechs Gegnern in sich...
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