Gleich von der ersten Minute weg zeichnete sich ein offener Schlagabtausch im Verfolgerduell der Premier League ab. Manchester United hatte direkt nach zwei Minuten die erste Großchance, als Marcus Rashford eine Flanke von Bruno Fernandes aus sieben Metern übers Tor köpfte.
Die Foxes konterten diese Möglichkeit mit einer eigenen Chance. James Justin fand mit seiner Hereingabe Jamie Vardy, der das Tor unter Bedrängnis von Eric Bailly jedoch knapp verfehlte (4.). Kurz darauf war Vardy nach einem langen Ball von Marc Albrighton auf einmal frei vor David de Gea, doch verfehlte das linke Eck nur knapp - zudem stand der Top-Tojäger zuvor im Abseits (10.).
Die Foxes war zu Beginn feldüberlegen und hatten mehr Spielanteile, weswegen die Führung der Gäste etwas aus dem Nichts kam. Nach einem ungenauen Zuspiel von Daniel James verlängerte Fernandes das Leder genial zu Rashford, der frei vor Kasper Schmeichel die Nerven behielt und zur Führung traf (23.).
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26/12/2020 AM 12:32
Fernandes spielte aber auch beim zweiten Tor des Spiel eine wichtige Rolle, als er vor dem eigenen Sechzehner bei einem versuchten Beinschuss den Ball verlor. James Maddison legte in der Folge für Harvey Barnes ab, der das Leder aus 20 Metern zum Ausgleich im linken Eck unterbrachte (31.). Die letzte Chance im ersten Durchgang hatte dann erneut der Portugiese, als er nach einem Freistoß von Luke Shaw zum Kopfball kam, das Tor aus elf Metern aber knapp verfehlte (37.).
Den ersten gefährlichen Abschluss im zweiten Durchgang hatte Maddison mit einem Freistoß kurz vor dem gegnerischen Sechzehner, den Rashford in der Mauer jedoch zur Ecke blockte (53.). Nach einem Ballverlust von Youri Tielemans steckte Fred stark für Rashford durch, der jedoch am glänzend reagierenden Schmeichel scheiterte (59.).
Nur drei Minuten später landete das Leder im Netz der Foxes. Rashford schickte Anthony Martial auf die Rese und der Franzose behielt frei vor Schmeichel die Nerven. Am Ende ging jedoch die Fahne hoch, weil Martial zuvor im Abseits stand.
Wenig später war es dann aber soweit: Erneut gingen die Red Devils fast aus dem Nichts in Führung, als der frisch eingewechselte Edinson Cavani für Fernandes durchsteckte und der Portugiese frei vor Schmeichel flach ins linke Eck verwandelte (79.).
Doch wieder konterten die Foxes kurze Zeit später. Der eingewechselte Ayoze Pérez bediente Vardy flach im Sechzehner, dessen Schuss vom ebenfalls eingewechselten Axel Tuanzebe noch unhaltbar zum späten Ausgleichstreffer abgefälscht wurde (85.).

Die Stimmen:

Jamie Vardy (Leicester City): "Es war sehr eng, aber am Ende des Tages hat es für einen Punkt gereicht, den wir uns glaube ich auch verdient haben. Man kann natürlich nicht mit jedem Angriff treffen, deshalb geht es darum, geduldig zu sein, den Ball zu halten und am Ende in der Lage zu sein, zu treffen."
Bruno Fernandes (Manchester United): "Ich denke, die Art und Weise wie wir das zweite Gegentor bekommen haben, ist schwer für uns. Natürlich sind wir enttäuscht. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, aber jetzt ist es an der Zeit, sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren, das bereits in drei Tagen stattfindet. Wir haben keine Zeit, über die verlorenen Punkte nachzudenken. Wir denken über die drei Punkte nach, die im nächsten Spiel vergeben werden."
Ole Gunnar Solskjaer: (Trainer Manchester United): "Wir hatten viele Großchancen und hätten es zu Ende spielen können. Sie sind eine sehr gefährliche Mannschaft mit Qualität, und Vardy hat dann einfach seine Qualität gezeigt."

Das fiel auf: Ein Mann macht den Unterschied

Bei Manchester United gibt es einen Spieler, der alles überstrahlt und gefühlt an jeder gefährlichen Offensivaktion beteiligt ist: Bruno Fernandes. Der Portugiese legte die erste Führung der Gäste mit einem Geistesblitz auf. Auch beim 2:1 erkannte er die Lücke und blieb dann eiskalt. Seit seinem Debüt ist er an mehr als der Hälfte der Tore von Manchester United beteiligt (31/60). Dabei erzielte er 18 Treffer selbst und legte 13 weitere auf. Einziger Makel an seiner heutigen Performance war der entscheidende Fehler vor dem ersten Gegentor, als er den Ball vor dem eigenen Sechzehner leichtfertig verlor.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 5

Neuzugang Edinson Cavani war nach Einwechslungen bereits an fünf Treffern direkt beteiligt. Der Ex-PSG-Star erzielte drei Tore selbst und legte zwei weitere auf. Mit jenen fünf Scorer-Punkten ist er aktuell mit Abstand bester Joker in der Premier League.
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