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FC Liverpool - Manchester City: Salah-Traumtor reicht Reds nicht zum Sieg - De Bruyne trifft zum 2:2
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Publiziert 03/10/2021 um 19:24 GMT+2 Uhr
Der FC Liverpool hat im Spitzenspiel der Premier League gegen Manchester City am 7. Spieltag 2:2 (0:0) gespielt und damit die Tabellenführung vorerst an den FC Chelsea verloren. Ein Traumtor von Mohamed Salah zum zwischenzeitlichen 2:1 reichte nicht (76.) - Kevin De Bruyne traf abgefälscht zum Endstand (81.). Zuvor hatten Sadio Mané für die Reds (59.) und Phil Foden für die Gäste getroffen (69.).
Mohamed Salah trifft - FC Liverpool vs. Manchester City
Fotocredit: Getty Images
Jürgen Klopp verzichtete bei der einzig ungeschlagenen Premier-League-Mannschaft auf personelle Wechsel nach dem 5:1 in Porto. Auf der rechten Abwehrseite kam James Milner wieder zum Einsatz, der den verletzten Trent Alexander-Arnold vertrat.
Bei City gab es in der Offensive nach dem 0:2 in Paris zwei Änderungen: Gabriel Jesus und Phil Foden kamen für Riyad Mahrez und Raheem Sterling (beide Bank) zum Zug.
Die Reds kamen vor heimischem Publikum stürmisch aus der Kabine und zwangen City immer wieder zu langen Klärungsversuchen. Manchester war überwiegend in der Defensive zu finden, mit Jack Grealish brachte Pep Guardiola einen neuen Mann als falsche Neun. Auch die beiden Achter Kevin De Bruyne und Bernardo Silva wechselten die Seiten.
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Im weiteren Verlauf kamen die Skyblues immer besser ins Spiel und hatten durch Phil Foden die erste große Chance der Partie (21.). Kevin De Bruyne setzte einen Flugkopfball über den Kasten (34.). City agierte immer wieder mit Flankenläufen, von Liverpool sah man offensiv lange Zeit gar nichts. Das Pressing funktionierte überhaupt nicht, die langen Bälle waren für die Skyblues-Defensive ein gefundenes Fressen.
Die Reds kamen wieder engagierter aus der Kabine und verzeichneten nach 50 Minuten durch Diogo Jota den ersten Schuss aufs Tor. Das Gegenpressing beim Gastgeber funktionierte nun besser, auch die Angriffe wurden nun zielstrebiger ausgespielt. Die Zuschauer sahen nun eine ganz andere Klopp-Elf, die sich nach 59 Minuten mit der Führung belohnte: Eine starke Aktion von Mo Salah brachte Sadio Mané ins Spiel, der links unten zum 1:0 einnetzte. Während von City offensiv nun nicht mehr viel zu sehen war, drückte Liverpool auf den zweiten Treffer. Doch die Gäste schlugen eiskalt zurück und kamen durch Foden zum 1:1 (68.).
In der Schlussphase lieferten sich beide Teams ein völlig offenes Spiel, ehe Salah mit einem ganz starken Tor die erneute Führung von Liverpool erzielte (76.). Auch dieses Mal währte die Führung nicht lange, De Bruyne erzielte wenig später mit einem abgefälschten Schuss das 2:2 (81.). Wieder war Foden der Ausgangspunkt. In den letzten Minuten gingen beide Teams auf den Lucky Punch, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Fabinho hätte dieser unglaublichen zweiten Halbzeit die Krone aufsetzen können, doch Rodri verhinderte den fast schon sicheren Treffer mit einer Weltklasse-Rettungstat (87.).
Nach der Länderspielpause geht es für Liverpool am 16. Oktober in Watford weiter. Manchester City spielt zu Hause gegen den FC Burnley.
