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FC Liverpool und Jürgen Klopp kassieren gegen ManCity derbe Pleite
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Publiziert 02/07/2020 um 23:10 GMT+2 Uhr
Der FC Liverpool musste im Spitzenspiel bei Manchester City eine herbe Pleite hinnehmen. Die Team von Jürgen Klopp unterlag den Skyblues klar mit 0:4 (0:3) und ging erstmals seit dem Restart als Verlierer vom Platz. Kevin De Bruyne per Foulelfmeter (24.), Raheem Sterling (34.) und Phil Foden (44.) brachten City in Führung. Alexander Oxlade-Chamberlain sorgte per Eigentor für den Endstand (66.).
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So lief das Spiel:
Auch wenn Liverpool bereits als Meister feststand und Manchester City auf bestem Weg in Richtung Platz zwei ist, sahen beide Mannschaften keinen Grund, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Engagiert gingen beide Teams die Partie an. City war auf Ballbesitz und Kontrolle bedacht und suchte dabei immer wieder die spielerische Lösung. Liverpool setzte auf hohes Pressing und versuchte bei Ballgewinnen schnell umzuschalten.
Das führte zu einigen guten Offensivgelegenheiten auf beiden Seiten. Mo Salah scheiterte zunächst per Direktabnahme an Ederson (4.) und wenig später am rechten Pfosten (19.). Auf der Gegenseite tauchte Gabriel Jesus zweimal frei vor Alisson Becker auf, stand beide Male aber knapp im Abseits (3./18.).
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In der 24. Minute ging Raheem Sterling gegen Joe Gomez im Liverpooler Strafraum ins Dribbling. Der Innenverteidiger versuchte an den Ball zu kommen, arbeitete dabei aber viel mit den Armen und brachte Sterling so zu Fall – Elfmeter für die Gastgeber. Kevin de Bruyne übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0 (25.).
Mit der Führung im Rücken spielte City stark auf und wurde zehn Minuten später zum zweiten Mal belohnt. Phil Foden bediente Sterling, der erneut ins Duell mit Gomez ging. Mit dem ersten Kontakt ließ der Ex-Liverpooler seinen Gegenspieler aussteigen und tunnelte ihn dann auch noch per Flachschuss zum 2:0 (35.).
Weitere zehn Minuten später entwickelte sich die Partie dann zu einem bitteren Abend für den zukünftigen englischen Meister. Foden spielte einen feinen Doppelpass mit de Bruyne und schoss den Ball über Alisson hinweg zum 3:0 ein (45.).
Auch nach der Pause machte City da weiter, wo sie aufgehört hatten, während Liverpool erst einmal die defensive Orientierung suchen musste. Gleich drei gute Chancen boten sich den Gastgebern direkt nach Wiederanpfiff. Zunächst unterlief Trent Alexander-Arnold ein Patzer beim Einwurf. Jesus hatte dadurch viel Platz, doch sein Abschluss war zu harmlos (48.). Kurz danach wurde ein Schuss von Sterling noch zur Ecke geblockt (50.) Und nur eine Minute später konnte Van Dijk einen Abschluss von Ilkay Gündogan gerade noch vor der Linie klären (51.).
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Während bei City offensiv vieles zusammenlief, standen Liverpools Offensivakteure an diesem Tag einfach neben sich. Allen voran Sadio Mané, der in der 55. Minute nach einem Pass etwas glücklich frei vor dem Tor von Ederson auftauchte. Doch der Senegalese verstolperte den Ball und vergab so die größte Chance für die Gäste.
Kurz darauf kam dann aus Liverpooler Sicht auch noch Pech dazu. Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte zunächst auf den Punkt, nachdem Kyle Walker Mané nach einem langen Ball von hinten geschubst hatte (57.). Doch der Videoschiedsrichter entschied nach Ansicht der Bilder, dass der Kontakt außerhalb des Strafraums stattgefunden hatte. So gab es statt Elfmeter nur einen Freistoß, der ungenutzt blieb.
Und wie es an diesem Tag eben so lief, erzielte Manchester City wenig später dann auch noch das 4:0 (66.). Wieder waren die beiden besten Spieler an diesem Tag – de Bruyne und Sterling – am Tor beteiligt. Der Belgier spielte einen schönen Pass in den Rücken der Liverpooler Abwehr auf Sterling, der Van Dijk ins Leere laufen ließ und abzog. Alex Oxlade-Chamberlain rutschte noch in den Schuss und fälschte ihn ins Tor ab. Möglicherweise wäre der Ball sonst am Tor vorbeigegangen.
