Premier League: FC Arsenal schlägt den FC Chelsea im Derby

Der FC Arsenal hat das Londoner Derby am Boxing Day gegen den FC Chelsea mit 3:1 (2:0) für sich entschieden und damit eine Negativserie von sieben Spielen ohne Dreier beendet. Alexandre Lacazette vom Punkt (35./Foulelfmeter) sowie Granit Xhaka (44.) und Bukayo Saka (56.) mit zwei Traumtoren schossen die Gunners am 15. Spieltag zum Prestigesieg über die Blues. Tammy Abraham traf für Chelsea (85.).

Der FC Arsenal bejubelt den Sieg im Londoner Derby gegen den FC Chelsea

Fotocredit: Getty Images

Arsenal bot im Gegensatz zur letzten Ligapartie gleich sechs neue Spieler in der Startelf auf. Trotz der vielen Veränderungen kamen die Gastgeber zunächst besser ins Spiel als Chelsea. Doch diese Phase sollte nicht lange anhalten. Chelsea übernahm nach fünf schläfrigen Minuten die Kontrolle.
Es reichte für die Gäste allerdings nur zur Spielkontrolle und nicht zu herausgespielten Chancen. Die einzige Torannäherung kam durch einen Standard. Mason Mount setzte einen Freistoß aus 25 Metern halbrechter Position an den rechten Außenpfosten (13.). Arsenal fiel allerdings noch weniger ein, die Gunners mussten schon zu Chancen eingeladen werden.
Thiago Silva verlor links an der Außenlinie den Ball und ermöglichte Arsenal so eine Überzahl im gegnerischen Strafraum. Doch Héctor Bellerín und Emile Smith-Rowe spielten die Situation nicht gut aus und brachten nicht mal einen Torschuss zustande (25.).
Die nächste Einladung sprachen dann Schiedsrichter Michael Oliver und Reece James aus. James ließ Kieran Tierney an der linken Grundlinie vorbeilaufen und Oliver entschied auf Elfmeter, nachdem James versuchte, seinen Fehler wieder gutzumachen. Eine diskutable Entscheidung, da es kaum Kontakt gab und Tierney sicherlich nicht hätte fallen müssen (33.).
Doch der VAR sah keinen Anlass einzugreifen und so traf Alexandre Lacazette zum 1:0. Der Franzose verlud Benjamin Mendy und schoss den Ball rechts unten ins Tor (34.). Eine glückliche Führung, die vor der Halbzeit sogar noch höher wurde. Es war wieder ein Standard, aber dafür dieses Mal ein absolutes Traumtor. Granit Xhaka hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern halbrechter Position in die rechte obere Ecke (44.).
Ein vielleicht sogar noch schöneres Tor gab es dann in der zweiten Halbzeit zu bestaunen. Es war jedoch nicht abschließend zu klären, ob es ein Geniestreich oder eine verunglückte Flanke von Bukayo Saka war. Das Arsenal-Eigengewächs bekam am rechten Strafraumeck den Ball und beförderte ihn über Mendy hinweg und den Umweg linker Innenpfosten ins Tor (56.).
Mit der hohen Führung im Rücken fand Arsenal auch wieder mehr Zutrauen und hätte um ein Haar auf 4:0 gestellt. Mendy hatte jedoch etwas dagegen und parierte gegen Gabriel Martinelli (64.). Sein Gegenüber Bernd Leno verlebte lange einen ruhigen Abend, denn auch Silva brachte nicht Chelseas ersten Schuss aufs Tor zustande, der Innenverteidiger köpfte eine Ecke übers Tor (76.).
Offensiv ging wenig und in der Defensive verteilten die Blues weiter Einladungen. Dieses Mal war es Mendy, der Lacazette den Ball einfach in den Fuß spielte. Allerdings bügelte der Schlussmann seinen Fehler wieder aus, indem er den Schlenzer des Angreifers abwehrte (84.). Gegen den Schuss von Mohamed Elneny, eine Minute später, hätte allerdings auch Mendy nichts machen können. Der Ägypter hämmerte den Ball im Anschluss an eine Ecke aus 15 Metern an die Latte.
Arsenal machte das 4:0 nicht und so kam Chelsea doch noch einmal ran. Callum Hudson-Odoi setzte sich rechts im Strafraum durch und bediente Tammy Abraham in der Mitte. Der Stürmer brachte seine Farben aus kurzer Distanz mit der Brust zurück ins Spiel (85.).
Dieses Spiel wäre beinahe noch einmal eng geworden, doch erst vergab Silva eine weitere Kopfballmöglichkeit (89.) und dann Jorginho sogar noch einen Elfmeter (90.+1). Pablo Marí hatte Mount im Strafraum gelegt, aber Leno parierte stark im linken Eck und beendete somit Chelseas Hoffnungen auf ein Comeback.

Die Stimmen:

Granit Xhaka (FC Arsenal): "Das Wichtigste war für mich, dass ich heute der Mannschaft helfen konnte. Dass mir heute ein wichtiges Tor gelungen ist, ist umso schöner."
Mikel Arteta (Trainer FC Arsenal): "Der Spirit vor dem Spiel war wirklich positiv, meine Spieler wollten es wirklich. Ich freue mich für die Spieler und die Fans. Wir haben sie viele Wochen lang im Stich gelassen, also war es ein guter Tag, um ihnen etwas zum Jubeln zu geben."
Frank Lampard (Trainer FC Chelsea): "Du kannst dich so gut vorbereiten, wie du willst, aber wenn du so auftrittst, ist das eine andere Sache. Es ist eine Sache im Kopf."

Der Tweet zum Spiel:

Arsenal musste kurzfristig auf drei Spieler verzichten.

Das fiel auf: Artetas Umstellungen

Arsenal-Trainer Mikel Arteta musste aufgrund von Verletzungen und dem Coronavirus auf einige Spieler verzichten, das veranlasste den Spanier dazu komplett umzubauen. Der ehemalige Assistent von Pep Guardiola tauschte sechs Spieler im Gegensatz zur letzten Ligapartie aus und veränderte das System.
Die Gunners agierten nicht mehr im 3-4-3, sondern im 4-2-3-1. Die Umstellung führte zwar nicht zu besserem Offensivspiel, aber Arsenal stand defensiv gut und kam vorne mit viel Spielglück zu seinen Toren.

Die Statistik: 10

Timo Werner spielte nicht besonders auffällig und wurde bereits zur Halbzeit durch Callum Hudson-Odoi ersetzt. Damit bleibt auch die Torflaute des Angreifers anhaltend, der deutsche Nationalspieler hat nun in den vergangenen zehn Pflichtspielen nicht mehr getroffen. Das ist für den Torjäger die längste Durststrecke seit September 2016, als er eine Serie von zwölf Partien ohne Torerfolg beendete.
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Den muss man erstmal so machen: Traumtor aus der eigenen Hälfte

Quelle: SNTV

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