An das Telefonat mit Jose Mourinho erinnert sich Rüdiger noch genau. Frustriert von seiner Rolle als Bankdrücker beim FC Chelsea sprach der Innenverteidiger mit dem Teammanager des Premier-League-Rivalen Tottenham Hotspur über einen Wechsel. "Am Ende ist nichts passiert", sagte der 28-Jährige - und darüber ist er inzwischen froh.
Über seine neue Rolle im Verein ist auch Joachim Löw glücklich. Ohne Spielpraxis wäre Rüdigers Nominierung für die EM (11. Juni bis 11. Juli) ein Risiko gewesen. Dabei hält der Bundestrainer große Stücke auf den Defensivspezialisten. "Er spielt in einer internationalen Topkategorie – von der Athletik, Dynamik und Zweikampfstärke und -härte", sagte Löw.
Dieses Lob untermauerte Rüdiger mit seiner guten Leistung zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen Island (3:0). Der ehemalige Stuttgarter schwang sich in Abwesenheit des weiterhin verletzten Niklas Süle zum Abwehrchef auf. Rüdiger gab lautstark die Kommandos, strahlte viel Ruhe aus und überzeugte mit klugen Pässen in der Spieleröffnung. Fähigkeiten, die auch am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) im Nationalstadion in Bukarest gegen die stärker einzuschätzenden Rumänen gefragt sind.
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Rüdiger über Tuchel und seine Zukunft bei Chelsea

Das nötige Selbstvertrauen hat sich Rüdiger zuletzt im Verein geholt. Unter Tuchel spielt er in der Dreierkette wieder stark auf. Die zwei Gegentore in 14 Pflichtspielen waren auch Rüdigers Verdienst. Er lobt seinen deutschen Teammanager:
Er ist sehr detailversessen und bringt extrem gut die taktischen Kniffe rüber."
Jetzt kann er sich sogar eine Vertragsverlängerung über 2022 hinaus vorstellen. Rüdiger, der seit 2017 in London spielt, meinte:
Ich kann mir selbst keinen Vertrag geben. Aber ich habe immer gesagt, dass ich es bei Chelsea liebe. Chelsea wird für mich immer an erster Stelle stehen."
Bevor er mit Mourinho telefonierte, hatte sich Rüdiger auch über einen Wechsel zum französischen Meister Paris St. Germain mit dem damaligen Trainer Tuchel ernsthafte Gedanken gemacht. Auch daraus wurde nichts - zum Glück für Rüdiger, Tuchel und Löw.
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(SID)

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