Stimmen zum Spiel
Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Wäre das Spiel nach 45 Minuten geendet, dann hätte ich mich sehr schlecht gefühlt, weil es nicht einmal 20 Prozent von uns waren. Wir waren defensiv zu passiv und offensiv nicht mutig genug. Sie haben alles durch die Halbräume gespielt, das war viel zu einfach. Wir hatten nie Zugriff, die erste Halbzeit war wirklich eine der beschissensten, die ich bisher gesehen habe. Zum Glück haben wir zwei Halbzeiten. Wir konnten ein paar Dinge ändern und anpassen und dann war es ein geiles Spiel, auch von uns. Gut Fußball gespielt, tolle Tore geschossen. Unglaublich, wie wir die Tore gemacht haben, aber auch unglaublich, wie wir die Gegentore kassiert haben. Dennoch war es verdient. Nehmen wir nur die zweite Halbzeit, hätte ich das Spiel gerne gewonnen. Nehmen wir die erste Halbzeit dazu, nehmen wir den Punkt gerne mit."
Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Was für ein Spiel. Das ist der Grund, warum die letzten Jahre Man City und Liverpool immer da waren, weil wir versuchen, so zu spielen. Leider konnten wir nicht gewinnen - aber wir haben auch nicht verloren. Das ist der Grund, warum die Premier League die beste ist [dass es so oder so ausgehen kann]. Es war großartig, wirklich großartig. Es ist, wie es ist. Das Ergebnis ist das Ergebnis und wir können es nicht ändern. Ich weiß, wie schwierig es ist, gegen diese Spieler und diesen Trainer zu spielen. Es ist jedes Mal eine unglaubliche Herausforderung für uns. Die Art und Weise, wie wir an der Stamford Bridge, in Paris und heute gespielt haben, zeigt, dass wir eine großartige Mannschaft sind. Wenn wir so verlieren wie in Paris und heute unentschieden spielen, ist das gut. Ich bete, dass wir so weitermachen und die Spieler heil von ihren Nationalmannschaften zurückkommen."
Phil Foden (Manchester City): "Es ist ein sehr schwieriges Pflaster - eines der schwierigsten, aber ich denke, wir haben es gut gemeistert. Es war ein großartiges Spiel - es hatte alles, was es braucht. Es war enttäuschend, nicht mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen, aber wir haben uns gewehrt, und am Ende sind wir froh über den Punkt, aber enttäuscht, dass wir nicht drei Punkte geholt haben. Das zeigt unseren Charakter. Wir haben hier nicht oft gewonnen. Wir haben heute wirklich gut gespielt. Es gab nicht viel Platz, um aufs Tor zu schießen, also habe ich den Ball einfach reingeschoben."
Das fiel auf: Guardiolas Umstellungen gehen auf
Mit der Durchschlagskraft unter der Woche beim Gastspiel in Paris konnte Guardiola nicht zufrieden sein. Und so stellte der Katalane vor dem Topspiel mal wieder um und überraschte mit Grealish als zentralem Offensivmann und Foden auf der linken Seite. Doch genau dieser Taktik-Zug ging voll auf. Milner hatte bei Liverpool mit Fodens Tempo große Probleme, der junge Engländer war der auffälligste Akteur auf dem Platz im ersten Durchgang und traf zudem zum 1:1 und legte das 2:2 auf. Foden wurde zusammen mit Salah zum "Man of the Match" gewählt.
Tweet zum Spiel
Foden spielte stark, Salah erzielte ein sensationelles Tor, doch dabei darf das Tackling von Rodri kurz vor Schlusspfiff nicht in Vergessenheit geraten. Der Spanier warf alles in diese Rettungstat rein und verhinderte so die erneute Liverpooler Führung durch Fabinho.
Die Zahl: 11 für 14
Die Herren Ronaldo und Kane kamen bekanntlich nicht nach Manchester. Ein Aguero ging nach Barcelona und so hat Pep Guardiola zwar noch viele Offensivkünstler, jedoch keinen echten Mittelstürmer. Dadurch ist City allerdings auch schwerer ausrechenbar. Die 14 Ligatore verteilen sich aktuell auf elf Akteure. Foden und De Bruyne kamen gegen Liverpool zu ihrem jeweils ersten Saisontor. Die beiden Führenden in der internen Torschützenliste sind Gabriel Jesus und Ferran Torres mit jeweils zwei Treffern.
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Quelle: Perform
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