Der Spitzenreiter aus Manchester wollte sich im Topspiel gegen den Dritten aus Leicester für die 2:5-Heimniederlage in der Hinrunde revanchieren und legte los wie die Feuerwehr: Bereits nach fünf Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz. Schiedsrichter Anthony Talyor nahm Fernandinhos Distanz-Treffer allerdings zurück, da Sergio Agüero beim Schuss im Abseits und im Sichtfeld von Kasper Schmeichel stand und dem Keeper so die Chance auf eine Abwehr nahm (5.).
Dennoch: Die Gäste waren das bessere Team und dominierten die Partie nach Belieben – und auch die Chancen kamen nach und nach. In der 18. Spielminute fing Riyad Mahrez einen Pass von Timothy Castagne am Strafraum der Foxes ab. Das Leder sprang im hohen Bogen zu Agüero, der die Kugel mit Risiko per Volleyabnahme allerdings deutlich über das Tor beförderte (18.).
Wesentlich näher am Torerfolg war Mannschaftskollege Kevin De Bruyne knappe fünf Minuten später. Nachdem Wilfred Ndidi den belgischen Spielmacher knapp 23 Meter vor dem eigenen Tor zu Fall gebracht hatte, beförderte Citys Nummer 17 das Leder wuchtig an den Querbalken – Glück für die Hausherren (23.).
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Leicester stand auch nach diesem vermeintlichen Weckruf weiter hinten drin und konnte kaum für Entlastung sorgen – im Gegenteil, denn City spielte weiter munter nach vorn. Kurz vor der Pause nahm die Partie – nach einer zwischenzeitlichen Verschnaufpause – noch mal Fahrt auf. Gabriel Jesus leitete einen Einwurf direkt mit der Hacke von der Grundlinie zu Mahrez weiter, der aus sieben Metern an Schmeichels glänzender Fußabwehr scheiterte. Im zweiten Versuch setzte De Bruyne seinen Distanzschuss knapp rechts neben das Tor des Dänen (41.).
Nur drei Minuten später zog Geburtstagskind Jesus von links in die Mitte und drehte seinen Schuss um Jonny Evans und Daniel Amartey herum aufs Tor, doch der Versuch des Brasilianers zischte knapp am oberen rechten Torwinkel vorbei (44.).
Als sich City bereits mental in der Kabine befand, wurde es nochmal hektisch: Ayoze Pérez spielte einen Pass durch die Gasse in den Lauf von Jamie Vardy, der den heraus eilenden Ederson umkurvte und einschob. Grund zur Freude hatte der Torjäger jedoch nicht, da er knapp im Abseits gestanden hatte (45.+1). Danach war Pause.
Die Foxes von Brendan Rodgers machten nach Wiederanpfiff da weiter, wo sie aufgehört hatten: Vardy erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball von Fernandinho, dann ging es schnell. Kelechi Iheanacho nahm Tempo auf und legte vor dem Strafraum nach rechts auf Youri Tielemans ab, in dessen Schuss sich Rúben Dias hineinwarf und zur Ecke klärte (51.).
Anschließend wurde City aber wieder dominant – und belohnte sich diesmal auch dafür. Eine Rodri-Flanke landete beim aufgerückten Benjamin Mendy, der Marc Albrighton mit einem Haken aussteigen ließ, sich den Ball auf rechts legte und aus linker Position unhaltbar ins lange Eck zum 1:0 für die Gäste traf (59.).
Eine Viertelstunde vor Ende spielte De Bruyne einen hervorragenden Schnittstellenpass in den Lauf von Gabriel Jesus, der im Strafraum auf den eingewechselten Raheem Sterling quer spielte. Der Engländer verzögert, legte zurück zu Jesus, welcher das Leder aus fünf Metern ins Tor bugsierte - die Vorentscheidung (74.).
Nur vier Minuten später verpasste Riyad Mahrez – nach einem leichtsinnigen Ballverlust von Evans am eigenen Strafraum – nur hauchdünn das 3:0 (78.). Leicester kam in den letzten zehn Minuten noch zu zwei Torabschlüssen durch den eingewechselten James Maddison, die aber harmlos waren (83./86.). Das 2:0 hatte bis zum Schlusspfiff bestand.

Die Stimmen zum Spiel:

Brendan Rodgers (Trainer Leicester City): "In der ersten Halbzeit haben wir weitestgehend gut verteidigt, allerdings hatten wir eine gewisse Trägheit in unserem Spiel. Technisch waren wir nicht so gut wie normalerweise. Die Gegentore fielen, als wir anfingen, in das Spiel zu finden. Abgesehen davon hatten wir einige Chancen, aber die bessere Mannschaft hat das Spiel gewonnen. Wir haben keine Ausreden. Wir haben nicht die Qualität gezeigt, die wir haben."
Kevin De Bruyne (Manchester City): "Sie haben sehr defensiv gespielt und wir mussten geduldig sein. Das haben wir getan und ich freue mich, dass Mendy den Bann brechen konnte. Wir haben heute gut gespielt, besonders in der ersten Hälfte haben wir dominiert. Sie hatten die Chance mit Vardy, aber ansonsten hat in der ersten Hälfte im Grunde nur eine Mannschaft gespielt. Ich denke, wir hätten mehr Tore verdient gehabt. Dafür das Länderspielpause war, hat es das Team aber wirklich gut gemacht."

Der Tweet zum Spiel:

Happy Birthday! Gabriel Jesus belohnte sich pünktlich zu seinem 24. Geburtstag mit seinem neunten Saisontor.

Das fiel auf: City-Pressing zu viel für die Foxes

City zog von Beginn an den gewohnten Ballbesitzfußball auf und erspielte sich Chance um Chance. Ein Grund für die Fülle an Chancen war das aggressive Pressing der Citizens, die somit immer wieder Fehler im Spielaufbau der Foxes provozierten. Allerdings mangelte es vor allem im ersten Durchgang an Effizienz im Abschluss. Besonders Ndidi schien im Mittelfeld regelmäßig überfordert und musste immer wieder zu Fouls greifen.
Leicester dagegen ging erst im letzten Drittel aggressiv drauf, stand ansonsten zu tief und konnte somit dem Kombinationsfußball des Spitzenreiters kaum etwas entgegensetzen.
Nach dem 1:0 durch Mendy überließen die Skyblues Leicester zeitweise den Ball, die gegen kompakt-stehende und gut-organisierte Citizens jedoch keine Lücke fanden.

Die Statistik: 9

Durch das 2:0 in Leicester sammelte das Team von Pep Guardiola den neunten Auswärtssieg in der Liga in Folge und baute den Vorsprung auf Verfolger Manchester United auf 17 Zähler aus.
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