Die Anfangsphase zwischen dem Tabellenelften Arsenal und dem Dreizehnten Crystal Palace spiegelte die Tabellensituation der beiden Londoner Klubs gut wieder: Chancen waren Mangelware, zudem mangelte es auf beiden Seiten an Tempo und Kreativität. Insgesamt dauerte die triste Abtastphase bis zur 20. Spielminute an, ehe Pierre-Emerick Aubameyang Crystal-Keeper Vicente Guaita mit einem wuchtigen Schuss aus halblinker Position zu einer ersten echten Parade zwang (20.).
Knapp drei Minuten später brachte das Sturmduo Zaha-Benteke die Arsenal-Hintermannschaft erstmals in Bedrängnis. Nach einem schnellen Doppelpass suchte Wilfried Zaha direkt den Abschluss aus knapp acht Metern, doch Granit Xhaka war zur Stelle und warf sich in höchster Not in den Schuss (23). Es sollte der Beginn einer druckvollen Phase der Gäste sein.
Nach einer guten halben Stunde fand Tyrick Mitchell mit einer flachen Hereingabe von der linken Seit in den Rücken der Arsenal-Abwehr Christian Benteke im Zentrum, der jedoch etwas in Rücklage geriet und das Spielgerät unbedrängt aus elf Metern in den Londoner Nachthimmel jagte (29.).
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Arsenal trat zu diesem Zeitpunkt des ersten Durchgangs offensiv kaum in Erscheinung. Ein David Luiz-Kopfball in die Hände von Guaita (32.), sowie Hector Bellerin, der Alexandre Lacazette eine gute Schusschance nahm (34.), waren die einzigen Akzente der Hausherren.
Die Gäste spürten, dass Arsenal nach zuletzt drei Siegen in Folge durchaus schlagbar war und wollten noch vor der Pause die Führung - was auch beinahe gelungen wäre. Erst scheiterte James Tomkins nach einer feinen Freistoß-Flanke von Eberechi Eze mit seinem Kopfball am Querbalken (39.), dann fischte Bernd Leno einen hervorragenden Benteke-Kopfball aus der linken Ecke (42.).
So gingen die Gunners mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Pause. Palace konnte sich ärgern, die guten Torgelegenheiten nicht in etwas Zählbares umgemünzt zu haben.
Beide Teams kamen personell unverändert aus der Pause, allerdings trat Arsenal in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff mit einer deutlich verbesserten Körpersprache auf und setzte die Gäste unter Druck. Bellerin setzte wenige Sekunden nach Wiederanpfiff einen Schuss von der Strafraumkante rechts neben das Tor (46.), Smith Rowe konnte 120 Sekunden später seinen Kopfball nach einer Ecke von Saka aus zehn Metern nicht mehr in Richtung Gehäuse bringen (48.). Die Hausherren schnürten die Gäste in den zu Beginn der zweiten Halbzeit regelrecht am eigenen Strafraum ein - ein Tor sprang aber nicht dabei heraus.
Nach den druckvollen Arsenal-Minuten verflachte die Partie wieder. So war es eine Einzelaktion von Ainsley Maitland-Niles, die den Hausherren einen weiteren Abschluss bescherte: Der Rechtsfuß, der als Linksverteidiger agierte, ließ mit einem Dribbling drei Gegenspieler aussteigen und zog aus 16 Metern ab. Der Schuss des Gunners kam jedoch zu zentral und stellte kein Problem für Guaita dar (63.).
Bis zur 70. Minute dauerte es, ehe das Duo Zaha-Benteke wieder in Erscheinung trat. Zaha suchte Benteke nach einem schnellen Gegenstoß mit einem flachen Zuspiel von der rechten Seite, doch Xhaka klärte mit einer Grätsche in höchster Not gegen den einschussbereiten Belgier (70.).
Ein ansehnliches Premier League-Spiel entwickelte sich aber auch nach dieser Aktion nicht mehr. In den letzten 20 Spielminuten dümpelte das Spiel mehr oder weniger vor sich hin. Zaha wollte nach einer leichten Berührung mit Holding im Arsenal-Strafraum einen Elfmeter haben, Schiedsrichter Andre Marriner entschied sich jedoch dagegen (85.).
So blieb es bei einem tristen 0:0, das zwar in Ordnung geht, angesichts der Palace-Chancen aus Durchgang aber sogar ein glückliches Ergebnis für die Hausherren ist.

Der Tweet zum Spiel:

Ratlos und frustriert – Mikel Artetas Team bot gegen Crystal Palace eine ernüchternde Leistung.

Das fiel auf: Arsenal-Serie reißt

Nach den Siegen gegen den FC Chelsea (3:1), Brighton & Hove Albion (1:0) und West Bromwich Albion (4:0) reist die Mini-Serie des FC Arsenal gegen Crystal Palace. Somit verpassen die Gunners den Anschluss an die internationalen Plätze.
Angesichts des Spielverlaufs können sich die Hausherren fast über den Punkt gegen den Stadtrivalen freuen, denn die Hausherren wirkten - bis auf die ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff - sehr behäbig. Das Palace-Sturmduo Benteke-Zaha wirkte dagegen vor allem im ersten Durchgang spritzig und spielfreudig. David Luiz hatte mehrmals das Nachsehen gegen den bulligen Belgier, sodass wiederholt Xhaka aushelfen musste.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine triste Premier League-Begegnung ohne große Torgelegenheiten. Unterm Strich ein glücklicher Punkt für die Hausherren, spielerisch jedoch ein klarer Rückschritt.

Die Statistik: 0

0:0 - ein Endstand den es in der sonst so offensiv-geführten englischen Liga eher selten gibt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kam bei diesem Londoner Derby leider zu keinem Zeitpunkt Feuer ins Spiel. Die logische Konsequenz: Ein torloses Unentschieden.
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