Chelsea rettet Punkt in Liverpool: Klopps Reds können 45 Minuten Überzahl nicht nutzen - Tuchel rettet Remis in Anfield

Der FC Liverpool und der FC Chelsea haben sich im Duell der deutschen Trainer Jürgen Klopp und Thomas Tuchel mit 1:1 (1:1)-Unentschieden getrennt. Kai Havertz hatte die Blues in der 22. Minute nach einem Eckball in Führung gebracht, Mohamad Salah glich kurz vor dem Halbzeitpfiff vom Punkt aus (45.+3). Reece James hatte zuvor auf der Linie per Hand geklärt und war mit Rot vom Platz geflogen.

FC Liverpool gegen den FC Chelsea

Fotocredit: Getty Images

Im Duell zwischen Jürgen Klopps Liverpool und Thomas Tuchels Chelsea gehörten die Anfangsphase den Reds, für die Kapitän Jordan Henderson per Volleyabnahme aus zehn Metern die erste gute Chance liegen ließ (10.).
Die vorwiegend abwartend agierenden Gäste aus London ließen danach aber fast nichts mehr zu und gingen mit der ersten eigenen Torchance direkt in Führung. Bei einer Ecke von Reece James stieg Kai Havertz am kurzen Pfosten hoch und verlängerte den Ball mit einem herrlichen Kopfball über Alisson Becker hinweg in die lange Ecke zur Blues-Führung (22.). Chelsea zeigte sich nach der Führung vor allem über Konter immer wieder brandgefährlich, Mason Mount vergab in der 36. Minute auf Zuspiel von Romelu Lukaku aus kurzer Distanz den nächsten Treffer.
Kurz vor der Pause wurde es dann nochmal wild im Chelsea-Strafraum: Nach einer Ecke traf Joel Matip per Kopfball zunächst nur die Latte, über Umwege kam der Ball zu Mané. Dessen Schuss aus kurzer Distanz wehrte James auf der Linie mit Oberschenkel und Hand ab – Schiedsrichter Anthony Taylor sah sich die Szene im Nachgang kurz an der Seitenlinie an und zeigte auf den Punkt. Für Pechvogel James gab es zudem die Rote Karte. Mohamed Salah übernahm den fälligen Strafstoß und verwandelte sicher zum Ausgleich für die Reds (45.+3).
Nach der Pause feuerte Liverpool aus allen Zylindern und brannte bis zur 60. Minute ein Chancenfeuerwerk ab. Diogo Jota per Kopf (51.) und Virgil van Dijk aus der Distanz (52.) kamen der Führung immer näher. In der 60. Minute fanden die Reds dann gleich doppelt ihren Meister in Chelsea-Keeper Edouard Mendy, der binnen weniger Sekunden erst einen Fabinho-Distanzschuss entschärfte und kurz darauf auch gegen van Dijks Nachschuss zur Stelle war (60.).
Nach einer Stunde ließ der furiose Sturmlauf der Reds aber rasant nach, Chelsea verteidigte das Remis kompakt und gut organisiert über die Zeit. Mateo Kovacic kam kurz vor Schluss sogar noch zu einer guten Gelegenheit für die Londoner, Joel Matip bekam aber noch die Fußspitze dazwischen (84.). Im Gegenzug scheiterte Salah noch mit dem schwächeren Rechten aus 13 Metern an Mendy (85.), mehr hatte die Klopp-Elf offensiv gegen aufmerksam verteidigende Blues nicht anzubieten.

Die Stimmen:

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Man kann es als gefühlte Niederlage sehen, aber wir haben in vielen Momenten tollen Fußball gespielt. Wir haben in der ersten Hälfte überragend gepresst. Chelsea hat in der Defensive einfach unglaublich viel Qualität.
Thomas Tuchel (Trainer FC Chelsea): "Ein gefühlter Sieg, das fühlt sich sehr gut an. Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Halbzeit. Die zweite Halbzeit war eine pure Willensleistung von uns."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Liverpool gehen die Ideen aus

In Überzahl lieferte der FC Liverpool nach dem Seitenwechsel zwar eine fulminanten Anfangsphase in Durchgang zwei ab, zeigte sich ab der 60. Minute jedoch weitgehend ideenlos. Chelsea machte das Zentrum mit einem 5-3-1-System extrem dicht und zwang Liverpool so auf die Außenbahnen. Das Spiel der Klopp-Elf verlagerte sich jedoch fast ausschließlich auf die rechte Seite, wodurch es zugleich ausrechenbar und einfach zu verteidigen blieb. Die linke Seite mit Sadio Mané und Andrew Robertson wurde hingegen kaum bespielt – nur 21 Prozent aller Reds-Angriffe liefen über die gesamte Spielzeit über links.

Die Statistik: 14

Liverpool-Angreifer Mohamed Salah hat jeden seiner vergangenen 14 Elfmeter in der Premier League verwandelt. Nur Matt Le Tissier hat mit 23 in Folge verwandelten Elfmetern zwischen 1994 und 2000 eine längere Serie vorzuweisen.
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Quelle: Perform

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