Rennaissance von Manchester United: José Mourinhos Team startet durch
Manchester United ist fast perfekt in die neue Saison gestartet und steht zusammen mit Stadtrivale Manchester City an der Tabellenspitze. In seinem zweiten Jahr bei den "Red Devils" strebt José Mourinho das an, was bisher bei jeder seiner Stationen im zweiten Jahre klappte: der Gewinn der Meisterschaft. Besonders hilfreich: die neugewonnene Effizienz, die Romelu Lukaku derzeit perfekt verkörpert.
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Manchester United ist zurück in der Beletage der Premier League. Nach sieben Spieltagen rangiert der Rekordmeister punktgleich mit Stadtrivale Manchester City ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz und träumt nach Jahren der Tristesse und dem zwischenzeitlichen Abrutschen in die Europa League wieder von silbernen Pokalen mit kleinen und großen Henkeln.
Anteil an der sportlichen Wiedergeburt hat neben jeder Menge Geld auch Teammanager José Mourinho, der sich ganz nebenbei selbst neu erfindet und die persönliche Schaffenskrise hinter sich lässt. In der Post-Ferguson-Ära hatten erst David Moyes, dann Ryan Giggs und schließlich Louis van Gaal versucht, den Weltklub wieder titelfähig zu machen – ohne Erfolg.
Und auch Mourinho schien nach seiner Übernahme am kränkelnden Riesen zu scheitern, führte ihn in der Liga nur auf Platz 6 - 24 Punkte hinter Meister FC Chelsea.
Mourinhos beeindruckende Serie
Doch in seinem zweiten Jahr läuft es wie geschmiert. Zufall? Nein, denn der Portugiese startet nicht das erste Mal nach kurzer Anlaufzeit voll durch.
Mit jedem seiner Klubs, die er trainierte, gewann er im zweiten Jahr die Meisterschaft. "Es ist zu früh. Sieben Spiele. Es ist zu früh", beschwichtigte der Portugiese angesprochen auf diese beeindruckende Bilanz nach dem neuerlichen 4:0-Erfolg gegen Crystal Palace. Dennoch spricht derzeit vieles dafür, dass die Serie hält.
Gestartet waren die "Red Devils" im UEFA Supercup, in dem der Europa-League-Sieger auf den Champions-League-Gewinner trifft, mit einer 1:2-Niederlage gegen Real Madrid. Bis dato die einzige Pleite der Saison. Es folgten sechs Siege und ein Unentschieden in der Liga, zwei Siege in der Champions League und der Einzug ins Achtelfinale des League Cups.
Die Mannschaft funktioniert in allen Bereichen, ist in der Breite hervorragend besetzt. Auch ohne die verletzten Superstars Paul Pogba und Zlatan Ibrahimovic, sowie Marcos Rojo oder Michael Carrick spielt das Team wie ein Titelanwärter.
Der Knoten ist geplatzt
Ein besonderes Prunkstück gibt es in der Mannschaft nicht direkt. Vorne wie hinten verrichtet der Rekordmeister nahezu perfekte Arbeit – Tordifferenz: +19 (21:2). In der vergangenen Spielzeit drückte besonders offensiv der Schuh. 54 Tore in 38 Spielen lautete die magere Bilanz am Saisonende.
Für Juan Mata, Torschütze zum 1:0 gegen Crystal Palace, ist die neugewonnene Treffsicherheit überraschend:
Lukaku entlastet Ibrahimovic
Ibrahimovic hat diese Saison wahrlich nichts mit der "Torflut" zu tun, Stürmer-Neuzugang Romelu Lukaku sehr wohl. Der 24-Jährige steht mit sieben Ligatreffern an der Spitze der Torjägerliste und damit sinnbildlich für die neue Effizienz der "Red Devils". In seinen ersten zehn Pflichtspielen der Saison erzielte er bereits zwölf Tore.
"Das sind eine Menge Treffer, besonders dann, wenn du in einer neuen Umgebung spielst", lobt Mata seinen Kollegen:
Am nächsten Spieltag geht es nun zum defensiv wackeligen FC Liverpool an die Anfield Road. Ein Duell, das Brisanz in sich birgt. Die "Reds" gelten als Erzfeind von United und müssen nach schwachem Saisonstart (nur Platz 7) liefern. Beschäftigt hat sich Manager Mourinho noch nicht mit der Partie, aus Zeitgründen:
Gott sei Dank gibt es die Länderspielpause.
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