FC Liverpool sieht sich als Punktsieger gegen Manchester City

Manchester City und der FC Liverpool trennen sich in der Premier League 1:1 (1:1) – ein Ergebnis, dass den Reds um Trainer Jürgen Klopp mehr hilft als den in der Liga hinterherhinkenden Citizens mit Coach Pep Guardiola. Während sich der Spanier diplomatisch über das Spiel äußert, wirkt Klopp sehr zufrieden mit dem Ausgang des Spiels – wäre da nicht erneut eine Verletzung.

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Mit hängendem Kopf wendete sich Kevin De Bruyne ab und trabte vom Elfmeterpunkt zurück in Richtung des Mittelkreises.
Der Belgier hatte gerade die große Chance auf die Führung für Manchester City im Topspiel gegen den FC Liverpool vergeben. Beim Stand von 1:1 trat der 29-Jährige zum Elfmeter für die Citizens an, nachdem eine Flanke bei Joe Gomez an die Hand geklatscht war (42.). Doch De Bruyne verfehlte das Tor und die Citizens am Ende den Sieg.
Es blieb beim Unentschieden, das in der Nachbetrachtung gefühlt keines war. Zwar hatten sich die Reds dank einer furiosen Anfangsphase und dem Elfmetertor von Mo Salah in Führung gebracht, in der Folge verdiente sich City aber den Ausgleich durch Gabriel Jesus (31.) und ließ in jener Szene kurz vor der Halbzeit dann den vermeintlichen Sieg liegen.
So beträgt der Rückstand der Citizens (zwölf Punkte, Platz zehn) auf Liverpool weiterhin fünf Zähler, auch wenn noch das Nachholspiel gegen Aston Villa aussteht. Auf Tabellenführer Leicester City sind es sogar sechs Punkte.

Pep Guardiola bleibt diplomatisch

So richtig glücklich über den Punktgewinn gegen den amtierenden Meister war im Lager der Skyblues daher auch keiner. Trainer Pep Guardiola drückte es auf der Pressekonferenz noch diplomatisch aus: "Beide Teams wollten die drei Punkte. Ein Punkt ist ein Punkt. Wir haben zwölf Spieler bisher in dieser Saison gespielt und nur eins verloren. Leider haben wir etwas zu viel unentschieden gespielt." Dreimal, um genau zu sein.
Deutlicher wurden dagegen seine Spieler, die mit dem Ergebnis haderten. "Wir spielen zuhause, wir müssen alle Spiele gewinnen, die wir hier spielen", erklärte Torschütze Gabriel Jesus bei "Sky" und führte aus: "Das Ergebnis ist vielleicht nicht so gut für uns, aber gut für sie (Liverpool, Anm. d. Red.). Wir müssen weiterkämpfen bis zum Ende."
Raheem Sterling blies nach dem Spiel via Twitter ins gleiche Horn: "Ein Punkt ist besser als nichts in einem so intensiven Spiel, aber wir hätten heute definitiv mehr erreichen können."

Klopp verliert Alexander-Arnold

Auf der anderen Seite dagegen zeigte sich Jürgen Klopp vollauf zufrieden, auch wenn seine Mannschaft die Tabellenführung an Leicester verlor und nun hinter den punktgleichen Tottenham Hotspur auf Rang drei liegt. Trotzdem wähnen sich die Reds als gefühlter Sieger der Partie, schließlich hatten sie auswärts den Vorsprung gegen einen der größten Konkurrenten behauptet.
Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Trent Alexander-Arnold, der nach einer guten Stunde mit einer Wadenverletzung vom Platz musste. "Wir wissen jetzt noch nichts Genaues, aber das ist natürlich nicht cool", sagte Reds-Coach Klopp zu seiner nächsten Personalsorge in der Abwehr.
Klopp, und da stimmte ihm sein Gegenüber Guardiola zu, forderte nun Maßnahmen von den Liga-Verantwortlichen, um die Belastung der Spieler zu reduzieren. Sonst wisse er nicht, wer im Sommer zur EM fahren kann, erklärte Klopp auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Guardiola ergänzte, dass er sich wieder fünf Wechselmöglichkeiten wünsche.

Klopp schwärmt von seiner Mannschaft

Abgesehen von diesem Vorfall war Klopp von dem Spiel und insbesondere von seiner Mannschaft aber sichtlich angetan. "Ich bin wirklich glücklich. Das waren die wenigsten Chancen, die City jemals gegen uns hatte. Sogar wenn wir gewannen, hatten sie mehr", erklärte der Coach bei "Sky" und hatte dabei viel Lob für beide Seiten: "Das Energie-Level von beiden Teams war heute unglaublich. Nach 15 Minuten musste jeder erst einmal durchatmen. Es war sehr hart für alle 22 auf dem Feld."
In der zweiten Halbzeit ließ das Spielniveau allerdings auf beiden Seiten nach, die zunehmende Ermüdung war spürbar. Auch deswegen dürfte Klopp vor der anstehenden Länderspielpause gut mit dem Punkt, der ein positives Gefühl in die nächsten Trainingseinheiten transportiert, leben können.
Guardiola und seine Citizens müssen dagegen schauen, dass sie nun in anderen Spielen den Rückstand auf die Reds wieder aufholen können.
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Quelle: SNTV

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