Während der FC Burnley bereits seit dem 35. Spieltag den Klassenerhalt sicher hatte, ging es für den FC Liverpool noch um den Einzug in die Champions League. Die Hausherren, für die es um nichts mehr ging, boten dem LFC aber lange Paroli und spielten munter mit.
In einer intensiven ersten Hälfte verpasste Sadio Mané nach nur drei Minuten die Führung für den LFC. Der Senegalese bekam den Ball am zweiten Pfosten, traf ihn aus wenigen Metern aber nicht sauber und verfehlte den Kasten knapp.
Burnley näherte sich erstmals nach neun Minuten dem Tor der Reds an, doch Rhys Williams hielt gegen Matthew Lowtons Distanzschuss den Kopf rein. Nach einer guten Viertelstunde ließen die drei Star-Stürmer der Liverpooler dann erstmals ihre Klasse aufblitzen: Mohamed Salah spielte Mané im Sechzehner an, der sehenswert per Hacke zu Roberto Firmino weiterleitete. Auch der Brasilianer traf die Kugel allerdings nicht sauber (16.).
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VOR EINEM TAG
Nach dieser Szene nahm sich das Spiel eine kurze Auszeit, bevor sich die Ereignisse Mitte der ersten Hälfte überschlugen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten.
Burnley machte den Anfang, indem Top-Torjäger Chris Wood einen langen Pass im Strafraum per Volley ans Außennetz jagte (27.). 120 Sekunden später verpasste Thiago Alcantara auf der Gegenseite – nach einem anspruchsvollen Doppelpass mit Salah auf engstem Raum – aus fünf Metern knapp das linke untere Eck (29.). Nur eine Minute später ließ Burnley-Verteidiger Ben Mee einen langen Schlag auf Salah passieren, doch der Ägypter setzte seinen Versuch aus 14 Metern zu hoch an (29.).
Nachdem Alisson Becker einen wuchtigen Distanzschuss von Dwight McNeil entschärft hatte (38.) und LFC-Innenverteidiger Nathaniel Philips per Direktabnahme aus elf Metern unbedrängt die Führung für sein Team verpasste, brach Ex-Hoffenheimer Firmino schließlich den Bann: Ein Querpass von Andrew Robertson von der linken Seite rutschte einmal quer durch den Sechzehner der Clarets, sodass der Brasilianer trocken und flach zum 1:0 verwandelte (43.). Damit ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Klopp-Team wesentlich effizienter. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Philips nach einer Mané-Flanke aus knapp acht Metern zum 2:0 ein – die erste Chance nach Wiederanpfiff saß (52.).
Burnley ließ sich jedoch auch davon nicht demoralisieren und versuchte in Person von Ahsley Westwood (58.) und Josh Brownhill (63.) eine zeitnahe Antwort, doch die Versuche landeten in den sicheren Fängen von Alisson.
Die beste Chance der Gäste hatte Verteidiger James Tarkowski, doch Torschütze Philips köpfte den Kopfball des 28-Jährigen von der Linie (69.). Burnley setzte die Gäste trotz des Rückstandes mit Powerplay in der Schlussviertelstunde unter Druck, verpasste es aber, sich weitere gute Möglichkeiten zu erspielen.
Dies bestraften die Reds, die durch den eingewechselten Alex Oxlade-Chamberlain kurz vor Schluss vor 2500 Zuschauern im Tur Moor den Deckel drauf machten (88.).

Die Stimmen:

Nathaniel Philips (FC Liverpool): "Wenn ich treffe, ist das für mich eine Art Bonus und macht mich natürlich glücklich. Dennoch spiele ich lieber zu null, als selbst ein Tor zu erzielen. Mein Job ist es schließlich, den Ball von unserem Tor fern zu halten. Heute habe ich beides geschafft."

Der Tweet zum Spiel:

LFC-Innenverteidiger Nathaniel Philips (24), der in der vergangenen Saison noch für den VfB Stuttgart am Ball war, erzielte gegen den FC Burnley sein erstes Premier-League-Tor im 16. Spiel. Ein ganz wichtiger Treffer, der Liverpool dem Einzug in die Königsklasse ein großes Stück näher bringt. Zudem verhinderte der 1,90m große Defensivmann in der 69. Minute gegen Tarkowski auf der Linie den Anschlusstreffer der Gastgeber.

Das fiel auf: Burnley munter, Liverpool erst fahrig dann routiniert

Beide Teams wirkten trotz des späten Zeitpunktes in der Saison frisch und spritzig. Sowohl Burnley als auch Liverpool attackierten den Gegner teilweise sehr früh in der eigenen Hälfte, suchten aber auch stetig den Weg nach vorne. Besonders bei hohen Bällen wirkte die LFC-Hintermannschaft unsicher und lud den Gegner so zu Chancen ein – jedoch ohne die Quittung dafür zu bekommen. Auch dem Team von Jürgen Klopp mangelte es im ersten Durchgang lange an Präzision. Burnley-Ersatzkeeper Will Norris musste kaum eingreifen, ehe Firmino die Führung markierte.
Burnley versteckte sich auch im zweiten Abschnitt nicht und erarbeitete sich phasenweise ein Übergewicht in Sachen Ballbesitz. Auch nach dem 0:2 steckte das Team von Sean Dyche nicht auf und trat den Reds in der Schlussviertelstunde mit Powerplay entgegen. Die Moral der Clarets wurde allerdings nicht belohnt, stattdessen markierte der LFC abgezockt kurz vor Schluss das 3:0.

Die Statistik: 4

Durch den 3:0-Sieg in Burnley verdrängt der FC Liverpool einen Spieltag vor Saisonende Leicester City vom vierten Platz und hat es somit am finalen Spieltag gegen Crystal Palace selbst in der Hand, den Einzug in die Champions League klar zu machen. Damit könnte der LFC eine eigentlich verlorene Saison noch versöhnlich abschließen.
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