BVB-Boost für Arsenal: Aubameyang und Mkhitaryan wecken wieder Träume
Publiziert 05/02/2018 um 11:25 GMT+1 Uhr
Beim FC Arsenal herrschte monatelang nur Tristesse. Nach der ersten Gala der Winter-Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan wirkt der Verein jedoch wie aufgeweckt. Schwarz-Gelb als neue Triebkraft - auch für den zuletzt stark in die Kritik geratenen Arsène Wenger sind die ehemaligen Bundesliga-Stars wie ein Boost. Die Fans der "Gunners" können wieder träumen.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Auf dem Rasen für den FC Arsenal Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan, an der Seite des Trainers Arsène Wenger Jens Lehmann, im Hintergrund als Kaderplaner Sven Mislintat.
Und als ob das noch nicht genug an BVB-Erinnerungen gewesen wäre: Vor dem Spiel am Samstag gegen Everton wurde auch noch Tomas Rosicky offiziell verabschiedet. Die schwarz-gelbe Ära ist offiziell angebrochen im Nordosten von London.
Arsenal freut sich über neues Super-Duo
Ein Ex-Schalker brachte die neue Aufbruchstimmung, die nun vor allem durch Aubameyang und Mkhitaryan aufkeimt, dafür auf den Punkt. Sead Kolasinac sagte:
Debütant Aubameyang stand im Mittelpunkt beim 5:1 gegen das völlig überforderte Everton, zusammen mit Mkhitaryan, der von Manchester United ebenfalls gerade erst zu Arsenal gewechselt ist. Mkhitaryan bereitete drei Treffer vor. Das Duo, das von 2013 bis 2016 zusammen in Dortmund spielte und in London wieder vereint ist, macht dem Klub Hoffnung auf eine strahlende Zukunft.
"Die beiden Spieler haben sich gut in unser Spiel integriert. Sie haben die Qualitäten, die unser Spiel ausmacht. Sie sind technisch stark, und sie sind schnell", sagte Wenger nach der Partie, die einer Wiedergeburt des Vereins gleichkam nach der 1:3-Blamage bei Swansea City unter der Woche.
Es ist davon auszugehen, dass die Proteste gegen den Trainer, die zuletzt heftig wurden, nun wieder abebben. Der 68-Jährige scheint in der Winter-Transferperiode alles richtig gemacht zu haben.
Die Fans der "Gunners" sehen in Aubameyang indes einen möglichen Nachfolger der Klublegende Thierry Henry. Auch der Stürmer selbst machte bei seiner Vorstellung keinen Hehl daraus, dass er in dessen Fußstapfen treten wolle und bekam passend dazu Henrys Nummer 14.
Aubameyang erinnert an Henry
Niemandem wird entgangen sein, dass der geschmeidige Stil Aubameyangs und dessen gefühlvolles Lupfer-Tor, ob Abseits oder nicht, tatsächlich an Henry erinnert. Der Franzose hatte einst von 1999 bis 2007 Arsenals beste Zeit mit seinen Sprints und spektakulären Abschlüssen geprägt.
Die BVB-Kenner wiederum werden Vergleiche an ihre glanzvolle Zeit gezogen haben. Schon zu Dortmunder Zeiten war das spielerische Verständnis zwischen Aubameyang und Mkhitaryan schließlich unverkennbar gewesen. Gegen Everton harmonierten sie wie eh und je.
"Was für eine Nacht in diesem großartigen Stadion", schrieb Aubameyang danach bei Instagram und fügte an: "Tolle Teamleistung. Nur ein Wort: Glücklich!"
Die Offensive gehört nun zu Europas Spitze
Mit Aubameyang und Mkhitaryan hat die Arsenal-Offensive enorm an Schlagkraft dazu bekommen. In Kombination mit Mesut Özil, Alexandre Lacazette, Aaron Ramsey, Jack Wilshere, Danny Welbeck und Alex Iwobi gehört die Abteilung Attacke definitiv zu Europas Spitze.
Momentan rangieren die Londoner nur auf Rang sechs mit 45 Punkten nach 26 Spielen und sind in der Europa League im Sechzehntelfinale vertreten, der Gegner lautet in diesem Wettbewerb Östersund.
International wird das Duo "Auba/Micki" dann aber gesprengt. Aubameyang darf in der Europa League nicht mehr angreifen, weil Dortmund wie Arsenal dort spielt. Mkhitaryan darf ran, weil sein ehemaliger Verein, Manchester United, weiterhin in der Champions League vertreten ist.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung