Chelsea begann die Partie mit sehr hohem Pressingdruck und sorgte in den ersten Minuten für Probleme bei Arsenal. Beinahe hätte Kai Havertz die Blues früh in Führung gebracht, nach einem Fehlpass der Gäste in der eigenen Hälfte lief er alleine aufs Tor zu, schoss aber über die Latte (11.). Fünf Minuten später ging Arsenal in Führung, kurioserweise ebenfalls nach einem Fehlpass. Jorginho wollte zurück zu Chelseas Torwart Kepa spielen. Weil der aber neben dem Tor stand und der Pass zu zentral kam, konnte er das Spielgerät nur noch gerade so von der Linie kratzen. Pierre-Emerick Aubameyang kam an den Ball, passte zu Emile Smith Rowe und der schoss ins leere Tor (16.).
Von da an hatte Arsenal in der ersten Halbzeit keine Torchance mehr und stand sehr tief. In der 22. Minute dribbelte César Azpilicueta stark durch das Mittelfeld, legte an die Grundlinie zu Christian Pulisic, dessen Pass ins Zentrum erreiche Mason Mount - sein Schuss wurde aber von Rob Holding geblockt (22.). Danach schafften es die Gunners trotz des phasenweise hohen Angriffsdrucks von Chelsea keine Großchancen zuzulassen. In der 28. Minute schoss Mount aus halblinker Position, Bernd Leno hielt stark, in der 37. Minute wurde eine Hereingabe von Ben Chilwell im Strafraum gerade noch so aus dem Strafraum geklärt.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte einzig und allein Chelsea, phasenweise hatten die Blues 80 Prozent Ballbesitz. Doch bis auf ein paar Halbchancen - Callum Hudson-Odoi schoss zum Beispiel aus halbrechter Position deutlich übers Tor - sprang dabei nichts heraus. In der 61. Minute bugsierte Pulisic den Ball nach einer Ecke ins Tor, er stand aber bei der Kopfballverlängerung von Havertz deutlich im Abseits.
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Erst Mitte der zweiten Halbzeit hatte Arsenal wieder ein paar Offensivversuche. Der eingewechselte Héctor Bellerín schoss nach einem Hackenpass von Martin Odegaard genau in die Arme von Kepa (66.). In der Schlussphase kam Chelsea wieder zu richtig guten Chancen. In der 86. Minute konnte Pulisic eine Hereingabe von Hudson-Odoi nur im Fallen und damit zu ungenau aufs Tor bringen, in der 90. Minute köpfte Kurt Zouma eine Flanke aus dem Halbfeld gefährlich aufs Tor. Leno lenkte den Kopfball an die Latte, Olivier Giroud schoss den Nachschuss ebenfalls an die Latte. Kurz danach war Schluss. Arsenal hatte viel weniger vom Spiel und gewann trotzdem mit 1:0.

Die Stimmen:

Emile Smith Rowe (FC Arsenal): "Ich denke, das war ein wichtiges Ergebnis für uns. Es war ein harter Test. Wir haben diese Woche im Training am hohen Pressing gearbeitet. Ich denke, wir haben es gut gemacht, um sie zu einem Fehler zu zwingen."
Thomas Tuchel (Trainer FC Chelsea): "Wir waren nicht scharf genug, hatten nicht die gleiche Energie wie sonst. Wir sind verantwortlich, ich bin verantwortlich, wir sind alle zusammen in diesem Spiel, also war es nicht genug, um das Spiel zu gewinnen. Wir hatten fast die ganze zweite Halbzeit keinen Schuss, dann hatten wir eine große Chance. Vielleicht haben wir das heute verdient, wir lernen etwas."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Chelsea scheitert an seiner Chancenverwertung

Seit Thomas Tuchel den FC Chelsea übernommen hat, geht es stetig bergauf für die Blues. Die Defensive steht sehr sicher, im Mittelfeld werden dank der großen Präsenz und des starken Pressingverhaltens viele Bälle erobert – und im Angriff wird mit viel Schwung gespielt. Timo Werner, Mason Mount oder Callum Hudson-Odoi verleihen der Offensive viel Tempo. Das größte Manko ist aber die Chancenverwertung. Das zeigte sich auch im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid, als die Blues das Weiterkommen im Rückspiel viel früher hätten sichern könnten. Das zeigte sich sogar bei der zuvor einzigen Niederlage in der Premier League unter Tuchel beim 2:5 gegen West Bromwich. Nun gab es die zweite Pleite und wieder scheiterte Chelsea nicht am Spielaufbau oder der Abwehrleistung, sondern vor allem an der Chancenverwertung.

Die Statistik: 2

Zwei Torschüsse gab Arsenal im Spiel gegen Chelsea ab, insgesamt wurden fünf Schüsse von den Statistikern gezählt. Zum Vergleich: Chelsea schoss 19-mal, fünf Torschüsse gaben die Blues ab. Arsenal hatte nur 32 Prozent Ballbesitz und nur einen Eckball, während die Gastgeber neun Ecken hatten. Aber am Ende gewannen die Londoner nach dem 3:1-Hinspielsieg auch das zweite Saisonspiel gegen Chelsea. Der Grund war ein missglückter Rückpass von Jorginho. Die spielerische Unterlegenheit und die Zahlen zeigen aber, wie schmeichelhaft dieser Sieg war.
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