Klopp und FC Liverpool droht Nullrunde auf dem Transfermarkt
Trotz der Coronakrise und einer erwarteten Abkühlung auf dem Transfermarkt brodelt die Gerüchteküche. Nur der FC Liverpool mischt kaum mit. Teammanager Jürgen Klopp bereitet das etwas Sorgen. Bei "Sky" sagte er: "Hier gibt es etliche Gerüchte in England, wen ManUnited holt, Chelsea holt und so weiter. Bei uns ist eher Ruhe, das kann man klar sagen."
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Jedoch weiß Jürgen Klopp auch um die aktuell schwierige Situation für die Vereine: "Wenn du es seriös angehen willst, normal wirtschaftest und du keine Ahnung hast, wie viel man einnehmen wird im nächsten Jahr - weil wir nicht wissen, ab wann wieder mit Zuschauern gespielt werden kann - das muss einfach mal durchgerechnet werden. Im Moment verlieren alle Vereine Geld, das ist ja klar."
Das hält Liverpools Konkurrenten aber offenbar nicht davon ab, in neue Spieler zu investieren. Jüngstes Beispiel: Timo Werner, der angeblich zur nächsten Saison von RB Leipzig zum FC Chelsea wechselt. 53 Millionen Euro sollen die Blues für den 24-Jährigen hinblättern wollen.
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26/07/2025 um 21:12 Uhr
Klopp: Gehaltsverzicht und Mega-Transfers passen nicht zusammen
Auch der FC Liverpool wurde lange Zeit mit Werner in Verbindung gebracht, das Rennen machte aber offenbar Chelsea. Auch weil für Klopp Transfers in solchen Größenordnungen in der aktuellen Zeit unverhältnismäßig sind.
"Mit Spielern über irgendwelche Dinge zu diskutieren, wie Gehaltsverzicht oder sonst was, und auf der anderen Seite gleichzeitig einen Spieler für 50 oder 60 Millionen zu kaufen. Das müsste man auch erst mal erklären", sagte der Champions-League-Sieger von 2019.
Havertz und Sancho bleiben teuer
Mit dieser Einstellung dürfte es aber selbst für einen solch erfolgreichen und namhaften Klub wie den FC Liverpool schwierig werden, in diesem Sommer Top-Spieler zu verpflichten.
Auch wenn Transfers in Höhe von 100 Millionen Euro vermutlich erst einmal der Vergangenheit angehören, so dürften gefragte Spieler wie Bayer-Jungstar Kai Havertz oder Jadon Sancho von Borussia Dortmund weiterhin ordentlich viel Geld kosten.
Die Reds sollen starkes Interesse haben, Sancho zu verpflichten. Sein Marktwert liegt laut "transfermarkt.de" jedoch immer noch bei 117 Millionen Euro.
So könnte Klopps Klub ein Transfersommer ohne Neuzugänge drohen, sollte der Teammanager an seinen Prinzipien festhalten.
Premier-League-Fortsetzung startet für Liverpool mit einem Kracher
Allerdings muss der 52-Jährige vorerst auch gar nicht so viel an seinem Kader ändern. Schließlich dominiert Liverpool die Premier League. Bei noch neun ausstehenden Ligaspielen liegt der LFC 25 Punkte vor dem Tabellenzweiten Manchester City und stehen dicht vor dem ersten Meistertitel seit 30 Jahren.
Nach einer über dreimonatigen Unterbrechung aufgrund der Coronavirus-Pandemie nimmt die englische Eliteliga am 19. Juni wieder ihren Spielbetrieb auf. Die Reds starten dabei direkt mit einem Kracher in die Saison-Fortsetzung: Am 21. Juni geht es im Merseyside-Derby gegen den Stadtrivalen FC Everton.
Gewinnt Klopps Mannschaft das Derby, könnten sie theoretisch schon drei Tage später im Heimspiel gegen Crystal Palace die Meisterschaft perfekt machen.
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