Für Jürgen Klopp wäre der Bundestrainer-Job "ohne Frage eine große Ehre". Da er aktuell noch einen Vertrag beim FC Liverpool bis 2024 hat, würde es aber vom Timing her nicht passen: "Ich kann nicht. Es tut mir sehr leid, falls ich Leute damit enttäusche. Aber ich kann nicht einfach aus meiner Verantwortung herausgehen", so Klopp.
Denn es gebe ein klares Commitment. "Ich habe hier beim FC Liverpool eine wichtige Aufgabe", erklärte der Coach und weiter: "Wir verlassen uns aufeinander. Gerade jetzt, in so einer schweren Phase von meiner Seite aus zu sagen: Ich bin dann mal weg? Das geht nicht."
Klopp stellte erneut klar, dass er Liverpool in einer so schweren Phase nicht verlassen könne: "Ich bin voller Energie, auch wenn mir Freunde SMS schreiben: 'Geht’s dir gut? Du siehst schlecht aus!' Ich bin eben älter geworden und habe seit einem Jahr keine Sonne mehr gesehen, dazu schlafe ich nicht sonderlich viel. Deswegen sehe ich schlecht aus."
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Der 53-Jährige gestand, dass er angesichts der vielen Niederlagen eine harte Zeit durchmache. "Ja, es ist die schwerste Phase meiner Karriere. Nicht die schlimmste Phase meines Lebens, aber fußballerisch", erklärte Klopp.
Sollten sich die Reds aufgrund dessen frühzeitig von ihm trennen, steht für Klopp fest: "Wenn Liverpool endet, ist definitiv ein Jahr Pause. Da braucht auch niemand anzurufen, nicht nach vier Monaten und auch nicht nach sechs. Egal, wer es probiert: Es ist ein Jahr Schicht!"
Für sein Team sei als Tabellensechster nach 29 Spieltagen die Qualifikation für die Champions League in der Liga in weite Ferne gerückt. "Ich bin gerne Optimist, aber in der Liga ist es fast schon unmöglich, bei der Konkurrenz um die Champions-League-Plätze, die wir haben, die Qualifikation zu schaffen", meinte Klopp.

Jürgen Klopp

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Klopp über Flick als Bundestrainer-Nachfolger

Auch Bayern-Trainer Hans-Dieter Flick wird immer wieder als Nachfolger für Jogi Löw gehandelt. Für Klopp steht fest: "Dass Hansi Flick den Job des Bundestrainers hervorragend ausfüllen würde, steht für mich außer Frage."
Allerdings finde er auch, dass Flick, der beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2023 hat und seinen Job dort "überragend" macht, gerne bei den Münchnern weitermachen wolle. Der 53-Jährige fügte jedoch noch hinzu: "Aber ich weiß es nicht."
Klopp sprach sich für Ralf Rangnick als Nachfolger von Löw im Amt des Bundestrainers aus: "Ich halte Ralf Rangnick für einen außergewöhnlichen Trainer, speziell für einen Verband, in dem man seit Jahren versucht, Dinge zu verändern", betonte der Ex-BVB-Trainer.
Ragnick sei ein toller Trainer, der immer bereit sei, über den Tellerrand hinaus zu gucken.

Klopp schwärmt von Lewandowski

Im Interview, welches Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus führte, wird Klopp zudem gefragt, wer der beste Spieler war, den er in seiner Karriere trainiert habe. Der Coach antwortete: "Robert Lewandowski. Es wird eigentlich keinem Spieler gerecht, wenn ich das jetzt sage – außer Lewy (Robert Lewandowski, Anm. d. Red.)."
Er erklärte: "Was Lewy aus seinem Potenzial gemacht hat, wie er sich zu diesem Spieler gepusht hat, der er heute ist: Das ist außergewöhnlich."
Wenn jeder Spieler aus seiner Ausgangssituation eine Entwicklung wie Lewandowski genommen hätte, dann wäre die Welt des Fußballs komplett verrückt, so Klopp. Der Pole sei "eine absolute Maschine", er meinte aber auch: "Ich möchte mich dennoch bei allen anderen genauso bedanken, dass es am Ende so ausgesehen hat, als wäre ich ein ganz guter Trainer."
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(mit SID)

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