Die unübersichtliche Lage rund um das Old Trafford verhinderte einen Anstoß der Partie zur geplanten Uhrzeit um 17:30 Uhr.
Noch ist völlig offen, wann das Prestigeduell tatsächlich beginnen kann. Eine Stadiondurchsage deutete aber daraufhin, dass das Spiel noch am heutigen Sonntag über die Bühne gehen soll.
Die Kritik an der US-Investoren-Familie Glazer, die bereits 2003 erste Anteile an Manchester United kaufte und 2005 die Mehrheit übernahm, ist indes nichts Neues.
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Seit Jahren machen Teile der Anhängerschaft ihrem Unmut mit verschiedenen Aktionen Luft.
"Ich verstehe, warum die Fans jetzt auf die Situation reagieren, aber es macht mich traurig, dass einige das Demonstrationsrecht gebrochen haben und ins Old Trafford eingedrungen sind. Das halte ich für falsch", erklärte Klub-Legende Peter Schmeichel bei "Sky".
Dies helfe dem Anliegen nicht. "Es geht dann am Ende in der Wahrnehmung vor allem darum dass die Leute da eingedrungen sind", so der ehemalige United-Keeper.

Neville: Bosse wollten "mit Kronjuwelen abhauen"

"Das ist das Ergebnis des Handelns der Besitzer von Manchester United vor zwei Wochen", sagte Klub-Legende Gary Neville ebenfalls bei Sky.

Chaotische Szenen in Manchester: United-Fans stürmen Old Trafford

Es gebe "ein allgemeines Misstrauen und ein Missfallen den Besitzern gegenüber".
Die Glazers und andere Klubbosse hätten die Super-League-Pläne "hinter aller Rücken" verfolgt, "um mit den Kronjuwelen abzuhauen".

Super League lässt Emotionen hochkochen

Seitdem bekannt wurde, dass die Besitzer den Verein in der höchst umstrittenen und inzwischen auf Eis gelegten Super League antreten lassen wollten, ist die Lage extrem angespannt. Erschwerend kommt hinzu, dass Investor Joel Glazer gar als Vizepräsident der Super League vorgesehen war.
Der Ärger entlud sich nun im Vorfeld des Topspiels gegen den FC Liverpool. Der Klub von Teammanager Jürgen Klopp hatte sich - ebenso wie United, Manchester City, Chelsea, Tottenham Hotspur und Arsenal - für eine Teilnahme an der Super League ausgesprochen.
Laut "BBC" verschafften sich die Anhänger über einen Fanshop Zugang ins Stadioninnere und auf den Rasen. Übereinstimmenden Berichten zufolge gelangten zunächst 200 bis 300 Anhänger dorthin.

Rauchtöpfe in den einstigen Klubfarben gold und grün

Einige warfen Stühle, andere bemächtigten sich der Eckfahnen oder zündeten Rauchtöpfe in den ursprünglichen Klubfarben gold und grün.
Rund ein halbes Dutzend Fans soll bis in den Spielertunnel vorgedrungen sein. Die Teams waren zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht im Stadion. Nachdem dieses geräumt worden war, soll eine zweite, deutlich kleinere Gruppe erneut ins Stadion eingedrungen sein. Auch vor dem United-Teamhotel gab es Proteste.
In Manchester verhinderten Berichten zufolge mehrere Hundert Fans zunächst die Abfahrt des Mannschaftsbusses von United zum Stadion. Kurz darauf drangen mehrere Hundert United-Anhänger ins Old Trafford ein und stürmten den Rasen.

"Security Lockdown" über Old Trafford

Im und um das Stadion wurden Rauchtöpfe gezündet, es gab Sprechchöre, die US-Investoren aus dem Verein zu werfen.
Über das Stadion wurde schließlich ein "Security Lockdown" verhängt, wie "BBC Radio Manchester" verkündete.
Bereits am vergangenen Donnerstag hatten Anhänger von United das Trainingsgelände des englischen Renommierklubs gestürmt. Auf Transparenten ("Wir entscheiden, wo ihr spielt", "Raus mit den Glazers") hatten sie ihrem Unmut ebenfalls Luft verschafft.
Offen ist derzeit noch, ob und wann die für 17:30 Uhr geplant Premier-League-Partie gegen Liverpool stattfinden kann.
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