VAR versagt bei FC Chelsea gegen Tottenham Hotspur

Der FC Chelsea schlägt Tottenham Hotspur in der Premier League mit 2:1 - für Aufregung sorgt dabei ein vom Video Assistant Referee nicht geahndetes brutales Foul des Spurs-Profis Giovani Lo Celso gegen Chelseas César Azpilicueta, was hinterher offiziell als Fehlentscheidung eingestanden wird. Blues-Coach Frank Lampard findet das allerdings "nicht gut genug" und regt sich auf.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Was in der Bundesliga der Kölner Keller ist, ist in der Premier League "Stockley Park" - hier schreitet der VAR zur Tat. Beim Londoner Derby zwischen dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur (2:1) versagte der Video Assistant Referee jedoch, wie später von offizieller Seite eingestanden wurde.
Kurz nach der Halbzeitpause war Tottenhams Giovani Lo Celso dem Spanier César Azpilicueta brutal aufs rechte Schienbein getreten.
Weil Schiedsrichter Michael Oliver das Einsteigen des Argentiniers in Realgeschwindigkeit nicht gesehen hatte, griff der VAR David Coote ein - gemeinsam entschieden sie jedoch zum Entsetzen aller Blues nicht auf die folgerichtige Rote Karte, sondern nur auf Freistoß. "Das war ein klarer Tritt", klagte Azpilicueta hinterher mit einem dicken Eisbeutel auf dem rechten Schienbein.

Lampard außer sich vor Wut

Chelsea-Trainer Frank Lampard brachte die Entscheidung so richtig auf die Palme. "Jeder wusste, dass es ein großer Fehler war", sagte die Blues-Legende auf der Pressekonferenz und fügte hinzu:
Das Schiedsrichtergespann habe "minutenlang Zeit" gehabt, sich die Szene anzusehen und die richtige Entscheidung zu treffen: "Und ehrlich gesagt hätte ein Blick genügt."
Er selbst sei kein Gegner des Videobeweises, im Gegenteil. "Ich will, dass der Videobeweis funktioniert", sagte Lampard: "Es ist eine Highspeed-Sportart und der VAR soll dem Schiedsrichter auf dem Platz unterstützen und besser machen." In diesem Fall jedoch habe das Kontrollorgan versagt.

Mourinho hält sich mit Einschätzung zurück

Spurs-Coach José Mourinho wollte nicht näher auf den Vorfall eingehen, meinte allerdings in Richtung des VAR:
Er hoffe, es gäbe demnächst dieselbe Aufregung, wenn fälschlicherweise gegen sein Team entschieden werde - "so wie gegen Liverpool, als Robertson eine Rote Karte hätte kriegen müssen oder gegen Watford, als Capoue gleich zweimal vom Platz fliegen muss unter der Leitung desselben Gentlemans, Michael Oliver. Ich hoffe, dann gibt's denselben Aufschrei."
Da der Vorfall im Spiel von Schiedsrichter und VAR beurteilt wurde, muss Lo Celso keine weiteren Konsequenzen fürchten. Größeren Einfluss auf den Spielausgang hatte die Fehlentscheidung allerdings nicht - Chelsea siegte 2:1.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung