Manchester City lässt Manchester United keine Chance - Kevin De Bruyne überragt im Derby

Manchester City hat seinen Platz an der tabellarischen Sonne gefestigt. Gegen den Stadtrivalen Manchester United siegten die Skyblues souverän 4:1 (2:1). Der überragende Kevin de Bruyne (5., 28.) und Riyad Mahrez (68., 90.) steuerten einen Doppelpack bei, Jadon Sancho hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt (22.). Red-Devils-Keeper David de Gea verhinderte indes eine höhere Niederlage.

Kevin de Bruyne von Manchester City

Fotocredit: Getty Images

Beim ungefährdeten Achtelfinal-Erfolg im FA-Cup in Peterborough schonte City-Coach Pep Guardiola einige seiner Stars – gegen United durften John Stones, Aymeric Laporte, Kyle Walker, Kevin de Bruyne, Rodrigo und Bernardo Silva wieder von Beginn an ran. Deutschlands Legionär Ilkay Gündogan, Fernandinho, Oleksandr Zinchenko, Gabriel Jesus nahmen zunächst auf der Bank Platz. Mit Ruben Dias und Nathan Aké fehlten beide Innenverteidiger aus dem FA-Cup verletzungsbedingt.
United-Coach Ralf Rangnick musste gegen die Skyblues auf die beiden Stürmerstars Cristiano Ronaldo und Edinson Cavani verzichten. Bruno Fernandes ersetzte den fünfmaligen Weltfußballer in der Sturmmitte – Jadon Sancho durfte für ihn auf dem linken Flügel beginnen. Für Raphael Varane und Nemanja Matic rotierten Harry Maguire und der genesene Scott McTominay in die Mannschaft.
Zu Beginn der Partie hatten die Red Devils zwar mehr Spielanteile und setzten die Hintermannschaft der Citizens am gegnerischen Strafraum unter Druck. Doch der erste Treffer gelang den Gastgebern: Nach einer sehenswerten Kombination von Bernardo Silva und Jack Grealish legte Portugals Kreativgeist den Ball an den Elfmeterpunkt zurück, der durch die Beine von Harry Maguire zur frühen Führung einschoss (5.).
Fernandes und Paul Pogba versuchten als Duo, den Ronaldo-Ausfall zu kompensieren, und stießen abwechselnd in die Sturmspitze vor. Der französische Superstar leitete auch den Ausgleich der Red Devils ein, als er mit einem Diagonalpass Jadon Sancho fand. Der Ex-Dortmunder wackelte am linken Strafraumeck Walker aus und glich mit einem traumhaften Schlenzer zum 1:1 aus (22.).
Spätestens nach dem Ausgleichstreffer übernahmen die Skyblues vollends die Spielkontrolle und gingen durch Doppeltorschütze De Bruyne wieder in Front: der umtriebige Phil Foden vernaschte Maguire mit einem Heber. De Gea parierte die Abschlüsse vom englischen Jung-Nationalspieler und Silva noch tapfer – De Bruyne ließ Uniteds Schlussmann mit seinem präzisen Abschluss in den Winkel keine Chance (28.). City hätte bereits vor der Pausen durch Mahrez auf 3:1 erhöhen können.
In Halbzeit zwei münzten die Skyblues ihre Feldüberlegenheit in Tore um. Mahrez glänzte dabei als zweifacher Torschütze. Zunächst sorgte er mit einer Direktabnahme nach einer De-Bruyne-Ecke für ein Traumtor. Kurz vor Ende des Stadtderbys blieb er nach einem Steckpass vom eingewechselten Gündogan cool und schlenzte den Ball über De Gea hinweg ins rechte Kreuzeck – die Citizens krönten sich mit dem glamourösen 4:1-Erfolg zum verdienten Stadtmeister.

Die Stimmen:

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Ich habe meinen Spielern gesagt: Wenn sie heute nur ein wenig Energie in die Partie investieren, werden die Fans auf den Rängen alles geben. In der ersten Hälfte hatte United mehr Energie als in Durchgang zwei. Im zweiten Spielabschnitt hatten wir einen besseren Rhythmus – es war eines der besten Spiele von uns, die wir je gespielt haben."
Kevin de Bruyne (Kapitän Manchester City): "United ging das Spiel ganz anders an als in den Partien zuvor – sie versuchten, uns hoch unter Druck zu setzen und machten es besonders in der ersten Hälfte sehr gut. Im zweiten Spielabschnitt haben wir die Räume besser bespielt. Liverpool hat uns mit dem Sieg gestern unter Druck gesetzt, heute haben die richtige Antwort darauf gefunden."
Riyad Mahrez (Doppeltorschütze Manchester City): "Ich war in 30 Minuten nur rund viermal am Ball. Ich musste fokussiert bleiben. Beim ersten Tor hatte ich einen guten ersten Kontakt. Mein Physio sagt immer: Riyad, triff endlich! Beim zweiten Treffer versuchte ich, den Ball über den am Boden liegenden De Gea zu heben – ich nehme beide Tore mit."
Ralf Rangnick (Trainer Manchester United): "Ich denke, wir haben eine anständige, wenn nicht gar gute erste Halbzeit gespielt. Es ist schwierig, ein frühes Tor zu kassieren, aber wir sind zurückgekommen, haben selbst ein brillantes Tor erzielt und dann ein weiteres zu leichtes Gegentor kassiert. Es war ein sehr schwieriges Spiel gegen eines der besten Teams der Welt. Es ist ein schwieriges Spiel, das zeigt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, um diese Lücke zu schließen."
Scott McTominay (Manchester United): "Wir haben in Durchgang zwei den Ball zu oft verloren und es schwer gehabt, ihn wieder zu erobern. In der ersten Halbzeit haben wir noch einige aussichtsreiche Situationen kreiert. Ich bin enttäuscht, wie schläfrig wir in der zweiten Hälfte agiert haben. Wenn du keinen Druck machst, würden sie (City, Anm. d. Red.) den Ball über Jahre in den eigenen Reihen halten. Wenn du ihn wieder bekommen würdest, würdest du ihn gleich wieder weggeben. Nach dem dritten Tor waren wir wie ausgestorben."

Der Tweet zum Spiel:

Ein Tweet, der die Leistung der Red Devils in Durchgang zwei zusammenfasst.

Das fiel auf: Mittelfeld der Citizens überirdisch

Großen Anteil an der starken Leistung der Skyblues hatte die Mittelfeld-Achse um Kevin de Bruyne. Der Kapitän glänzte nicht nur als Doppeltorschütze, sondern immer wieder als Initiator gefährlicher Offensivaktionen. Die Variabilität des City-Mittelfelds sucht in Europa ihresgleichen – der agile Foden trieb Gegenspieler Maguire zur Weißglut, Mahrez überzeugte mit feiner Schusstechnik, vom filigranen Silva ganz zu Schweigen. In dieser Verfassung gehören die Guardiola-Schützlinge zu den Titelfavoriten in allen Wettbewerben.

Die Statistik: 21

Die Skyblues gewannen alle 21 Ligaspiele, in denen sie das erste Tor erzielten. Die Dominanz der Citizens mit einer Führung im Rücken konnte noch kein Team der Premier League brechen.
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Quelle: Perform

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