FC Chelsea feiert Comeback-Sieg bei Aston Villa: Joker Romelu Lukaku trifft für die Blues

Der FC Chelsea hat das Auswärtsspiel am Boxing Day bei Aston Villa 3:1 (1:1) gewonnen und damit Anschluss an Tabellenführer Manchester City und den FC Liverpool gehalten. Die Blues kämpften sich nach einem frühen Dämpfer durch ein Eigentor von Reece James (28.) zurück. Jorginho (34./FE), der eingewechselte Romelu Lukaku (56.). und nochmal Jorginho (90.+3/FE) drehten die Partie.

Romelu Lukaku (l.) trifft für den FC Chelsea

Fotocredit: Getty Images

Aston Villa musste ohne seinen mit dem Coronavirus infizierten Cheftrainer Steven Gerrard an der Seitenlinie auskommen. Dieser war jedoch nicht er einzige, der am Boxing Day aus diesem Grund passen musste. So standen auf Seiten von Chelsea unter anderem die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz nicht zur Verfügung, die Gäste aus Birmingham mussten auch auf Defensiv-Routinier Ashley Young verzichten.
In einer ausgeglichenen Anfangsphase machte sich bemerkbar, dass den Gästen aus London ein nomineller Stürmer fehlte. Der Ex-Dortmunder Christian Pulisic konnte auf der für ihn ungewohnten Position als einzige Spitze nicht überzeugen.
Doch zur Ineffektivität in der Offensive kam zudem Pech in der Defensive hinzu, als Reece James per Eigentor für Aston Villas Führung sorgte. Der Engländer verlängerte eine Flanke von Matt Targett mit dem Kopf unglücklich in den Kasten von Edouard Mendy (28.).
Besonders einem hatten die Hausherren zu verdanken, dass nicht die Blues in Front gingen: Matty Cash. Mit seinen sauberen Grätschen und guten Flanken wertete er das Spiel seiner Mannschaft sowohl in der Offensive als auch in der Defensive auf. Trotzdem unterlief ihm ein teurer Fehler. Sein Foul in der 33. Spielminute hatte einen Strafstoß für Chelsea zur Folge. Elfmeter-Spezialist Jorginho trat an und verwandelte trocken (34.).
Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Romelu Lukaku ins Spiel. Der gerade erst von COVID-19 genesene Belgier brachte Tuchels Team genau das, was es brauchte - nämlich Torgefahr. Nur zehn Minuten vergingen, bis der ehemalige Inter-Stürmer einnetzte. Callum Hudson-Odoi flankte in die Mitte, dort stand Lukaku, der von Gegenspieler Tyrone Mings kaum gestört wurde und mühelos ins lange Eck einnickte (56.).
Zwischenzeitlich übergab Chelsea die Initiative an Aston Villa, verlor jedoch nicht die Kontrolle über das Spiel. Nachdem Hudson-Odoi wenige Minuten vor Abpfiff aus bester Position an Villans-Keeper Emiliano Martínez gescheitert war (88.), markierte Jorginho mit einem weiteren Foul-Elfmeter den 3:1-Entstand (90.+3).

Die Stimmen:

Thomas Tuchel (Trainer FC Chelsea): "Zu wenige Wechsel für uns. Wegen des Coronavirus wurden fünf Wechsel erfunden. Europa hat eine Winterpause, aber wir spielen durch und legen es auf die Schultern der Spieler. Sie lassen uns die ganze Zeit spielen, auch wenn wir COVID haben. Wir haben neue Verletzungen und es wird nicht aufhören."
Gary McAllister (Assistenztrainer Aston Villa): "Wenn ich mir das Ergebnis anschaue, glaube ich, dass es Chelsea ein bisschen schmeichelt. Sie haben einige sehr gute Spieler. Romelu Lukaku hat den Unterschied gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass wir guten Fußball gespielt haben und den Ball von unserem Tor ferngehalten haben, aber dann haben sie die Änderungen vorgenommen und sich durchgesetzt."

Der Tweet zum Spiel:

Zwar ging Aston Villa heute leer aus, aber es gibt dennoch eine gute Nachricht. Steven Gerrard geht es trotz seiner Corona-Infektion gut.

Das fiel auf: Cash – vom Helden zum Pechvogel

Im ersten Durchgang glänzte der Verteidiger, der erst seit knapp zwei Monaten Teil der polnischen Nationalmannschaft ist, mit seinen souveränen Aktionen. Besonders in den Duellen mit Marcos Alonso hatte der erfahrene Spanier gegen den Villa-Verteidiger oft das Nachsehen. Abgesehen von der Verschuldung des Elfmeters (33.) verblasste er jedoch im zweiten Durchgang fast komplett. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können: In Minute 54 fehlte nicht viel zum Eigentor.

Die Statistik: 106

Der Matchwinner Romelu Lukaku musste einige Monate auf den Treffer am Sonntagabend warten. Genauer gesagt waren es 106 Tage seit seinem letzten Tor für die Blues. Am 11. September 2021 erzielte er einen Doppelpack - ebenfalls gegen Aston Villa.
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"Situation sehr ernst": Tuchel fordert Wiedereinführung der fünf Wechsel

Quelle: Perform

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