Auch wenn es Liverpool in der Folge noch versuchte, kamen nur selten gefährliche Offensivaktionen zustande. Die Skyblues standen hinten sehr sicher und waren bei Kontern stets gefährlich. Den besten davon schloss Riyad Mahrez ab, sein Schuss ging aber ein gutes Stück am Tor vorbei (81.).
In der Nachspielzeit jubelte der Algerier dann, nachdem er den Ball im kurzen Eck untergebracht hatte (90.+4). Doch der Treffer wurde zurückgenommen, da Foden in der Entstehung mit der Hand den Ball berührt hatte.
So blieb es beim 4:0 für die Mannschaft von Pep Guardiola, die den Liverpoolern die höchste Saisonniederlage zufügte und etwas Wiedergutmachung für die Saison betrieb. Damit dürften die Skyblues auch Platz zwei in der Abschlusstabelle gesichert haben. Bei noch 18 zu vergebenen Punkten haben die Citizens elf Punkte Vorsprung auf den Dritten Leicester City. Ob das dann auch für die Teilnahme an der Champions League berechtigt, wird noch vor Gericht entschieden.
Die Stimmen zum Spiel:
Raheem Sterling (Manchester City): "Liverpool war das ganze Jahr über brilliant. Wir wollten ein gutes Spiel gegen sie machen. Wir wussten, dass wir dieses Jahr teilweise enttäuscht haben. Wir konnten uns gegen den neuen Meister beweisen und haben das überragend gemacht. Die nächste Saison beginnt schon heute und wir haben das sehr gut gemacht."
Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Was soll ich dazu sagen. Wir haben den Meister geschlagen. Wir haben gut gespielt. Liverpool hatte auch gute Gelegenheiten, gerade am Anfang durch Salah. Wir haben versucht, Fußball zu spielen, Risiko einzugehen. Liverpool ist das beste Team, gegen das ich jemals gespielt habe, wenn sie so hoch pressen. Wir haben das aber richtig gut gemacht und konnten ihnen wehtun."
Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "City hat unsere Fehler ausgenutzt und wir ihre nicht. Aus einfachen Fehlern von uns hat City die Tore gemacht. Wir haben unsere Situationen gehabt. Wichtig war mir die Einstellung, die wir gezeigt haben. Ich war wirklich mit vielen Bereichen des Spiels zufrieden. Ich habe viel Gutes gesehen. Ich bin nicht happy mit dem Spiel, aber ich bin mit Teilen zufrieden."
Jordan Henderson (FC Liverpool): "Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Wir wollten hier herkommen und eine gute Leistung zeigen. Wir wollten eigentlich immer weitermachen. Wir hatten gute Chancen, aber der Abschluss hat gefehlt. Das ist auch eine Situation, aus der wir lernen können. Man muss Manchester City auch ein Kompliment machen, wie gut sie waren. Aber auch bei uns haben alle alles gegeben."
Das fiel auf: Sterling zerlegt seinen Ex-Klub
Der alles überragende Mann auf dem Platz war Raheem Sterling. Der 25-Jährige hatte bei fast allen offensiven Aktionen der Citizens seine Füße im Spiel – zunächst über die linke Außenbahn und später auch im Sturmzentrum. In Zahlen ausgedrückt bedeutete das einen Treffer, einen Fast-Treffer, der letztlich als Eigentor von Oxlade-Chamberlain gewertet wurde, und einen herausgeholten Elfmeter. Für Sterling war es das erste Tor gegen seinen Ex-Klub seit seinem Wechsel zu Manchester City im Jahr 2015.
Der Tweet zum Spiel:
Wie es üblich ist, standen die Spieler von Manchester City dem bereits feststehenden Meister Liverpool beim Einlauf Spalier und applaudierten. Im Anschluss daran war es vorbei mit den Respektsbekundungen, wie das Endergebnis verdeutlicht.
Die Statistik: 15/18
Nach dem feststehenden Gewinn der Meisterschaft hatten die Reds als nächstes Ziel den Punkterekord in der Premier League ausgerufen. Der liegt bei exakt 100 Punkten und datiert aus der Saison 2017/2018 - aufgestellt von Manchester City. Nach der Niederlage im Topspiel stehen die Reds weiterhin bei 86 Punkten. Bei sechs verbleibenden Spielen muss das Team von Jürgen Klopp damit 15 von 18 möglichen Punkten holen, um den Rekord zu übertreffen.
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