In den Anschuldigen geht es konkret darum, dass Manchester City den Vater von Almeida nur zum Schein als Scout angestellt haben soll, um die Regeln der Premier League zu umgehen und Geld an die Familie des Spielers zu leiten, um ihn so von einer Unterschrift zu überzeugen. Denn Almeida wechselte bereits mit 14 Jahren in die Jugendakademie von Manchester City.

In dem Bericht werden auch die Premier-League Regeln genannt, diese besagen, dass "kein Verein einen Spieler dazu veranlassen oder versuchen darf, ihn dazu zu bewegen, bei diesem Verein zu unterschreiben, indem er ihm oder einer mit ihm verbundenen Person direkt oder indirekt einen Vorteil oder eine Zahlung jeglicher Art anbietet. Sei es in Form von Geld oder Sachleistungen."

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Die beiden behaupten aber, dass der Vater nie für den Klub gearbeitet habe, es sei vielmehr eine Möglichkeit gewesen, um die Zahlungen an die Familie des Spielers zu leiten.

"The Athletic" liegen demnach mehrere Dokumente vor, die dies beweisen sollen – unter anderem ein Check des Führungszeugnisses von Almeida Sr., der im März 2012 im Rahmen einer Anstellung als Scout der Jugendakademie durchgeführt wurde.

Außerdem stellten sie weitere schriftliche Dokumentationen der Abläufe sowie Zahlungsnachweise zur Verfügung. Demnach soll der Vater von Almeida zwischen 2011 und 2012 jeden Monat Rund 1000 Pfund (1100 Euro) bezahlt bekommen haben, obwohl er darauf bestanden habe, keine Arbeit zu leisten.

Der Vater gibt zwar zu, dass er zu zwei internen Scouting-Trainingseinheiten bei ManCity geschickt wurde, jedoch seien beide Sitzungen komplett auf Englisch gewesen und er sei dieser Sprache nicht mächtig. Vielmehr seien sie von Manchester City ausgetrickst worden und sie hätte es ausgenutzt, dass er kein Englisch spreche.

Manchester City weist jegliche Anschuldigen zurück

Manchester City weist die Anschuldigungen zurück und gab auf Nachfrage ein entsprechendes Statement ab. Der Verein "bestreitet jegliches Fehlverhalten und weist alle gemachten Behauptungen zurück".

Derzeit steht es also Aussage gegen Aussage, es bleibt abzuwarten, ob Ermitllungen durchgeführt werden. Der Durchbruch gelang Almeida bei den Blues allerdings nie, er wechselte nach drei Jahren wieder in seine Heimat nach Brasilien.

Vater und Sohn wollen demnach mit der Aufdeckung auch andere junge südamerikanische Spieler vor den Problemen warnen, die ihnen begegnen können, wenn sie an europäische Akademien gelockt werden.

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