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FC Bayern: Leroy Sané wird immer besser - Löst er nun sein Versprechen ein?
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Publiziert 16/03/2021 um 21:04 GMT+1 Uhr
Leroy Sané hatte einen schweren Start beim FC Bayern. Nur langsam kam der lang herbeigesehnte Neuzugang in Fahrt, stand in seiner Anfangszeit sogar teils heftig in der Kritik. Sein Selbstbewusstsein hat der Nationalspieler aber nie verloren. Mittlerweile kommt er immer besser in Fahrt. Genau zur rechten Zeit, um sein ganz großes Ziel zu erreichen. Denn Sané hat etwas nachzuholen.
Leroy Sané und David Alaba vom FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Wenn Leroy Sané offiziell spricht, hat er eine Angewohnheit.
Als Überbrückungselement fügt er bei jeder Sprechpause ein zusammengezogenes "naklar" ein. Das ist einerseits eine Übersprunghandlung, auf der anderen Seite aber auch soetwas, wie eine unbewusste Verstärkung des Gesagten.
Denn: Je wichtiger ihm ein Thema scheint, desto mehr "naklar" werden über die Sätze gestreut.
Gestern war viel "naklar".
Sané hat noch eine Rechnung offen
Vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Lazio Rom am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) sprach Sané (am Dienstag) vor der versammelt zugeschalteten Presse über sich selbst, seine ansteigende Form und die Ziele, die er so verfolgt.
Der deutsche Rekordmeister geht mit einem 4:1-Polster aus dem Hinspiel in die Begegnung. Einen derart hohen Vorsprung hat zu Hause noch keine Mannschaft verspielt.
Und trotzdem war es dem Nationalspieler wichtig, den richtigen Ton zu setzen. Gerade weil es um die Königsklasse geht. Der Wettbewerb, der dem 25-Jährigen besonders wichtig ist.
Anders als seine Kollegen beim Rekordmeister nämlich hat Sané den Cup mit den großen Ohren noch nie gewonnen. Im vergangenen August, als die Bayern durch das Finalturnier in Lissabon rauschten, war er zwar schon Angestellter des Vereins, zum Kader gehörte er aber noch nicht. Er trainierte in München.
Eine Scharte, die er auswetzen will.
"Die Champions League ist mir sehr, sehr wichtig", betonte der ehemalige Schalker. "Der Sieg in diesem Wettbewerb ist ein großes Ziel von mir. Ich lege großen Wert darauf, dass wir gut spielen. Wir müssen heiß und gut vorbereitet sein. In jedem Spiel und egal wie groß der Vorsprung ist."
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Leroy Sané im Spiel gegen Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
Sané: Schwerer Start in seine Bayern-Zeit
Mit dieser Einstellung war Sané nach seinem Wechsel von Manchester City an die Isar im vergangenen Jahr beim deutschen Rekordmeister gestartet. In Leistung umsetzen konnte er seine große Motivation aber nicht immer.
Einzelne Lichtblicke zu Saisonbeginn wechselten sich mit längeren eher farblosen Phasen ab. Das zog sich durch die gesamte Hinrunde. beim Spiel in Leverkusen wurde er dann erst ein- und später wieder ausgewechselt.
"Wenn man neu in einen Verein kommt, muss man immer die Automatismen lernen. Das ist überall gleich", gibt Sané zu bedenken. "Für mich war es noch einen Tick schwieriger, weil ich keinen Spielrhythmus hatte. Den musste ich erst finden."
Mittlerweile ist dem Flügelstürmer dies gelungen. Er hat den Rückstand, der ihm durch seine schwere Verletzung in seinem letzten Jahr in England aufgebrummt worden war, aufgeholt.
"Ich fühle mich besser und habe die Mannschaft kennengelernt. Deswegen geht es bergauf bei mir“, meint er selbst.
Sané hat die besten Zahlen
Auch an seinen Zahlen ist das ablesbar.
War er zu Saisonbeginn lange hinter Kingslay Coman und Serge Gnabry die Nummer drei auf der bayrisch-offensiven Außenbahn, ist er längst auf Augenhöhe mit den beiden alteingesessenen Stars.
Wettbewerbsübergreifend kommt Sané durch acht Tore und zwölf Assists auf 20 Scorerpunkte. Coman hat 19, Gnabry 13. Offensiv ist der Nationalspieler also angekommen.
Hauptkritikpunkt in den ersten Monaten war aber seine Arbeit gegen den Ball. Auch hier hat er eine Schippe draufgelegt. Die Diskussion habe er ohnehin nie wirklich verstanden, gab er zum Ausdruck. Für ihn war seine Schwächeperiode eher eine Kraftfrage.
"Ich musste das bei City machen, auch bei Schalke - das haben alle von mir erwartet. Es ist jetzt nichts Neues. Ich weiß, was mein Spiel stark macht. Da gehört auch meine Defensivarbeit dazu."
Sonderlob von Flick für Sané
Das sieht mittlerweile auch sein Trainer so. Nach einem Spiel im Januar gab es vom sonst mit diesen Dingen öffentlich eher sparsam umgehenden Flick ein Extralob.
"Das war das, was wir und die Mannschaft von Leroy sehen möchten", meinte der Bayern-Coach. Sané habe es "sehr gut gemacht, gegen den Ball gearbeitet, nach hinten Sprints angesetzt, Bälle gewonnen. Das war sehr wichtig".
Gegen Lazio darf er dies nach seiner Pause in Bremen am vergangenen Wochenende wieder unter Beweis stellen und selbst dafür sorgen, dass der Weg zu seinem ersten Champions-League-Titel weitergeht.
Er wird wohl in der Startelf stehen. Naklar.
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Quelle: SID
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