Darum könnten Jürgen Klopp und der FC Liverpool Millionen sparen

In Zeiten der Coronakrise ist auch der Transfermarkt unsicher. Der FC Liverpool kann dem aber relativ cool entgegensehen. Denn im sechsten Jahr mit Manager Jürgen Klopp und nach dem Triumph der Profis in der Champions League wird nun auch im Nachwuchsbereich des designierten Meisters 2019/20 die nächste Stufe gezündet. Im Unterbau bewegt sich etwas. Und Klopp wird's lieben.

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Beim FC Liverpool entsteht etwas Großes. Wie viele Millionen in den letzten Jahren in "Beine" investiert worden sind, ist hinlänglich bekannt. Dass der amtierende Champions-League-Sieger aber auch rund 60 Millionen Euro in ein neues hochmodernes Leistungszentrum gesteckt hat, dagegen nicht unbedingt.
Das neue Trainingszentrum der Reds befindet sich in Kirkby, wo bislang nur die Jugendteams übten - jeweils rund sechs Meilen entfernt von Anfield und der aktuellen Heimat in Melwood.

Liverpool-Teams unter einem Dach

In diesem Sommer soll es eröffnet werden. Trotz der Coronakrise laufen die Bauarbeiten dort planmäßig. Wann immer auch die Fußball-Profis von Manager Jürgen Klopp zurück auf den Rasen dürfen, spätestens zur neuen Saison sind die Räumlichkeiten bezugsfähig.
Neu: Alle Teams – Nachwuchs und Profis – sind unter einem Dach. Das zentrale Gebäude umfasst auf 9200 Quadratmetern alles, was das Fußball-Herz begehrt. Modern, schick und mit besonderen Feinheiten. So sollen die Räume der Reha-Abteilung mit riesigen zu den Trainingsplätzen ausgerichteten Fenstern ausgestattet sein.
Kein Profi, der das rote Trikot trägt – auch wenn er verletzt sein sollte – soll sich ausgegrenzt fühlen. Der Teamgedanke wird groß geschrieben und von Klopp vorgelebt. Bei seiner Vertragsverlängerung im Dezember 2019 sagte er über sich und seinen Staff:

Reds-DNA im eigenen Nachwuchs gesucht

Erfolg und Verbundenheit - es sind wertvolle Attribute, für die Klopp mit seinem Namen steht. Auch deshalb besteht kein Zweifel daran, dass er weiterhin der richtige Mann am richtigen Ort ist. Seine Teams zeichneten sich in der Vergangenheit stets durch ein hervorragendes Zusammengehörigkeitsgefühl aus.
Denkmalstatus hat sich Klopp mit dem Triumph in der Champions League und voraussichtlich dem Meistertitel in diesem Jahr in Liverpool längst erarbeitet. Bis 2024, solange läuft sein Vertrag, wird er versuchen, gemeinsam mit dem Klub, den Erfolg mit Nachhaltigkeit zu verbinden.
Entscheidend dafür ist selbstverständlich die eigene DNA, vererbt von treuen Spielern, die es aus der eigenen Jugend in höchste Sphären mit den Profis schaffen. Trent Alexander-Arnold ist so ein Beispiel. Er wuchs in Melwood auf, arbeitete sich hoch und ist nun einer der großen Stars.
Und ziemlich viel deutet daraufhin, dass ihm künftig noch einige Spieler folgen. Ähnlich wie beim FC Bayern München, wo Hansi Flick konsequent Jugendspieler fördert (Alphonso Davies, Joshua Zirkzee etc.) und auch die Zusammenarbeit mit dem Bayern-Campus enger wird, ist Klopp seit jeher gewillt, junge Spieler zu fördern und zu formen.
Bei Borussia Dortmund trauern die Verantwortlichen diesen Fähigkeiten noch immer hinterher, weil sie wissen, wie er diese Herausforderung braucht und liebt.

Drei Talente schon auf dem Sprung

In Liverpool indes stehen drei Akteure dicht vor dem endgültigen Sprung zu den Profis: Harvey Elliott (17 Jahre alt, Rechtsaußen), Curtis Jones (19, zentrales Mittelfeld) und Neco Williams (19, rechter Verteidiger).
Das Trio wird bereits regelmäßig zum Training hochgezogen und ihnen wird nachgesagt, dass sie das gewisse Etwas mitbringen, um den Sprung schnell zu schaffen.
Elliott, Jones und Williams lieferten bereits einen Vorgeschmack, als sie zu Beginn dieses Jahres im FA-Cup-Derby gegen den FC Everton gemeinsam auf dem Platz standen. Jones erzielte per Traumtor sogar den 1:0-Siegtreffer. Danach sagte er:
Klopp war da schon euphorischer:
Angesichts der aktuellen Unsicherheit auf dem Transfermarkt und der Probleme, die sich aus dem weltweiten Ausbruch des Coronavirus ergeben, könnten Klubs wie Liverpool künftig gezwungen sein, zumindest kurzfristig verstärkt auf ihre Akademien zurückzugreifen.
Der LFC hat seine Hausaufgaben gemacht.
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